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Galeria Karstadt KaufhofEntscheidung naht: Staatshilfe für Benkos Warenhaus-Imperium?

Die deutsche Bundesregierung verhandelt mit dem angeschlagenen Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof des Tiroler Investors Rene Benko über Staatshilfen. Entscheidung könnte am Mittwoch fallen.

© (c) AP (Martin Meissner)
 

Wie die Deutsche Presse-Agentur von Insidern erfuhr, geht es um ein Darlehen bis zu einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag. Eine Entscheidung könnte am Mittwoch in einer Sitzung des Ausschusses des Wirtschaftsstabilisierungsfonds fallen. In diesem sitzen Vertreter von mehreren deutschen Ministerien.

Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet, Galeria Karstadt Kaufhof habe sich mit der Regierung in Berlin grundsätzlich auf einen Staatskredit in Höhe von bis zu mehreren Hundert Millionen Euro geeinigt, um das Unternehmen bis Ostern durchzufinanzieren. Der Deal sei aber noch nicht final bewilligt, die Details würden noch verhandelt.

Die deutsche Bundesregierung hatte den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) im März 2020 gegründet, um in der Coronakrise große Unternehmen mit Garantien und Kapitalhilfen zu unterstützen und Arbeitsplätze zu erhalten. Vereinbart wurden bereits zum Beispiel ein milliardenschweres Rettungspaket für die Lufthansa sowie Hilfen für den Reisekonzern TUI.

Erst Ende September Insolvenzverfahren abgeschlossen

Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) hatte erst Ende September vergangenen Jahres ein Insolvenzverfahren abgeschlossen. Es sollte dem letzten verbliebenen deutschen Warenhauskonzern eigentlich durch die Schließung von mehr als 40 Filialen, den Abbau von rund 4000 Stellen und die Streichung von mehr als zwei Milliarden Euro Schulden einen Neustart ermöglichen. Doch machte der zweite Lockdown wohl einen Strich durch die Rechnung.

Der Konzern selbst hält sich zwar bedeckt, was die aktuelle Situation angeht. Doch warnte der GKK-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Jürgen Ettl erst vor wenigen Tagen im Gespräch mit der "Lebensmittel Zeitung": "Aktuell zehren die Fixkosten die Reserven auf. Da lässt sich ganz einfach ausrechnen, wie lange wir einen Lockdown überstehen würden."

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Danke für Ihr Verständnis.

scionescio
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Der gute Mann ist erst 2014 wegen Korruption verurteilt worden und stellt sich gerade in Igls eine sauteure Villa hin (nachdem das Schloss plötzlich nicht mehr denkmalswürdig war und geschliffen werden durfte ...) ...

... aber wer so gute Freunde wie den Herrn Kurz hat, der sogar für ihn über die Weihnachtsfeiertage ein Bezirksgericht aufsperren ließ, damit er noch schnell um 60 Mio den Leiner in der Mariahilferstraße kaufen und ins Grundbuch eintragen hat lassen können (obwohl auch ein anderes Angebot um 90 Mio vorgelegen wäre ...), braucht sich ums Geld keine Sorgen machen.
Seit ihm die Kronenzeitung gehört, werden ihm von den Politikern alle Wünsche von den Lippen abgelesen - und wenn er sich wo gewaltigt verzockt hat (zB Chrysler Building), dann wachelt er in Österreich und Deutschland mit den Arbeitsplätzen und bekommt dann Hunderte Steuermillionen nachgeworfen.
Jeder, der sich mit harter Arbeit seinen Lebenunterhalt verdient, muss sich eigentlich fragen, ob er wirklich alles richtig macht ....

Hapi67
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Rene Benko

und sein Firmengeflecht ist mittlerweile so komplex, dass es nicht mehr vollständig erfasst werden kann. Dazu hat sich der gute Mann seit seiner Verurteilung 2014 aus den Verantwortlichen Positionen zurückgezogen und sich im Falle eines Knalls der persönlichen finanziellen Verantwortung entzogen. Interessant sein aktueller Hauptumsetzer in 3 Firmengeflechten, der ausrangierte Gusenbauer, bei Geld endet für manchen auch die Ideologie.
Ist sicher vieles der Mann, aber auch nicht dumm.
Aufarbeitung nach einem Crash wäre ein Grasser 2.0.
Krone besitzt er noch nicht, 50% über Funke-Anteile, aber durch das Vorrecht der Dichand-Gruppe mit 50% +Entscheidungsträgern in den Redaktionen gibt Dichand aktuell die Themen vor und der erbitterte Rechtsstreit über die Führung ist nach derzeitigen Stand mit Nase vor für Dichand.
Dichand Senior hat zu Lebzeiten ja selbst gesagt, dass er die letzten 6 sozialistischen Kanzler unterstützt hat.
Könnte man noch seitenlang ausführen und trotzdem nicht vollständig erfassen.
Sorgen uns Geld hat er wahrscheinlich mehr als wir, wenn auch in anderer Form als wir.

oetti68
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Ah geh

Najo irgendwie muss er ja seinen Reichtum schützen.
Aber er ist doch da nicht alleine gibts doch genug die das so handhaben.
Solange es rechtlich möglich ist würde es jeder so machen.
Rettet die Wale ah ja und Butter für Grönland

dude
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Nichts anderes sagte ich, Ötti!

Immer das gleiche Spiel! Und alle spielen brav mit und hofieren die "tüchtigen" Investoren!

dude
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Gewinne privatisieren und Verluste verstaatlichen!

Immer das gleiche Spiel! Und alle spielen brav mit und hofieren die "tüchtigen" Investoren!