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Galeria Karstadt KaufhofGläubiger entscheiden über Zukunft von Benkos Warenhaus-Riesen

Warenhauskonzern von Investor Rene Benko durch Corona-Lockdown in tiefe Krise gerutscht. Bei Gläubigertreffen wird am Dienstag über den Insolvenzplan abgestimmt. Annahme des Insolvenzplans gilt als wahrscheinlich.

Karstadt und Galeria Kaufhof
Karstadt und Galeria Kaufhof © (c) APA/dpa/Marius Becker (Marius Becker)
 

Die Gläubiger des deutschen Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof stellen am Dienstag in Essen die Weichen für die Zukunft des ums Überleben kämpfenden Traditionsunternehmens. Wichtigster Punkt auf der Tagesordnung des Gläubigertreffens ist die Abstimmung über den von der Unternehmensführung ausgearbeiteten Insolvenzplan, der den Weg zu einer Gesundung des Warenhausriesen weisen soll.

Medienberichten zufolge verlangt die Unternehmensführung darin von Vermietern, Lieferanten und anderen Gläubigern, auf einen Großteil ihrer Forderungen an den Warenhauskonzern zu verrichten, um dem Konzern einen Neuanfang zu ermöglichen. Insgesamt soll es um über zwei Milliarden Euro gehen. Außerdem sieht der Plan die Schließung von mehr als 40 Warenhäusern und zahlreichen Karstadt-Sports-Filialen vor.

Annahme des Insolvenzplans als wahrscheinlich

Trotz aller Härten gilt die Annahme des Insolvenzplans als wahrscheinlich. Denn so können die Gläubiger hoffen, zumindest noch einen kleinen Teil ihres Geldes zurückzuerhalten. Bei einer Ablehnung des Insolvenzplans droht dagegen nach Einschätzung von Insolvenzexperten das Aus für den Konzern und damit möglicherweise ein Totalverlust der Forderungen.

Der Warenhauskonzern der österreichischen Signa-Gruppe um Investor Rene Benko war durch die coronabedingte Schließung aller Filialen in eine schwere Krise geraten und hatte Anfang April Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen müssen. Das Unternehmen berichtete damals, es erwarte allein in diesem Jahr durch Corona einen Umsatzverlust von einer Milliarde Euro.

Mitte Juni kündigte der Warenhausriese dann an, im Rahmen seiner Sanierungspläne insgesamt 62 der 172 Warenhäuser schließen zu wollen. Dank der Zugeständnisse von Vermietern und Hilfen von Kommunen gelang es seitdem aber noch einmal die Zahl der Schließungsfilialen spürbar zu reduzieren. Durch den Sanierungsplan erhofft sich Galeria Karstadt Kaufhof, innerhalb weniger Jahre in die schwarzen Zahlen zurückkehren zu können.

Kommentare (4)

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femoli
1
15
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In Krisenzeiten...

...stellt sich eben sehr oft heraus wie gut bzw. schlecht ein Unternehmen aufgestellt ist.

Bzw. beim Herrn Benko denke ich dass er „Corona“ sehr wahrscheinlich als Deckmantel zur „Bereinigung“ heran zieht.

Die Lieferanten werden/sollten sich künftig doppelt und dreifach überlegen mit wem sie (besser keine) Geschäfte machen...

Nixalsverdruss
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23
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Da nimmt sich der Maxi einen Kredit auf ...

... kauft sich damit ein Haus, vielleicht eine Wohnung oder auch mehrere Wohnungen.
Finanziert wird das zu 90 % mit Fremdkapital - und siehe da, aufgrund einer Krise kann der Maxi seinen Kredit nicht mehr zurückzahlen.
Bevor die Bank jedoch auf das Privatkapital vom Maxi zurückgreift wird über einen Finanzierungsplan, einen Krisenplan, etc. diskutiert.
Lange Rede - kurzer Sinn: Der Maxi ist seine Wohnungen los, weil die Bank sie eingesaugt hat - der Benko bekommt wieder einen Haufen geschenkt und kann sein Privattascherl um Millionen auffetten!
Gerecht ist das nicht!

Lodengrün
1
4
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Ja

da wird jedes kaufmännische Risiko ausgeschaltet. Da haben es die AN nicht so leicht dieser Tage. Die von den zu schließenden Filialen wird wohl nur die Straße bleiben. Oder verkauft Benko eins seiner beiden Flugzeuge. 3. reichster Österreicher,

Tingel
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Tja

vorbei die Zeiten als Kunde noch Ware angreifen wollte. Heute wird bestellt, sich über das verloren gegangene Paket geärgert, über Lieferzeiten, Falschangaben - über fehlenden Grössenvergleich bei Internetbilder geklagt. Und trotzdem wird weiter bestellt. Dabei gab es Alternativen. Z.B. Karstadt. Doch dieses Kaufhaus wollte man nicht. Jetzt alles auf Corona zu schieben, ist kurzsichtig: Kunde wollte und möchte obiges! Seit Jahren! Da geht jedes Kaufhaus, jeder stationärer Händler ein....