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Ausschüttung Red Bull mit Rekordgewinn, 340 Millionen Euro für Mateschitz

818 Millionen Euro, also um zehn Prozent mehr als im Jahr davor, konnte Red Bull 2019 als Gewinn verbuchen. Die Hälfte davon geht an die beiden Eigentümer, für Dietrich Mateschitz gab es zudem eine Sonderdividende.

Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz
Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Der Gewinnmotor bei Red Bull läuft weiter auf Hochtouren. Für das Jahr 2019 meldet der Salzburger Energydrink-Produzent mit 818 Millionen Euro (+ 10 Prozent) einen Rekordgewinn, geht aus dem kürzlich im Firmenbuch veröffentlichen Jahresabschluss hervor. Traditionell wird die Hälfte des Gewinns an die Eigentümer Dietrich Mateschitz und die thailändische Unternehmerfamilie Yoovidhya ausgeschüttet, für Mateschitz gab es zusätzlich eine Sonderdividende in Höhe von 142 Millionen Euro.

Das Unternehmen ist bei wirtschaftlichen Themen verschwiegen und veröffentlicht keinen Konzernabschluss. Die Red Bull GmbH mit Sitz in Fuschl am See (Salzburg) wies für 2019 einen Jahresumsatz von 3,9 Milliarden Euro (+8,6 Prozent) aus, inklusiver aller Tochtergesellschaften beliefen sich die Erlöse auf 6,1 Milliarden Euro (+9,5 Prozent). Die Red Bull GmbH zahlte im vergangenen Jahr Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 240 Millionen Euro.

7,5 Milliarden Dosen verkauft

Weltweit verkaufte der Salzburger Energydrink-Hersteller im vergangenen Jahr rund 7,5 Milliarden Dosen (+10,4 Prozent). Besonders kräftig wuchs der Absatz in Indien, Brasilien und am afrikanischen Kontinent, aber auch in Deutschland und Österreich verkaufte der Getränkeproduzent deutlich mehr. Das Geschäft mit Energydrinks ist für Red Bull weiterhin höchst profitabel. Die Umsatzrentabilität - ohne Tochtergesellschaften - lag bei über 27 Prozent.

Red Bull gehört zu 49 Prozent dem Mitgründer und Firmenchef Dietrich Mateschitz und zu 51 Prozent der thailändischen Unternehmerfamilie Yoovidhya. Nachdem die Eigentümer meist nur die Hälfte des Gewinns jährlich aus der Firma entnehmen, ist über die Jahre ein Gewinnvortrag von rund 1 Milliarden Euro und ein Bilanzgewinn von 1,8 Milliarden Euro entstanden. Red Bull sitzt auf einem äußerst großen Eigenkapitalpolster, die Eigenkapitalquote lag 2019 bei sehr hohen 80,4 Prozent.

Stille Reserve in Milliardenhöhe, 12.700 Mitarbeiter

Zusätzlich zur traditionellen Ausschüttung der Hälfte des Jahresgewinns an die Eigentümer wurde im Juni ein Betrag von 95 Millionen Euro an die Distribution & Marketing GmbH von Mateschitz und ein zusätzlicher Betrag von 3 Millionen Euro an den Gesellschafter Chalerm Yoovidhya ausbezahlt. Weiters wurde im Oktober vom bestehenden Gewinnvortrag ein Betrag von 47 Millionen Euro an die Distribution & Marketing GmbH von Mateschitz ausgeschüttet, geht aus einem Gesellschafterbeschluss hervor. Insgesamt betrug die Gewinnausschüttung an Mateschitz laut Jahresabschluss im Firmenbuch ("WirtschaftsCompass") damit 342 Millionen Euro.

Red Bull verfügt aber auch noch über eine "stille Reserve" in Milliardenhöhe. In der Bilanz der Red Bull GmbH ist der Wert der Marke Red Bull nicht sichtbar. Für "Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte" wurden nur 14,7 Millionen Euro angegeben. Das European Brand Institute schätzt den Markenwert von Red Bull auf 15,1 Milliarden Euro.

Der Red Bull-Konzern zählte weltweit zuletzt über 12.700 Mitarbeiter. Die Salzburger Red Bull GmbH beschäftigte 2019 im Durchschnitt 119 Mitarbeiter (Vorjahr: 160).

Die Coronapandemie war bei Unterzeichnung des Red Bull-Jahresabschlusses im Jänner 2020 noch kein Thema. Die Auswirkungen der Coronakrise auf die Gastronomie, Hotellerie und Veranstalterbranche treffen den Energydrink-Hersteller heuer weltweit und dürften sich wohl stark negativ auf Umsatz und Gewinn auswirken.

Kommentare (23)
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Peterkarl Moscher
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Wahrheit tut weh !

Und wie viel bleibt von diesem Betrag für die Steuer ?

hornet0605
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Chapeau!!!

Ihm wurde nichts, aber auch gar nichts, geschenkt! Schreibt‘s euch das hinter die Ohren!!

hcandussi
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Irrtum:

Jeder, der seine Dosen kauft, schenkt ihm geschätzt 80% des Kaufpreises.

schadstoffarm
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Jede der 818 mio

Hat er dieses Jahr hart erarbeitet. Er hat dieses Jahr sogar 10 % härter gearbeitet als im Jahr davor, in dem Alter!

