LockdownÖBB-Fahrplan bleibt aufrecht, Kreditschützer rechnen mit keiner Insolvenzwelle

Die Züge werden auch während des Lockdowns normal weiterrollen. Das gaben die ÖBB heute, Freitag, bekannt. Indes glauben Gläubigerschützer, dass Firmen 20 Tage Lockdown gut verkraften sollten.

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© Kleine Zeitung / Weichselbraun
 

Die ÖBB haben heute betont, dass der Fahrplan auch im Corona-Lockdown aufrecht erhalten bleibt. Die Bundesbahnen garantieren "eine sichere Mobilität für Menschen, die unterwegs sein müssen". Auch der (internationale) Gütertransport werde "selbstverständlich am Laufen gehalten".

"Insgesamt sind täglich über 1000 Reinigungskräfte an Bahnhöfen und in Zügen für die Oberflächenreinigung im Einsatz. Mehr als 100.000 Reinigungen finden pro Monat statt. Österreichweit kümmern sich über 800 Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter sowie Service- und Kontrollteams und 500 Security-Mitarbeiter um die Einhaltung der Maßnahmen. Eindeutige Studien belegen, dass das Tragen von FFP2-Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln dazu beiträgt, dass Bahn- und Busfahren kein erhöhtes Ansteckungsrisiko bringt", so Bahnchef Andreas Matthä am Freitag in einer Aussendung.

Stabile Kapitalausstattung bei den Betrieben

Auch die Gläubigerschützer blicken dem heute von der Regierung angekündigten, vierten Lockdown vorerst mit Gelassenheit entgegen. "Einen Lockdown von 20 Tagen sollten die Unternehmen gut verkraften", sagte Gerhard Weinhofer, Geschäftsführer des Gläubigerschutzverbands Creditreform, am Freitag zur APA. Dass Wirtschaftshilfen wie der Verlustersatz und Ausfallsbonus ausgeweitet werden, begrüßt er.

Gut für die Firmen funktioniert hätten in der Vergangenheit vor allem die Instrumente der Kurzarbeit und der Verlustersatz. Wenn man diese Hilfen verlängere bzw. erhöhe, dann sei das sicher gut, kommentierte Weinhofer die vom Finanz- und vom Arbeitsminister heute verkündeten Wirtschaftsmaßnahmen.

Sorgen um eine nun nahende Insolvenzwelle macht sich der Kreditschützer nicht. "Ich sehe in keiner Weise einen übermäßigen Anstieg", sagte Weinhofer. Die Unternehmen hätten im Großen und Ganzen weiterhin eine stabile Kapitalausstattung: "Was die Eigenkapitalausstattung betrifft, haben wir keine gravierenden Verschlechterungen gesehen".

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