WK-PräsidentMahrer: "Bevor man das Land wieder zusperrt, müssen wir über 1 G reden"

Für Wirtschaftskammer-Präsident Mahrer ist eine 1-G-Regel das "letzte Mittel", vorher gelte es massive Anreize zum Impfen zu setzen. "Einen zweiten Totalausfall im Winter können wir uns nicht leisten."

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PRESSEFOYER NACH MINISTERRAT: MAHRER
WKÖ-Präsident Harald Mahrer © APA/GEORG HOCHMUTH
 

"Bevor man das Land wieder zusperrt, müssen wir über 1 G reden", sagt Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer im Gespräch mit der Kleinen Zeitung. "Es kann aber nur das letzte Mittel sein." Vorher gelte es, etwa "massive Anreize zum Impfen" zu setzen. Mahrer bringt erneut den "Impf-Hunderter" für Jugendliche in Spiel. "Man muss ökonomische Anreize setzen. Daran ist moralisch nichts Verwerfliches, weil damit kein Zwang verbunden ist", meint Mahrer. Auch immer mehr Betriebe wollten Impfprämien, beispielsweise freiwillig bis zu 500 Euro pro Geimpftem, zahlen - solche Prämien sollten für den Arbeitnehmer generell steuerfrei sein, fordert der WK-Präsident. Auch tritt Mahrer für eine verkürzte Gültigkeitsdauer von Coronatests ein, so wie es Wien vorzeigt.

"Zweiten Totalausfall können wir uns nicht leisten"

Es sei gut möglich, erwartet Mahrer, dass im kommenden Winter etwa Hoteliers, ganze Tourismusregionen oder Skigebiete von sich aus "1 G", also Impfungen, zur Bedingung für Übernachtungen oder eine Liftkarte machen werden. "Denn Österreich kann sich einen zweiten Totalausfall im Winter nicht leisten", warnt Mahrer.

Neben Corona sei die Steuerreform in den kommenden Monaten zentrales Thema. Mahrer erneuert die Forderung nach einer Senkung der Körperschaftssteuer von 25 auf 21 Prozent, ein Investitionsfreibetrag von 20 Prozent bzw. für "Ökoinvestitionen" von 30 Prozent sei ein weiteres Ziel der Standesvertretung der Unternehmer. Beim CO2-Preis rechnet Mahrer damit, dass die türkis-grüne Regierung "einen Pfad aufzeigt", also die Systemumstellung mit niedrigen Preisen für den Ausstoß von Klimagasen startet und der Preis für den CO2-Ausstoß dann sukzessive steigt. Österreich sei allein wegen seiner weltweit gefragten "Green Technology"-Produkte ein "Klimaengel und kein Klimasünder".

Zu den nahenden Lohnverhandlungen - den Start machen traditionell die Metaller im September - will Mahrer nichts sagen: "Ich mische mich nicht ein, man wird sicher einen vernünftigen Abschluss finden."

"Punktuelle Überförderung für Gastro-Betriebe"

Ob der Corona-bedingt auf 5 Prozent gesenkte Steuersatz etwa für Gastronomie und Hotellerie auch über den Jahreswechsel hinaus beibehalten soll, legt sich Mahrer nicht fest: "Die Branche wirbt dafür. Man sollte das vom weiteren Verlauf der Pandemie abhängig machen." Eine "generelle Überförderung der Gastronomie" schließt Mahrer kategorisch aus, "punktuell mag es für einzelne Betriebe eine Überförderung gegeben haben." Lob gibt es von Mahrer für die Bundesregierung: "In Summe hat sie die Pandemie gut gemanagt."

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Danke für Ihr Verständnis.

lucie24
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1G

Ist damit der PCR-Test am Donauinselfest gemeint?

hfg
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Das Thema ist nicht 1 G

sondern die nicht vorhandenen Kontrollen. Niemals und nirgends wurde ich bei den ohnehin spärlichen Nachfragen nach der 3 G Regel jemals nach einen Ausweis gefragt. Man kann herzeigen was man will kontrolliert wird niemals genau. Das ist das Problem der Wirtschaft.

lucie24
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Mit Ausweis & Co

wäre es nicht machbar.

Amadeus005
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Shutdown aber schon

Oder

lucie24
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Auch

nicht mehr.

lucie24
0
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Auch

nicht mehr.

hfg
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Reden hilft leider nicht

handeln muss man - aber sofort.

HRGallist
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WK-Präsident

Es ist zwar schon alles gesagt, aber nicht von allen! Nachdem die Regierungs-Urlauber wieder im Lande sind, laufen die völlig entbehrlichen Wortspenden wieder zügig an. Mehrfachtalent und Kurz-Intimus Mahrer war an der Reihe. Warten wir ab, ob in den nächsten Monaten einmal etwas Substantielles aus seinem Mund kommt, oder ob es bei den üblichen türkisen Worthülsen und Stehsätzen bleibt.

Lodengrün
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Sie meinen @HRGallist

substantiell wie im Falle Kaufhaus Österreich bewiesen. Nichts überrascht einen mehr. So wird auch Frau Edtstadler als neue Salzburger Festspielpräsidentin ventiliert.

Stemocell
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Wer über 1G nachdenkt,

will eine Impfplicht, traut sich dies aber nicht auszusprechen. 1G macht medizinisch null Sinn, da negativ PCR-getestete einmal sicher den ganzen Abend lang niemanden anstecken und Genesene ebenfalls vor schweren Verläufen geschützt sind. Was soll also das Theater? Warum macht die Wirtschaft da mit?

Lodengrün
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Er ist @stemo

die Wirtschaft!! Ich frage mich nur warum man nichts von Frau Köstinger vernimmt. Ihre Interessengruppe ist über den 1G Vorschlag alles andere als glücklich.

andy379
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Ist das nicht der Typ,

der beim Opernball mehr als € 23.000,- Zwangsbeiträge seiner WK-Mitglieder in einer Nacht verprasst hat? 🤔

Lodengrün
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Er

gehört, und dazu steht er auch wie seine Mitstreiter, zur elitären Klasse, die darauf auch Anspruch erheben. Die anderen sind wir, - Schmid schrieb es, - der Pöbel. Zu dem hält man auch, sofern man es nicht gerade publikumswirksam muss, Abstand. 😃

Lodengrün
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Ist

das nicht schon eine schon eine zwischen Ihnen und Herrn Kurz beschlossene Sache. Sonst breitet er erneut das Totentuch über uns aus.