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WK-Präsident Mahrer: "Aufmachen ohne Wenn und Aber macht keinen Sinn"

Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer verteidigt in der ZiB2 seinen umstrittenen Vorstoß zur Sonntagsöffnung nach dem Lockdown. Welche Wirtschaftsbereiche ab 7. Dezember wieder öffnen dürfen, entscheide die virologische Lage.

WK-Präsident Harald Mahrer
WK-Präsident Harald Mahrer © (c) APA/ROBERT JAEGER (ROBERT JAEGER)
 

Ende der Vorwoche sorgte Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer mit einem Vorstoß zur Sonntagsöffnung im Handel für intensive Debatten. Mahrer hatte angeregt, an den beiden Sonntagen zwischen dem geplanten Lockdown-Ende ab 7. Dezember und Weihnachten, offene Geschäfte zuzulassen. Zum einen sollte man den stark betroffenen Handelsbetrieben die Möglichkeit geben, Umsatzeinbußen im so wichtigen Weihnachtsgeschäft zumindest abzumildern. Andererseits, so Mahrer, gehe es auch darum, die Kundenströme nach dem Lockdown zu lenken, um Massenanstürme zu verhindern. Im ZiB2-Interview verteidigte Mahrer am Montagabend seinen Vorschlag, "ungewöhnliche Zeiten brauchen ungewöhnliche Antworten", betonte der WK-Präsident. Es gehe keinesfalls darum, hier eine generelle Sonntagsöffnung zu ermöglichen, davon sei er ebenfalls "kein Freund". Sehr wohl gehe es aber um "einen Wettbewerb der besten Ideen" bei der Frage, wie sich genannte Kundenströme entzerren lassen. Hier sei eine Öffnung an den beiden Sonntagen "eine von vielen Möglichkeiten". Auch eine temporäre Verlängerung der Öffnungszeiten sei aus seiner Sicht denkbar.

"Auf wirtschaftspolitischen Zentralfriedhof spazieren"

Gerade für Teile des Handels sei die Vorweihnachtszeit "die heiße Zeit".  Kein Szenario sei daher jedenfalls, die Geschäfte bis 24. Dezember geschlossen zu halten, sonst könne man gleich im weißen Leintuch auf den "wirtschaftspolitischen Zentralfriedhof" spazieren.

Zur Frage, welche Wirtschaftsbereiche ab dem 7. Dezember wieder aufsperren können, lasse sich aktuell keine Aussage treffen. Es sei davon auszugehen, dass die Regierung, nicht alles auf einmal öffnen wird, so Mahrer, alles hänge von der virologischen Lage ab. "Ein Aufmachen ohne Wenn und Aber macht keinen Sinn." Dennoch sei Planungssicherheit für die Wirtschaft entscheidend, "ein Wort, wohin die Reise geht". Ein Plan für das Aufsperren sei jedenfalls nötig und die Regierung arbeite daran.

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Danke für Ihr Verständnis.

Irgendeiner
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Ja,er meldet wieder,wo andere jetzt schweigen würden.

Ich mein, als das Virus kam war Mahrer einer der ersten der Virologen zurief was geht und was nicht,weil offenbar Studienabbrecher und Bilanzhoppler es besser wissen als einschlägig ausgebildete Naturwissenschaftler,das ist interessant.Und jetzt, beim zweiten verspäteten, zögerlichen und halbgaren Shutdown hat Mahrer wieder geurteilt,der sei überzogen.Nun Mahrer,gehen wir in die basale Logik, der Shutdown ist jetzt da, die Leichenzahl ist sogar höher als prognostiziert weil er halt die erwähnten Mängel hat und jetzt hama logisch zwei Möglichkeiten, entweder Kurz und die Regierung haben etwas getan was genau gar nichts bringt,dann solltma Basti rausschmeißen,oder aber das bringt doch etwas und sie haben ihrerseits etwas gefordert daß die Zahl der Toten notwendig noch erhöht hätte ,dann solltma sie rausschmeißen.Machts Euch das aus.Und Mahrer,blasens nicht nach Süden, denkens an unseren Türmer.

wischi_waschi
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Mahrer

Gehens doch mal arbeiten.
10-12 Stunden, tausche gerne mit Ihnen einen Tag!
Werdens sehen , mit der Maske , es ist lustig!

