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AnalyseDer Übernahmeplan: So soll Steyr zu Wolfs Revier werden

Siegfried Wolf will das MAN-Werk in Steyr retten und 1250 der knapp 2000 Jobs sichern. Aus „Betroffenen“ sollen „Beteiligte“ werden. Die Rückendeckung des Aufsichtsrats hat er, das letzte Wort hat aber die Belegschaft.

 

Der Bogen spannt sich von der weiten Weltpolitik bis in die weitverzweigten Winkel der Lokalpolitik. Und im Mittelpunkt stehen eine schicksalhafte Entscheidung für eine gesamte Industrieregion sowie schillernde Figuren der heimischen Wirtschaftsszene. Aber der Reihe nach. Seit im September des Vorjahres bekannt wurde, dass der Münchner Lastwagenbauer MAN ein Sparprogramm auf Schiene bringt, das auch den Standort Steyr mit seinen 2300 Beschäftigten als gesamtes infrage stellt, ist die Betroffenheit – weit über Oberösterreich hinaus – groß. Zumal sich längst bestätigt hat, dass MAN die Schließung bis 2023 durchziehen wird. Was aber nicht bedeuten soll, dass der Standort – außerhalb des MAN-Universums – keine Zukunft haben soll.

Kommentare (8)
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scionescio
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„Friss oder stirb“ scheint da die Methode zu sein...

... weniger Lohn für die Arbeiter, damit er noch reicher wird - und damit das ganz sicher passiert, dürfen die Österreicher über die staatlichen Förderungen noch ihren Beitrag dazu leisten - als Du-Freund Putins kann man sich offensichtlich einiges von den Methoden des Diktators abschauen.

Die Götterdämmerung des Kriegstreibers zeichnet sich immer deutlicher ab und auch Joe Biden geht demonstrativ auf Konfrontationskurs zu Putin („Killer“) - da ist es absehbar, dass die Putinfreunde bald ganz schlechte Karten haben werden ... und deshalb jetzt noch schnell ihre Schäfchen ins Trockene bringen wollen.

Wenn ich etwas zu verkaufen habe und zwei Interessenten habe: aus welchem Grund sollte ich den mit dem besseren Angebot einfach ausscheiden und nur mit dem mit dem schlechteren Angebot verhandeln?

Da stinkt wieder einmal was gewaltig- und ausbaden müssen es wie immer die Kleinen!

MG1977
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Ist es ihnen lieber,

Das Werk komplett zu schließen? Genau das ist der Grund warum viele Konzerne sich aus Österreich zurückgezogen haben. Bevor wir auf einen Teil des Lohnes verzichten gehen wir lieber stempeln. Die Gewerkschaft ist der größte Jobvernichter in Österreich.

petera
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Mit Lohnverzicht rettet man keinen Betrieb

Es geht in unseren Breiten nur mit hoher Qualifikation und Innovation.

Balrog206
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Ja

Du hast aber in einem Land nicht nur Ing mag Dr Prof !!!! Man braucht auch jede Menge Arbeitsplätze für normal ausgebildete oder weniger gebildete Menschen ! ( Arbeit am Band )

scionescio
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@MG1977: Wo habe ich behauptet, dass es mir lieber ist, wenn das Werk geschlossen wird?

Ich stelle mir nur die Frage, was da wieder im Hintergrund läuft, wenn mit dem Käufer mit dem besseren Angebot gar nicht verhandelt wird und von vornherein nur der Freund eines Kriegstreibers und Diktators (mit einem großen Ablaufpickerl auf der Stirn) mit einem schlechten Angebot auf dem Rücken der Belegschaft zum Zug kommt.

Geom38
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Kann mich noch

an eine Exkursion dorthin erinnern. War irgendwann Ende der 70er. Damals war's völlig unvorstellbar, dass irgendwann auch nur darüber diskutiert werden könnte dieses Werk mal zu schließen. In der einen oder anderen Art und Weise hängt ja die halbe Region dran, zumindest war's damals noch so. Folglich sollte auch alles getan werden, dass dieses Werk in irgendeiner Form erhalten bleibt.

natchen
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Hoffe

nur das der Betriebrat nicht wieder den Einschnitt macht und die Leute dann auf der Straße geblieben sind. Ein Job mit etwas weniger Lohn ist allemal besser als zur AMS zu wandern. Das Problem ist ja immer die Gewerkschaft, den die Löhne der Metaller werden immer wieder ordentlich angehoben, dadurch sind jene meist Spitzenverdiener und wirtschaftlich oft nicht tragbar.

Alfa166
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Ja und würde es weder Gewerkschaft noch Betriebsrat geben,

Würde auch kein Mindestlohn gezahlt, würden keine adäquaten Ruhepause oder Arbeitszeiten eingehalten, gäbe es kein 13. +14. Gehalt usw. Immer nur das negative sehen hilft auch nichts die Gewerkschaft hat schon ihre Berechtigung.