Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Sorge um StandortIndustrie sendet den nächsten Weckruf aus

AVL-List, Magna, Miba AG: Schwergewichte der Fahrzeugbranche warnen vor zu hohen Belastungen, dem "öffentlichen Schlechtreden" des Autos und überzogenen Erwartungen an den Wandel. Auch zum MAN-Standort in Steyr bezieht die Industrie klar Stellung.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Österreichs Auto- und Zulieferindustrie beschäftigt mehr als 350.000 Menschen © Elmar Gubisch
 

Das Schicksal des MAN-Standortes in Steyr ist aktuell die Causa prima der österreichischen Fahrzeugindustrie. Der Konzern geht, wie er hartnäckig betont, „in Richtung Schließung“. Am Mittwoch wurde wieder über den Sozialplan verhandelt. Indes ist Investor Siegfried Wolf nach wie vor an der Übernahme interessiert.

Kommentare (33)
Kommentieren
huckg
6
6
Lesenswert?

Bei allem Respekt vor den Dinosauriern der Industrie

Kann es sein, dass z.b. ein Herr Apfalter, "der 1982 seine Diplomarbeit verfasst hat" seit beinahe 40 Jahren in der Autoindustrie tätig, lange Zeit in leitender Position, einen nicht ganz unvoreingenommene Blick auf die Zukunft unseres Planeten einnimmt? Menschen die im System "Wachstum" Karriere machten, die mit der Technik verwurzelt sind, die ihren gesamten Erfolg der "kostengünstigen" Energieform des Erdöls verdanken.
Nein dieser Lebensstil darf heute nicht mehr als Zukunftsleitbild gelten. Nicht bei den Erkenntnissen über die Auswirkungen der fossilen Energieformen auf unsere Umwelt. Wir müssen heute Umdenken und Lenker in Vereinen wie der IV sollte auch Mal an Kinder und Enkel denken.
Es ist Zeit für den Umbruch, auch für "die Wirtschaft". Wer das nicht kapieren will oder sich bewusst dagegen wehrt, begeht heute ein Verbrechen gegen die Menschheit. Dieses ist in den Auswirkungen schlimmer als die bisherigen in der Geschichte Europas.

Pablo63
9
7
Lesenswert?

Das Beharrungsvermögen und der Sturschädel

der Industrie-Verantwortlichen sind die eigentlichen Arbeitsplatz-Killer. Unsere Geschichtsbücher sind voll mit Kodaks, Nokias etc. Elektromobilität läuft und wird gerade weltweit hochskaliert, ob Österreich als Industriestandort dabei eine Rolle spielt wird in den nächsten zwei Jahren entschieden.

Liemo
1
14
Lesenswert?

CO2

Ich finde es immer wieder spannend, warum man glaubt, dass wir den Klimawandel bzw. der CO2 Ausstoss mit der Transformation der Individualverkehrs auf elektrische Fahrzeuge verringern können. Man braucht nur auf die Statistik der Verursacher des weltweiten CO2 Ausstosses schauen: 42% Elektrizitäts- und Wärmeerzeugung, 25% Transport, 19% Industrie, 6% Gebäude, 5% andere Industrie, 3% Dienstleistungen (quelle: https://de.statista.com/)
Von den 25% Transport ist nur ein kleinerer Teil der Individualverkehr, eine größerer Teil geht auf die Logistik und den Gütertransport.
Wenn wir schon auf den Transport losgehen, sollten wir ansetzen, darauf zu verzichten, Waren von der anderen Seite der Welt zu bestellen und regionaler danken, das hilft am meisten! Die riesen Kontainerschiffe und Transporter machen hier viel mehr aus! Aber wir zerstören mit dem ePKW-Denken gesamte Industriezweige und bewirken damit CO2-technisch nichts!

Pablo63
4
2
Lesenswert?

#whataboutism in Höchstform

Der Verbrennungsmotor, gleichgültig ob mit Erdöl oder sogenannten e-fuels ist ineffizient und einer der größten Klimakiller.

Amadeus005
42
13
Lesenswert?

Einfach eine ordentliche Energie und CO2 Steuer

10 ct auf eine kWh (egal ob elektrisch oder Fossil). Und dann noch 10 ct auf CO2. Dann kostet halt eine Fahrt mit dem e-VW die Hälfte als ein Verbrenner-Q7. Und Wien mit dem eGolf halt 90€ und mit dem Q7 halt 300€. Bahn kostet übrigens rund 50€.
Ach ja, Pendler und so: Wieso soll die Allgemeinheit dafür zahlen.