Mein Graz
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Wieder einmal wurde ein Versuchsballon gestartet.

Mit einem Wunsch, den die Wirtschaftskammer doch schon jahrelang hegt.

Und weil jetzt heftiger Gegenwind aufkommt wird wieder einmal "relativiert".

Lodengrün
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Genau @mein Graz

Der Multifunktionär und Megakassierer ist kein Menschenfreund. Entlarvt hat er sich mit der Ansage auch er würde eine Sonntagsöffnung nicht befürworten. Als ob ihn das tangiert.

Balrog206
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Na

Der gute Mahrer passt so ja perfekt zum Multi Funktionär Katzi oder ! Gleich und gleich gesellt sich halt gern !

Lodengrün
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Das kann er der Tante Wappa erzählen

Klar wollte er aufsperren, nachdem er aber gesehen hat welche Reaktion das auslöst hat der Ideengeber von Herrn Kurz den Rückzieher eingeleitet. Probieren geht über studieren hat er sich gesagt. Nächstes Mal, sie werden schon mürbe, klappt es. Und das mit dem Leibruch hat bei ihm schon einen Bart.

umo10
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Sonntag öffnen ist unfreundlich

Aber aufsperren sollten wir langsam beginnen und nicht alle am 7. dez. Der harte lockdown dieser Woche war unnötig. Die heutigen Zahlen stammen vom vorherigen lockdown light

Mein Graz
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@umo10

Der Lockdown light startete am 3. November, der jetzige Lockdown am 17. November.

Anscheinend muss man manchen Leuten Schlimmeres zumindest androhen, damit sie die Ernsthaftigkeit der Situation begreifen.
Denn hätte der Lockdown light ausgereicht, die Zahlen hätten bei einer durchschnittlichen Inkubationszeit von 5 - 6 Tagen ca. ab dem 9.11. herunter gehen müssen. Dies war aber nicht der Fall.

georgXV
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nur zur Erinnerung

das Coronavirus hat KEIN Parteibuch und gehört auch KEINER Religionsgemeinschaft an.
Es betrifft uns ALLE !
In der 1. Welle waren wir "Weltmeister" und die ganze Welt hat auf uns geschaut. Jetzt sind wir "Abstiegskandidat" und haben sehr, sehr große Probleme die Sache in den Griff zu bekommen.
Warum ?

GanzObjektivGesehen
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Es gibt für alles ein Für und Wider.

Auf der einen Seite die Händler. Ist das Aufsperren überhaupt wirtschaftlich? Das wird für jede individuelle anders zu beantworten sein.

Für die Wirtschaft allgemein stellt sich die Frage welchen Einsatz man bringen möchte, um wenigstens einen Teil des Umsatzes von den großen Onlinehändlern zurück zu holen.

Für die Angestellten stellt sich die Frage, ob es für die Familie und sie selbst verkraftbar ist. Viele werden aber nach 3 Wochen Lockdown aber auch wieder fit genug sein, diese Belastung zu stemmen. Vielleicht sogar froh, sich an den beiden Tagen etwas dazu zu verdienen zu können.

Die absolut richtige und gerechte Antwort für alle wird es nicht geben. Aber darüber nachzudenken sollte erlaubt sein.....

Gelernter Ösi
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Noch ist nicht einmal klar, ob vor Weihnachten überhaupt aufgesperrt werden kann.

Und der fantasiert von der Sonntagsöffnung. Auch ohne Lockdown kannst das in die Schublade WKO-Plattitüde vulgo Schnapsidee werfen. Christliche Partei. Hahaha. Die sind ungefähr so christlich wie der Putin liberal ist.

HerbertRinnhofer
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Sonntagsöffnung

Herr Mahrer wird sicherlich auch ohne Sonntagsöffnung genug Champagner eingelagert haben.

georgXV
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???

auch "den Champagner" kannst Du Dir (LEIDER) über das Internet bestellen und zu Hause anliefern lassen.
Es geht hier in erster Linie darum, den österreichischen Handel etwas zu stärken und in weiterer Folge eine Verödung der Innenstädte zu vermeiden.
Es geht aber auch darum, das Weihnachtsgeschäft im Lande zu behalten und NICHT internationale - NICHT steuerzahlende - Konzerne (z.B. Amazon) zu fördern.