Als zweiter GeschäftsführerLilihill-Chef Orasch nimmt Steuerknüppel am Flughafen in die Hand

Franz Peter Orasch, der 74,9 Prozent der Anteile am Flughafen Klagenfurt besitzt, wird neben Nils Witt zweiter Geschäftsführer. Das Land hofft, dass der Airport nun Chefsache werde.

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Flughafen-Investor Franz Peter Orasch wird jetzt auch Geschäftsführer am Flughafen
Flughafen-Investor Franz Peter Orasch wird jetzt auch Geschäftsführer am Flughafen © Markus Traussnig
 

Michael Kunz, Harald Stoutz, Nils Witt: Seit der Übernahme der Mehrheit des Klagenfurter Airports durch Lilihill-Eigentümer Franz Peter Orasch drehte sich das Personal-Karussell in der Flughafen-Geschäftsführung immer schneller. Nun soll wird es eine weitere Veränderung geben: Der Haupteigentümer selbst, Orasch, soll bei der kommenden Generalversammlung Ende Oktober, Anfang November zum zweiten Geschäftsführer bestellt werden. Lilihill bestätigt diese Personalia, über die als erstes Medium "5 Minuten Klagenfurt" berichtete.

Es ist übrigens laut Firmencompass die 52. Geschäftsführer-Position von Orasch. "Nils Witt bleibt aber jedenfalls Sprecher der Geschäftsführung", erklärt Lilihill-Sprecher Gerhard Seifried, der ebenfalls neu an Bord ist: Seit wenigen Wochen spricht er für Orasch und dessen Unternehmen in der Öffentlichkeit. Der frühere SPÖ-Bürgermeister von Wolfsberg soll dafür Aufträge anderer Kunden aus dem Immobilienbereich niedergelegt haben.

"Flughafen endlich Chefsache"

In einer Stellungnahme betont Beteiligungslandesrat Martin Gruber (ÖVP), dass es "bei Personalentscheidungen der operativen Geschäftsführung keine unmittelbare Zuständigkeit des Beteiligungsreferenten" gebe. "Das ist eine Angelegenheit des Mehrheitseigentümers." Aus Sicht der Landesaufsicht wäre es aber zu begrüßen, "wenn ein solcher Schritt bedeutet, dass Herr Orasch wichtige Themen wie die anstehenden Investitionen am Flughafen oder Flugverbindungen zur Chefsache erklärt."

Über den Hintergrund der Veränderung in der Flughafen-Geschäftsführung wird spekuliert. Seitens der Miteigentümer Land Kärnten (20 Prozent) und Stadt Klagenfurt (5 Prozent) heißt es, man hoffe, dass ein Flughafen-Geschäftsführer Orasch den vom Land eingeforderten Investitionsplan für den Flughafen bereits bei der kommenden Generalversammlung vorlegen wird. Das Land hat sich nach gescheiterten Verhandlungen über einen neuen Vertrag - der bestehende stammt aus dem Jahr 2018 - wie berichtet bereiterklärt, den Bau eines neuen Terminals mitzufinanzieren.

 

 

Kommentare (4)
Uezze
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War (ist) sehr wichtig!!!!

Ich (jetzt Pensionist) habe in meiner aktiven Zeit den Flughafen Klagenfurt zu schätzen gewußt. Sowohl meine Frau als auch ich hätten unseren familiären/beruflichen Verpflichtungen ohne einen funktionierenden Flughafen nicht nachkommen können. Da wurden auch billigend teilweise Umwege über Wien oder Zürich inkauf genommen. Wenn ich mir heute die Möglichkeit ansehe ab Klagenfurt geschäftliche Verbindungen wahr zu nehmen, kommen mir die Tränen. Provinz Kärnten? - Leider!!!

goergXV
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Klagenfurter Flughafen

LEIDER hat der Klagenfurter Flughafen KEINE große Zukunft !
Ich finde dies ausgesprochen Schade !
A B E R, um diesen halbwegs wirtschaftlich zu betreiben, braucht man jährlich mindestens 500000 (besser 1 Million) Fluggäste.
Woher sollen diese Menschen kommen bzw. wohin sollen sie fliegen ?

Zuckerpuppe2000
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Flüge

Bei diesem mageren Angebot an Flügen sehe ich schwarz. Sehr schade. Ich habe meinen Zweitwohnsitz in Zürich, leider ist das Angebot an Flügen noch kleiner geworden als vor Corona.

goergXV
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???

auf eine Lösung durch die AUA / Lufthansa zu hoffen, da wird man sehr, sehr lange warten können ...