Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Galeria Karstadt Kaufhof Gläubiger stimmen zu: Benkos Warenhaus-Imperium gerettet

Die Gläubigerversammlung von Galeria Karstadt Kaufhof hat dem Insolvenzplan zur Rettung der letzten großen deutschen Warenhauskette zugestimmt. Die Kette steht im Eigentum des Tiroler Immobilieninvestors Rene Benko.

Warenhausfilialen
Warenhausfilialen © (c) APA/dpa/Marius Becker (Marius Becker)
 

Deutschlands letzte große Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) bekommt noch eine Chance. Die Gläubigerversammlung des Warenhauskonzerns stimmte am Dienstag dem von der Unternehmensführung unter Aufsicht des Sachwalters Frank Kebekus erarbeiteten Insolvenzplan zur Rettung des Traditionsunternehmens, das sich im Besitz des Tiroler Immobilien-Investors Rene Benko befindet, zu.

"Heute ist auf der Gläubigerversammlung in Essen die Zustimmung zu dem Insolvenzplan für unser Unternehmen Galeria Karstadt Kaufhof erfolgt", teilte Galeria-Chef Miguel Müllenbach am Dienstag in einem Brief an die Mitarbeiter mit. "Damit ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg aus der (..) Insolvenz erreicht worden", hieß es weiter. "Der heutige Tag ist der Startschuss für einen Neuanfang, denn unser Unternehmen hat jetzt wieder eine gesunde Basis und die Aussicht auf eine sichere Zukunft."

5000 Arbeitsplätze und 46 Filialen fallen weg

Bei dem Warenhausriesen werden laut der deutschen Gewerkschaft Verdi wohl mehr als 5000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren, 46 Filialen stehen vor dem endgültigen Aus. Bisher gab es 172 Karstadt- und Kaufhof-Filialen in Deutschland.

Das Insolvenzfahren soll nach den Plänen der Unternehmensführung noch in diesem Monat abgeschlossen werden. Der Warenhausriese könne sich dann voraussichtlich schon im Oktober wieder ohne insolvenzrechtliche Einschränkungen und schuldenfrei dem Wettbewerb um die Kunden stellen, betonte Müllenbach. "Wir werden dann stärker und besser aufgestellt sein als vor der Coronakrise, die voraussichtlich schon im Herbst noch einige Unternehmen in Schieflage bringen wird, die sich, anders als wir, hoch verschuldet haben."

Für die Gläubiger bedeutet der Schritt allerdings den Verzicht auf einen Großteil des Geldes, das ihnen der Warenhauskonzern noch schuldet. Insgesamt müssen die Lieferanten, Vermieter und sonstigen Gläubiger nach dpa-Informationen auf mehr als zwei Milliarden Euro verzichten.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

blackpanther
4
22
Lesenswert?

Benko der Milliardär

und hochgejubelte Investor bringt Gläubiger um viel Geld und wird gerettet??? Und als toller Investor gehypt? Verteilt er seine Gewinne auch an seine Gläubiger oder nur seine Verluste?

SoundofThunder
1
0
Lesenswert?

🤔

Die Verluste übernimmt der Steuerzahler doch gerne 😉

blackpanther
3
16
Lesenswert?

Zusatz

und trotzdem vernichtet er 5000 Arbeitsplätze...

nuramrande
0
4
Lesenswert?

Frechheit siegt

Ist schon ein starkes Stück, wenn der Chef sagt, wir werden stärker aus der Krise hervorgehen als wir vorher waren. Und dabei nicht erwähnt, dass die Gläubiger um 2 Milliarden umfallen und 5000 Menschen ihre Arbeit verlieren.
Allerdings leider auch ein sehr gutes Beispiel, wer die Coronagewinner sein werden. Immer die Großen. So geht es munter weiter mit der Umverteilung von arm zu reich.

dude
3
35
Lesenswert?

Altbekanntes Spiel der Investoren:

Schulden und Verluste sozialisieren und Gewinne privatisieren!
Es ist mir unerklärlich, warum dabei immer ALLE mitspielen und diesen Herren Benco und Co überall der rote Teppich ausgerollt wird!

walter1955
6
38
Lesenswert?

und da soll

man auf benko stolz sein ?
nicht besser als kovac