GustavoGans
1
3
Lesenswert?

Ach ja, Pendler und so

Wieso die Allgemeinheit zahlen soll?

Ja weil die Allgemeinheit auch die U-Bahnen, die Straßenbahnen und so weiter zahlt bzw. bezahlt hat. Weil die Allgemeinheit auch die Defizite der ÖBB zahlt.
Wieso soll die Allgemeinheit nur für Verkehrsmittel stützen die Sie benutzen. Der Autofahrer ist sowieso die Melkkuh der Nation.

Liemo
4
37
Lesenswert?

WOW!

Da scheint sich jemand bei Autos auszukennen... Toller Vergleich: eGolf und Q7, ist ja fast (?) die gleiche Fahrzeugklasse....

Amadeus005
19
8
Lesenswert?

Ja schon

Wird eine Q7 Fahrt halt das 3-fache kosten, weil unnötig viel Maße durch die Gegend bewegt und dazu noch sehr umweltschädlich.
E-Golf hat rund 50% der Maße und halt weniger CO2, wenn Strom aus Alternativenergien gewonnen wird.

Liemo
1
14
Lesenswert?

Ökostrom

und zu dem immer wieder aufkommenden Argument mit dem Ökostrom: bitte schau dir einfach mal an, in welchen Regionen der Erde die Mehrheit der Autos fahren und wie dort der Strom erzeugt wird. Und dann träum weiter....

Liemo
2
10
Lesenswert?

??

Ja eh, aber das macht den Vergleich ja nicht besser?! Da könnte man ja auch einen Q7 mit einem Verbrenner -Golf vergleichen und dann sagen, der Q7 ist böse, klar. Aber was willst du uns damit sagen? Dass ein großes Auto mehr verbraucht als ein Kleines? WOW! Nicht schlecht hergeleitet... ;-)

LacknerH
5
21
Lesenswert?

Masse statt Maße

Vielleicht kannst in deinem klugen Satz wenigstens Masse schreiben und nicht Maße (das nimmt man zB für Längenmaße)!
Und deine E-Autos sind ja so umweltfreundlich, bei der Herstellung braucht man "nur" seltene Erden und wie wir diese entsorgen, wissen wir noch gar nicht. Und frag mal einen Feuerwehrmann, was der dazu sagt, wenn so eine Kiste brennt. In manche Tiefgaragen darfst gar nicht mehr einfahren, wie früher mit den Gasautos.

Amadeus005
16
2
Lesenswert?

Generell wäre ich ja eh nur für Öffis

Tut halt weh zu lesen, dass ein SUV mehr Kosten auf die Allgemeinheit abwälzt als Öffis, oder ein kleines Auto. Das hat mit e-Auto noch nicht viel zu tun. Ein 1000 kg 5-Sitzer ist immer umweltfreundlicher als ein 2000 lg 5-Sitzer.

jgriesauer
6
19
Lesenswert?

Bevor ...

.... man eine wenig umweltfreundliche Technologie krampfhaft einzuführen versucht, sollte man andere Dinge vorher andenken die nichts kosten, gleichzeitig weniger Unfälle/Lärm bedeuten würden und man Zeit gewinnen könnte um weiter forschen zu können (das reinen Batterieauto kann ja wohl nicht der Weisheit letzter Schluss sein) :

Zitat "Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH" (30.03.2020):

Nach Angaben des Umweltbundesamts könnte der CO2-Ausstoß durch ein generelles Tempolimit auf Autobahnen wirksam vermindert werden. Bei einem Höchsttempo von 120 km/h wären im Jahr 6,6 Prozent CO2-Einsparungen möglich.

In den USA fährt man in den meisten Staaten max. 105 km/h bis 113 km/h (in manchen Staaten nur 97 km/h). Selbst in diesem riesen Land funktioniert das. Warum sollte es bei uns nicht klappen.

Warum man bei uns diese Möglichkeit der CO2 Reduktion seit Jahren ignoriert ist mir unverständlich. Seit 1990 steigen die CO2 Werte in AT um das 3fache im EU Vergleich. (VCÖ Wien, 27. November 2019).

21 Jahre hat man - was den Verkehr betrifft - nutzlos verstreichen lassen und jetzt regiert die Panik und tauscht ein Problem gegen ein anderes Problem (Abbau der Batterierohstoffe, Stromerzeugung, ...)

