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Hygiene AustriaFirmenchef Wieser über gefälschte Tests, Leiharbeit und die Qualität der China-Masken

Die Staatsanwaltschaft ermittelt, der Partner zog sich zurück, in den Medien überschlagen sich die Gerüchte: Im Gespräch mit der "Kleinen Zeitung" spricht Hygiene-Austria-Chef Tino Wieser über die Vorwürfe und warum er sich zu Unrecht verfolgt fühlt.

INTERVIEW: TINO WIESER
© APA/HANS PUNZ
 

Die Lenzing AG hat sich aus Ihrer gemeinsamen Firma zurückgezogen. Wann kam es zum Bruch mit Ihrem Co-Geschäftsführer Stefan Trubrich?
TINO WIESER: Gar nicht. Er darf aber nicht mehr mit mir reden. Ich weiß nicht, was in die Lenzing gefahren ist. Man hat mir angekündigt, dass sich in Kürze jemand bei mir meldet.

Kommentare (14)
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rouge
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Versucht

natürlich seine Haut zu retten und bekommt hier die Plattform.

Landbomeranze
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Alles vergessen!!!!!!!!

Die Hygiene Austria ist aus dem Nichts entstanden. Politiker, Österreicher/Innen und Gesundheitspersonal hechelten nach FFP2 Masken. Dumm war es nur für die, die anfags FFP2 Masken um 3-15 Euro je Stück verkauft haben. Deren Geschäftsmodell wurde zweifellos gestört, als Betriebe wie Hygiene Austria versuchten, dem massiven Maskenmangel den Kampf anzusagen. Hätten sie nicht tun sollen und die Masken ins Ausland verkaufen sollen, das deren eigene Produktionen und die ersten Chinaimporte an Österreichs Grenzen stoppte, wie z:B. Deutschland. Maskenmangel, Exportsperren von Produktionsländern, Konfiskate an den österr. Grenzen, alles vergessen heute, wo kein Mangel mehr herrscht. Ebenso vergesssen wie die Versprechen an jene, die in der Pandemie anfangs in vorderster Front gestanden sind, sich krumm gerbeitet haben und sich Hoffnung auch auf finanzielle Anerkennung machten. Denen zeigen heute die Guten wie die Bösen den berühmten Finger. Wenn die Masken in Ordnung waren, keine Schwarzarbeiter beschäftigt wurden und das Geld nicht von Schwarzgeldkonten kam, dann hat Wieser nur das Pech, dass eine Angestellte im Kanzleramt ein Naheverhältnis zu einem der Gesellschafter aufweist und da fällt mir halt nur ein, man schlägt den Sack und meint den Kanzler.

55plus
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Wieso kostet eine Maske 5 Euro ?

Also bei 4000 Euro für einen Karton mit 800 Stk. Die 5 Euro bezahlt die Bundesregierung.
Gleichwertige Masken kann man zum "Selbstkostenpreis" also ohne Handelsaufschlag um 59 Cent herstellen bzw verkaufen..
Also 50 Euro Ausgaben für die 10 Masken für alle über 65 .... die Versendung hat dann auch sicher noch 20 Euro gekostet ;-) mit golden super premium Versand ;-)
und keiner hat da was mitverdient. nein.

joektn
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Verkalkuliert

Ganz einfach - man hat sich verkalkuliert und den Auftrag massiv unterschätzt weshalb es dann zu Ungereimtheiten kam. Den Auftrag zurücklegen hätte vermutlich ein Vertragsverletzungsverfahren nach sich gezogen und wäre mir hohen Kosten verbunden gewesen. Jedenfalls passieren immer massive Fehler auf Kosten der Qualität und des Personals, wenn man utopische Mengen produzieren soll die man realistisch gesehen gar nicht herstellen kann. Da hätte sich auch der Auftraggeber vergewissern müssen ob das die Firma überhaupt schafft.
Leiharbeiter die 30 Euro pro Stunde bekommen, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Die Leiharbeitsfirma soll ja auch was verdienen und zwickt da schon einen beachtlichen Teil weg...

scionescio
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Da haben die alten Connections nach Graz sicher geholfen, um so eine Bühne für den Auftritt als Unschuldslamm zu bekommen ...

... man kann nur hoffen, dass trotzdem alles restlos aufgeklärt wird und er bekommt, was ihm zusteht.

Landbomeranze
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Dann lesens den Standard

Doppelt so viel Information in Form eines langen Interviews. Wenn alles stimmt was Wieser dort sagt,
dann sind die Masken sicher, es wurden keine Schwarzarbeiter beschäftigt, das Geld für die Bezahlung der Lieferung ist sauber. Übrig bliebe lediglich, dass er einem Bruchteil der verkauften Ware, die nicht in Österreich hergestellt wurde, ein österr. Profil verlieh. Das geschieht übrigens täglich in vielen, vielen Firmen in Österreich. Da werden chinesische Chips und was weiß ich, in heimische Elektronikgeräte eingebaut und das einzige was heimischer Herkunft ist, ist der Name auf der Rechnung. Gut es steht am Gerät Made in Taiwan, China, Indien usw. Das stand auf den importierten Masken nicht.

scionescio
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@Pomeranze: "Wenn alles stimmt was Wieser dort sagt"

Genau das ist der Knackpunkt ... ich persönlich sehe nicht einmal einen Anhaltspunkt, warum ich ihm auch nur irgendwas von seiner rührseligen Story abkaufen sollte.

Landbomeranze
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Geht doch nur darum auf einem Umweg Kurz anzupatzen!

Wäre da nicht die Frau eines Mitgesellschafters im Kanzleramt beschäftigt, dann wäre das keine Story, sondern Falter und co einen Zweizeiler wert und dem ORF nicht einmal eine Erwähnung in den Kurzmeldungen. So schaut´s aus.

steirischemitzi
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hm..

... könnte einem fast leid tun.. der arme herr wieser.

griesbocha
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Ja, alles was er wollte war nur Masken produzieren ...

... und damit Leben retten...

Landmarkt1
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Hat er so nicht gesagt

er gibt ja zu, dass er Geschäftsmann ist, und auch Geld verdienen möchte. Wer will das nicht? Für mich klingen seine Schilderungen zu einem guten Teil plausibel und authenthisch

glashaus
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Da brauchts

aber eine extrem türkiese (Partei) brille.

Brauchealles
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der arme herr wieser.

Kann mir nicht vorstellen,dass Lenzing diese durchsichtige Verantwortung unkommentiert lässt.

Pelikan22
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Wenns auch dreimal gebracht wird ...

es wird nicht plausibler!