Eindachsomal
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Redaktion

So geht's ihr mit Meinungsfreiheit um? Warum löscht ihr Posts? Weil ich das Wort Hammel benutz habe? Weil ein User einen Österreichisch Unternehmer mit Drogenbarone vergleicht,????Das ist ein Forum ,und wenn das schon gegen eure Netiquete verstößt dann sperts euren Laden zu.

schadstoffarm
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Man muss Herrn mateschitz nicht mögen

Oder seine Produkte und marketingmethoden. Der Erfolg rechtfertigt eben nicht alles. Trotzdem gönne ich ihm den nutznieß aus krating. Mitnehmen kann er nichts, er sollte langsam umverteilen.

hansi01
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Warum ist in jedem der Komentare soviel Neid

Herr Mateschitz war ein Handelsreisender der eines Tages etwas seltsames trank.
Und daraus wurde eine durch viel Fleiß und Arbeit Milliardenschwere Branche.
Ob gesund oder nicht stellt sich nicht, und bei 8 Milliarden Einwohner trinkt jeder gerade mal 0,9 Dosen/Jahr. Da schadet manch anderes mehr.
Neid frisst sehr oft eigene Vorhaben. Gönnt es ihm.

schadstoffarm
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Und wenn er nicht gestorben

Ist dann lebt er noch heute.

Eindachsomal
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Schadstoffarm

Nomen est Omen,geh zu die Kronen Zeitung Poster,dort passt gut hin

schadstoffarm
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Viele hat sollten wir beide zur Krone umziehen

Dein kultiviertheit ist auch überschaubar.

Balrog206
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Genau

Du bist gemeint damit,!

Eindachsomal
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Hansi01

Danke ,endlich ein vernünftiger respektvoller Post Der Neid is a Volkssport.Herr Mateschitz müsste nichts in Ö investieren oder Steuern zahlen(Verlegung ins Ausland),aber das kapieren manche einfach nicht.Wenns alle so gescheit sind,dann machts a Bude auf und werds Milliardäre,aber bitte wann werden das Berufsnörgler kapieren??Der Neid und diese ständige nörglerei auf andere macht mich krank.

hcandussi
6
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Seltsam,

dass jede/r die/der Mateschitz kritisiert, fast reflexartig als "Neider" apostrophiert wird.
Ich beneide ihn um nichts (komme mit meinen Verhältnissen gut zurecht) und finde seine Unternehmenspolitik dennoch äußerst hinterfragenswert.
Diese Kritik beginnt bei der chemischen Zusammensetzung des Dosenfutters, behandelt die "Adventure-Kick"-Schiene des bulletin und endet beim fragwürdigen Verhältnis zur Ökologie (Fliegerei, Rennsport, Verpackungsform).
Die Motive für diese Kritik sind nicht Neid-orientiert, sondern resultieren aus dem Bemühen um Gesundheit und Nachhaltigkeit.

hcandussi
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das waren also ...

...7,5 Milliaren ernährungstechnische Fehlentscheidungen.

Erstaunlich, dass sich das Rote Rindvieh trotz dieses Gewinns keine Dosenpfandlösung leisten kann.

robert123456789
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in deutschland ganz normal, auch pfand auf red bull

warum soll ein einzelnes unternehmen in Ö einen pfand einführen?

hcandussi
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Herr Mateschitz präsentiert sich doch immer so gerne als heimat- und naturverbunden,...

... da würde es m. E. gut passen, wenn er unserer Regierung einen Vorschlag für eine Dosenpfandlösung machen würde, mit der er gut leben könnte. Es gibt wahrscheinlich keine/n Politiker?in, die sich einem solchen Vorschlag verschließen könnte.
Statt dessen hat Red Bull gemeinsam mit Aldi, Lidl und Pepsi den Lobbyistenverein "Bund Getränkeverpackungen der Zukunft" (BGVZ) gegründet, um gegen die "Diskriminierung von Einwegverpackungen Stimmung zu machen.
Gleichzeitig spielt er mit Servus-TV auf dem Heimat- und Naturschutzklavier, dass es uns vor Rührung die Tränen rausdrückt.

carpe diem
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Ich bin's ihm nicht neidig, auch wenn man das Produkt in Frage stellen darf.

Was mich jedoch wirklich irritiert, ist der Sender, dessen eigenartige Rückwärtsgewandtheit, Meinungsbeeinflussung (Wegscheider und Konsorten) und Lederhosenromantik. Weltweit verkaufen, weltweit wirtschaften, aber daheim klein denken, das passt irgendwie nicht. Und bringt uns vor allem nicht weiter.

melahide
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Aber

an die Mitarbeiter wird kein Gewinnanteil ausgeschüttet?

madmote
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Red Bull GmbH - mit sitz in Fuschl

Beschäftigte:

2017: 271
2018: 160
2019: 119

Ich glaub nicht, dass die eine Beteiligung bekommen - höchstens der Wegscheider :D

Eindachsomal
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Madmote

Bitte nix schreiben wenn sie nix wissen,einfach nur eine Behauptung ohne Hintergrund Info schreiben, ist a bissi respektlos.Die Mitarbeiter erhalten eine Jahres Bonifikation .Und ja ich arbeite bei Red Bull.

petera
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Dann wissen Sie sicher auch

dass red bull keinen besonders guten Ruf in Bezug auf seinen Umgang mit Arbeitnehmern genießt.

Eindachsomal
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Petera

Das kommt immer darauf an ,ich bin sehr zufrieden.Leistung wird belohnt

schadstoffarm
4
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Nur wennst einen betriebsrat

Gründen willst.