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Tag der EntscheidungKommt Wolf in Steyr zum Zug? MAN-Belegschaft stimmt heute ab

Hochspannung in Steyr: Heute entscheidet die Belegschaft des MAN-Werks über den Übernahmeplan von Siegfried Wolf. Das Ergebnis wird aber wohl erst am Donnerstag veröffentlicht.

Siegfried Wolf im MAN-Werk in Steyr
Siegfried Wolf im MAN-Werk in Steyr © (c) APA/WERNER KERSCHBAUMMAYR (WERNER KERSCHBAUMMAYR)
 

Die Spannung rund um die Zukunft des MAN-Werks in Steyr erreicht heute einen neuen Höhepunkt. Die fast 1900 Mitarbeiter der Stammbelegschaft entscheiden am heutigen Mittwoch in einer geheimen Urabstimmung darüber, ob das Übernahmeangebot von Siegfried Wolf angenommen wird. Das Ergebnis soll am 8. April veröffentlicht werden. 

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dieRealität2020
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Anscheiend hat hier niemand die Sache selbst erörtert?

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Was ich nirgends erwähnt finde. Ein Verkauf von MAN zu WOLF kann nicht von der Gewerkschaft noch von der Belegschaft verhindert werden. Tatsache ist hier vielmehr, dass MAN und WOLF einen menschlichen Weg für die Betriebsübernahme finden möchten. Dabei möchte er ein durch ein Gesetz geregelte Übernahme über eine begründete kostengünstige Übernahme durchführen, daher diese Belegschaftsversammlung.
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Dieses Gesetz schreibt vor das bei einer freien Betriebsübernahme kein Konkurs noch Ausgleich, der Übernehmer die komplette Belegschaft mit allen Leistungsansprüchen übernehmen muss. Das ist der Terminus, auf den die Gewerkschaft pocht und damit rechnet. Selbstverständlich kann der neue Besitzer unter Einhalt des gesetzlich legitimen Entgeltanspruches der Mitarbeiter diejenigen Mitarbeiter die er nach der Übernahme nicht mehr benötigt kündigen. Das ist weitab von der Realität entfernt und für Wolf und jede Art von vergleichbaren Betriebsübernahmen verständlicherweise nicht tragbar.
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Na ja die neunmalklugen theoretischen Besserwisser, die nie als Selbstständige mit eigenem Risiko und kaufmännischer Sorgfaltspflicht gearbeitet haben wissen halt alles besser. Darum sind sie ja auch in staatlichen Gebietskörperschaften.

dieRealität2020
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Einen Nachsatz möchte ich noch anfügen.

Der jetzige Weg ist der für einen Übernehmer unter Anwendung der kaufmännischen Sorgfaltspflicht der kostengünstigste Weg den auch MAN und WOLF versuchen.
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Eine Übernahme wird nur dann stattfinden, wenn die Bedingungen von Wolf erfüllt werden können. Hier gehts dann um Millionen von Euro Arbeitnehmer Ansprüche die in späteren Jahren erst außerhalb des Kaufpreises verdient werden müssen.
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Das ist einfach eine kaufmännische Sorgfaltspflicht eines Unternehmers. Die Schlüsselposition liegt bei MAN. Normale Schließung (alternativ Ausgleich Konkurs) was MAN voraussichtlich nicht machen wird und Freisetzung aller Mitarbeiter die dann vorübergehend ins Sozialnetz gehen müssen. Dann ist auch die vorgesehene Weiterführung und Erhaltung von 1.250 Arbeitsplätzen kein Thema mehr.
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Die grundsätzliche Frage stellt sich den ausscheidenden und weiter im Betrieb verbleibenden Arbeitnehmer. Für die verbleibenden kann ich mit den Einschränkungen leben, für die ausscheidenden, kann ich, im und über das Sozialen Netz mein Zukunft neu gestalten?
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Bedauerlich und beschissen für die Arbeitnehmer, nur wenn wir uns weltweit und auch in Österreich umblicken, es sind eben immer die Veränderungen im Wirtschaftsgefüge die zu solchen Umdenkprozessen auch für Arbeitnehmer führen.

Laser19
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Seitens der Belegschaftsvertretung gibt es zwar keine Empfehlung...

Wer einen Vertrag nicht unterschreibt, hat sich dagegen entschieden.

8230HB
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Arbeitsplätze erhalten

Ich habe selbst einen grossen Mitarbeiter Abbau erlebt. Ich kann mur sagen, wenn es eine Chance gibt, das Werk und über tausend Arbeitsplätze zu retten. Dann muss man diese nützen. Denn eines muss allen klar sein, in der Arbeitslosigkeit verliert man viel mehr Prozente und in Zeiten wie diesen wachsen Arbeitsplätze nicht auf Bäumen.

dieRealität2020
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Dem kann ich nur zustimmen.

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Dafür haben wir auch in Österreich ein starkes Sozialnetz. Für das alle Österreicher ihren Anteil leisten und im Bedarfsfalle zurückgreifen können.
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Die fortschreitende Zeit führt zu immer mehr Umdenkprozessen für Arbeitnehmer aber auch für Arbeitgeber. Der Fehler ist, wenn Menschen sich an fortlaufenden Gewohnheiten durch Jahrzehnte gewöhnen und denken, dass sie ihren Lebensabend aussitzen können. Das trifft auf alle gesellschaftspolitischen Schichten zu.

gerkon63
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Na bravo,

die roten Gewerkschafter nicht also nicht dafür, Arbeitsplätze zu erhalten und auch nicht dagegen, das Werk zu schließen! Also sind sie eigentlich eh für NIX😀

gerkon63
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Sorry

...sind....