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SelbstständigeSozialversicherung mahnt nun gestundete Beiträge ein

Die Sozialversicherung für Selbstständige (Unternehmer und Landwirte) beginnt bereits damit, gestundete Beiträge aus dem Jahr 2020 einzufordern.

SVS fordert zur Zahlung von gestundeten Beiträgen auf
SVS fordert zur Zahlung von gestundeten Beiträgen auf © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Die Sozialversicherungsanstalt der Selbstständigen (SVS) hat mitten im Lockdown begonnen, gestundete Beiträge einzumahnen. Es gehe "vor allem" um die Beträge, die schon vor Ausbruch der Corona-Pandemie fällig gewesen wären, versicherte SVS-Obmann Peter Lehner im Gespräch mit dem "Kurier". Aber es sei Zeit, "die Wirtschaft ein Stück weit ins normale Leben zurückzuführen". Die SVS wolle niemanden in die Insolvenz treiben und suche nach individuellen Lösungen.

Das könnten neuerliche Stundungen, Ratenzahlung oder die Senkung der Beitragsgrundlage sein, nur als "letzte Konsequenz" folge ein Insolvenzantrag. Man wolle zwar keine Pleitewelle auslösen, aber doch für jene Firmen, die nicht mehr wirtschaftlich weitergeführt werden können, Klarheit schaffen. Insolvenzen ewig zu verschleppen würde die ganze Wirtschaft schädigen.

Defizit erwartet

Die Versicherten dürften nicht übersehen, dass es um ihre Pensionsbeiträge gehe, auch wenn deren Ausfall erst 20 Jahre später wirke.

Die Stundungen der SVS belaufen sich laut aktuellsten verfügbaren Zahlen auf 167 Millionen Euro, mehr als doppelt so viel wie 2019. Heuer erwartet die SVS ein Defizit von 19,6 Millionen Euro, bis 2024 gibt es eine Prognose von 30,2 Millionen Euro, so Lehner. Uneinbringliche Stundungen sollte allerdings der Staat refundieren. Grundsätzlich habe die SVS rund 400 Miillionen Euro an Rücklagen und sehe sich gut in der Lage, die Kosten aus der Coronakrise zu tragen. Allerdings sei nicht absehbar, wie es weitergeht mit der Krise, daher seien auch hohe Rücklagen nötig. Leistungskürzungen oder Beitragserhöhungen schließt Lehner aus.

 

Kommentare (18)
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Ragnar Lodbrok
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Jetzt beginnt das große

Sterben...

Peterkarl Moscher
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Wahrheit tut weh !

War ja zu erwarten, jetzt kommen noch Stundungen des Finanzamtes
zuzüglich die neuen Vorauszahlungen für das nächste Quartal und noch
eventuelle Mietverbindlichkeiten. Da gibt es einen " Klescher" der uns
noch Jahre beschäftigen wird. Die Banken sollten sich warm anziehen.

Miraculix11
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Wenn man nur kurz nachdenkt...

...würde man draufkommen dass jene die schon vor dem Lockdown die Beiträge nicht zahlen konnten durch das Zusperren keine Einnahmen hatten und nun genausowenig zahlen können. Bedeutet letztlich Insolvenz. Es war die SVS auch bisher schon einer der größten Insolenzantragsteller.

Pelikan22
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Ist ja nur gut, dass wir soviele 24 Stunden-Pflegerinnen haben!

Die verdienen zwar lediglich weniger als 15.00 Euro, werden aber bei der SVS zur Kassa gebeten! Alles geht den Bach runter, nur unsere Politiker reagieren nicht!

MM1995
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Vor Corona???

Jeder musste VOR Corona bezahlen. Wenn Du als Unternehmer nicht an die SVA zahlen kannst, bist Du schneller eliminiert, als Du schauen kannst.

Miraculix11
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@MM1995

Stimmt nicht, es gab Rückstände. Steht ja sogar im Artikel: Es gehe "vor allem" um die Beträge, die schon vor Ausbruch der Corona-Pandemie fällig gewesen wären, versicherte SVS-Obmann Peter Lehner im Gespräch mit dem "Kurier".
Und es gab Stundungen, Ratenzahlungen etc. auch bei der SVA.

MM1995
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@ Miraculix

Mah bitte.!! Sicher stimmt es! Es geht lediglich um die letzte Rate, die dann schon in die Coronazeit fiel. Sie haben ja so geschrieben, als wäre es ganz normal, dass Unternehmer mit den Raten nachhinken. Dem ist nicht so ... Das geht auch gar nicht!

Miraculix11
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Darum geht es nicht

Es wird jeder Fünfte gemahnt und jeder zehnte exekutiert.

MM1995
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Was soll ich mit Ihnen hier streiten?

Sie sind so unglaublich sattelfest mit den Zahlen ... Ich kann da einfach nicht mithalten .... Sagenhaft!!!!!! 😂😂😂😂😂

lombok
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Miraculix: sinnlos, weiter zu diskutieren!

Sie sind einfach zu gut und gescheit für mich. Und aus!

DergeerderteSteirer
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Die Stunden der Wahrheit brechen an, da wird's noch anständig poltern im Gebälk, ............

es ist sicherlich kein Spaß wenn wer finanziell so drinnenhängt, jedoch jammern werden stets jene bei denen die Wirtschaftslehre und der Umgang mit finanziellen Ressourcen an beiden Ohren vorbeigesaust ist !!

MM1995
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War ja nur eine FrAge der Zeit, bis die Wirtschaft kollapiert!

Das ist nun soweit ... Aber die Beiträge müssen halt bezahlt werden. Bis dato war es bei zig-tausend Firmen eine Art Insolvenzverschleppung Nun kommt es halt knüppeldick:

Die Regierung lässt uns seit Monaten nicht aus dem Lockdown, es wird auch noch weitere Monate so weitergehen. Die Firmen brechen weg, Firmeninhaber kündigen nun alle Mitarbeiter und hängen sich dann am nächsten Baum auf. Dann sind die EVA Beiträge auch kein Problem mehr.

So schaut's aus. Und jetzt können all jene den roten Daumen drücken, die wahrscheinlich keine Ahnung von Unternehmensführung haben.

DergeerderteSteirer
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Nun kommt es halt knüppeldick ! .........................

Das war immer absehbar und in einem normalen Lauf des wirtschaftlichen Rechnens absolut normal, jetzt kommt für einige die vollste Wahrheit nahe wo es um das Eingemachte geht !!

klaus59
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MM

Stimme dir voll zu. Aber die Dilletantenregierung ist nicht von alleine gekommen.

MM1995
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@klaus59

Ich gebe sogar zu, diese Dilletantenregierung gewählt zu haben. Passiert mir kein zweites Mal!

Miraculix11
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@MM1995

Sagst mir bei welcher Partei das anders wäre? Glaubst die FPÖ hätte wirklich alles offen gelassen?

MM1995
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FPÖ kommt für mich niemals in Frage!

Und die jetzige Regierung hat seine Chance nun bei mir verspielt. So einfach ist das. Und diese Meinung werde ich wohl äußern dürfe , oder???

Miraculix11
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MM1995

Dann äußere auch Deine Meinung: Regierung hat die Chance verspielt, FPÖ kommt nicht in Frage. Bleibt nur die SPÖ oder Neos. Und Du meinst die hätten es besser gemacht?