Vielleicht liege ich ja völlig falsch aber so empfinde ich die Situation.

walter1955
6
27
Lesenswert?

ganz einfach gesagt

es gibt einfach zu viele Menschen auf Mutter Erde(so hart es auch klingt)
das wird unser Planet nicht vertragen

Reipsi
9
10
Lesenswert?

Bei uns

net !

dude
30
52
Lesenswert?

„Uns (die Fahrzeugindustrie) als Ökosünder hinzustellen," sagt der IV-Chef,

„... ist volkswirtschaftlich verantwortungslos. Wir sind nicht Bremser, sondern Treiber der Innovation“

Was hat Ökosünder mit Bremser zu tun? Überhaupt nichts! Und ein Innovationstreiber ist nicht automatisch ein nachhaltiger Ökologe!
Wenn ein 2-tonnen Fahrzeug, mit 1,8m Breite, 1,8m Höhe und 5m Länge einen 75kg Mensch mit Laptop-Tasche transportiert ist das weder innovativ, noch ökologisch. Dabei ist völlig egal, ob dieses Fahrzeug mit E-Motor, Wasserstof,f Bio-Diesel oder sonst etwas fährt oder gar autonom unterwegs ist!

Innovation wäre, mit möglichst wenig Fahrzeugen, die obendrein noch klein, leicht, leise und energieeffizient sind, möglichst vielen Menschen ihre benötigte Mobilität zu gewährleisten!

Reipsi
10
17
Lesenswert?

Am besten

Zwei Ochsen mit an Leiterwagerl, braucht holt 1 Woche nach Wien, aber was hat er in Wien zu tun, soll daheim bleiben .

dude
5
4
Lesenswert?

Finden Sie das innovativ, lieber Reipsi?

Ich nicht!

Landbomeranze
3
86
Lesenswert?

Unökologisch ist auch, wenn Radieschen aus Spanien

nach Österreich gekarrt werden, damit sie in den Supermärkten billiger sind, als inländische. Gleiches gilt für Elektronik, Fahrradln usw. usw. aus China oder Indien, Fleisch, Soja oder Palmöl aus Übersee usw. usw. Innovation wäre, möglichst alles ohne lange Transportwege bei uns zu produzieren, auch wenn es dafür etwas mehr kostet, die Supermärkte oder Elektronikriesen etwas weniger Gewinne machten und die Arbeiterkammer nicht die Weltmarktpreise am Hamburger Spotmarkt mit jenen bei uns vergleicht, um Preisdruck in der Öffentlichkeit zu erzeugen. Sämtliche Transitrouten wären stark entlastet, die schwerölbetriebenen Superkähne wären weit weniger und würden die Weltmeere nicht mehr so versauen und die steuerbegünstigten Frachtenflugzeuge würden weniger Flugbenzin in die Athmosphäre pulvern. Allrdings gilt dann "small is beautyful" und nicht mehr Globalisierung um jeden Preis.

Pablo63
3
1
Lesenswert?

Klassischer Fall von #whataboutism

Warum soviel Text ohne Inhalt?

DergeerderteSteirer
1
17
Lesenswert?

Dem Kommentar @Landbomeranze, ................

stimme ich vollinhaltlich zu !!

dude
2
20
Lesenswert?

Absolut richtig, Landbomeranze!

Ich wollte in meinem Posting nur auf den obigen Beitrag und den Aufschrei der IV und der Fahrzeugindustrie eingehen. In Ihrer ganzheitlichen Betrachtung stimme ich Ihnen aber bei jedem Ihrer Worte zu!

10solach
10
65
Lesenswert?

Klar ist,

die Region Graz/Graz Umgebung lebt von der Automobilindustrie…

nasowasaberauch
20
25
Lesenswert?

Und das so alternativenlos weiter zu führen...

Ist Wahnsinn.

Graz braucht weitere Schwerpunkte.

Landbomeranze
7
36
Lesenswert?

Dafür ist jetzt keine Zeit,

die Politik ist derzeit im U-Ausschussmodus.

andrea84
7
11
Lesenswert?

Opposition hat Wichtigeres

Für die Opposition ist es viel wichtiger Kurz abzuschießen, als sich hier um einige Arbeitsplätze in der Autoindustriezu kümmern.
Dann sind sie an der Macht und können ungehindert die Posten verteilen

 
Kommentare 1-26 von 33