Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Vertritt Green-Mobility-GruppeRingen um das MAN-Werk in Steyr: Jetzt mischt auch Claus Raidl mit

Ex-Nationalbankchef Claus Raidl vertritt Green-Mobility-Gruppe. Keine konkreten Investoren genannt. Betriebsrat denkt an Feststellungsklage.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Claus Raidl
Claus Raidl © (c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
 

Die Pläne des Green-Mobility-Konsortiums zur Weiterentwicklung des von Schließung bedrohten MAN-Werks in Steyr schreiten offenbar voran. So wurde der langjährige Böhler-Uddeholm-Chef und Ex-Nationalbankchef Claus Raidl zum Industriesprecher der Investorengruppe bestimmt, berichteten am Dienstag oö. Medien. Vergangenen Freitag gab es ein Treffen mit Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer und Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (beide ÖVP).

Bereits Anfang Mai hatte jene Investorengruppe rund um den Linzer Unternehmer Karl Egger (KeKelit) mitgeteilt, "dass das Konsortium mit MAN München eine NDA - Non-Disclosure Agreement, Vertraulichkeitserklärung - zur Aufnahme weiterer Gespräche abgeschlossen hat". Gemeinsam mit dem Consulter Deloitte Wien werde an der Endausarbeitung eines Konzepts gearbeitet.

Stelzer betonte gegenüber der APA am Dienstag, dass das Land grundsätzlich alles und jeden unterstütze, der bereit sei, in Steyr weiterzutun, der die Produktion und Arbeitsplätze übernimmt bzw. schafft. Vonseiten der Green-Mobility-Gruppe sei nichts Konkretes genannt worden, auch keine konkreten Investoren. "Sie werden mit MAN erst im Juni über konkrete Zahlen reden können und dann wieder zu uns kommen", so der Landeshauptmann. Mit dem Bund sei Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) ständig in Kontakt, er sei mit an Bord, wenn es zu einer Einigung komme.

Wolf im Austausch mit dem Betriebsrat

Aber auch der zweite Investor Siegfried Wolf - für den MAN-Konzern bisher einzig infrage kommender Käufer - ist weiter aktiv. Nachdem seine Übernahmeabsicht von zwei Drittel der Belegschaft abgelehnt worden war, hat er nun mit Nachverhandlung begonnen. Erste Gespräche mit dem Betriebsrat habe es gegeben, hieß es in den Zeitungen.

Arbeiterbetriebsrat Helmut Emler bestätigte das gegenüber der APA und betonte den Einsatz des Landes als Vermittler. Sowohl mit MAN als auch mit der Green-Mobility-Gruppe sei Vertraulichkeit vereinbart worden. Es habe kurze Vorstellungsrunden gegeben. Im Juni gehe es weiter mit der nächsten Verhandlungsrunde mit dem Konzern zum Sozialplan. Wenn sich da wieder alles im Kreis drehe, kündigte Emler an, eine Feststellungsklage über die Rechtmäßigkeit des Standortsicherungsvertrag bzw. des darin enthaltenen Kündigungsverzichts einbringen zu wollen.

Kommentare (6)
Kommentieren
dieRealität2020
3
4
Lesenswert?

Wenn man die veröffentlichten Zahlen von MAN/VW kennt.

.
Muss man sich schon die berechtigte Frage stellen, mit welchen Produkten? Und Fertigung? Mit welchen Investitionen Höhe und von wo? Sollte die gleiche Arbeitnehmerzahl aufrechterhalten werden? Die Basis die Grundlage muss der Kauf des Werke sein.
.
MAN ist im Endeffekt egal wer kauft oder übernimmt, für sie ist es verständlicherweise entscheidend mit einem geringen Verlust abzuschließen.
.
Anstatt nach einer wirtschaftlichen kaufmännischen vertretbaren Lösung zu suchen, befürchte ich das die Tendenz wieder in Richtung staatlicher Finanzierung gehen wird. Millionen um Millionen werden dann hineingepumpt und zweistellige Millionenverluste geschrieben. Vermutlich werden die Erfahrungswerte mit der Verstaatlichten und den jahrzehntelangen Millionen Verluste zur Seite geschoben.
.
Hier wird es keinen Investor geben der Millionen auf gut Glück unter Beibehaltung der Arbeitnehmerschaft das Unternehmen mit anderen Produkten weiterführen wird. Daher war auch von MAN eine Präferenz zu Wolf.

Lodengrün
3
2
Lesenswert?

Ich weiß

nicht woher Sie die Zahlen nehmen um jetzt über ein traditionelles, bis auf ein Jahr, stets profitables Unternehmen und seiner Mitarbeiter so herzuziehen. Ein Herr Raidl greift keine Sachen an die nur seine Zeit rauben. Der neue VW Vorstand hat nur strategische Pläne in der die Gruppe MAN nicht vorkommt. Da werfen sie auch eine betriebliche Standortgarantie über den Haufen. Und was die staatliche Unterstützung betrifft können Sie unbesorgt sein. Herr Kurz greift dem Herrn Benko und den Betrieben von Herrn Mahrer unter die Arme, aber sicher nicht den Leuten von MAN.

mtttt
1
2
Lesenswert?

MAN

betrieb verlängerte Werkbank in Steyr. Mager für die geprügelte Ingenieursseele. Und leicht ersetzbar durch fleißige undgut ausgebildete Polen. Die EU Förderrichtlinie mit Milliarden kann leicht durch Slogans wie Green Energie (siehe Slogan der Bewerber) oder Digitalisierung angezapft werden. Keine Illusionen, perfekt angepasst der Aufhänger. Mal kein Benko dran. Heute sind 2 Bewerber dran -- Wolf und Green Mobility. Das ist Wettbewerb. Wird mehr bringen als PRW´s runder Tisch, um mit viel Staatsgeld für Jährchen Betriebsratseinfluss, verlängerte Werkbank und Bilanz der VW Gruppe zu retten.

mtttt
0
1
Lesenswert?

UPS

MAN Betrieb ist verlängerte Werkbank von VW in Steyr....

georgXV
3
3
Lesenswert?

MAN

die Schließung und Verlagerung des MAN-Werkes in Steyr steht LEIDER fest.
Jetzt geht es in erster Linie darum möglichst viele Arbeitsplätze in der Region Steyr zu erhalten.
Wie soll das geschehen ?
- in den vorhandenen Hallen und mit den vorhandenen Maschinen und Anlagen (dazu muß MAN bereit sein diese zu verkaufen),
- in den vorhandenen Hallen mit neuen Maschinen und Anlagen (das wird sicher einige Monate dauern bis eine neue Fertigung aufgebaut ist - was machen die MANler in der Zwischenzeit ?)
- in neuen Hallen und mit neuen Maschinen und Anlagen (das wird mindestens 1 Jahr / wahrscheinlich länger dauern bis es soweit ist - und die Mitarbeiter ?)
In jedem Falle würde ich eine Feststellungsklage bezüglich der einseitigen Kündigung des Standortsicherungsvertrages sehr befürworten, denn dann wissen ALLE was Sache ist und wie lange diese Verträge Bestand haben.
Warum haben Betriebsrat und Gewerkschaft noch immer NICHT diese Klage eingereicht ?

schadstoffarm
4
2
Lesenswert?

Dein Konzept wird

Auch etwas Kleingeld erfordern, falls es sich mit erspartem nicht ausgeht ist die raika vor Ort gerne behilflich.