Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Analyse"Addendum": Diesmal blieb der Rückzieher aus

Das Ende von „Addendum“ zeigt die Fragilität einer gesunden Medienlandschaft zwischen Corona, Polit-PR und Boulevard. Eine Einschätzung von Kommunikationswissenschaftlern und VÖZ-Präsident Markus Mair.

++ ARCHIVBILD ++ RED BULL-BOSS MATESCHITZ FEIERT 75. GEBURTSTAG
Das Red Bull Media House von Dietrich Mateschitz ist, nach dem ORF, das zweitgrößte Medienhaus des Landes. © APA/ERWIN SCHERIAU
 

Das Phönix-Erlebnis blieb im Fall von „Addendum“ aus. Anders als im Mai 2016, als Dietrich Mateschitz das Ende des „wirtschaftlich untragbar gewordenen“ Senders Servus TV verkünden ließ. Keine 30 Stunden später nahm der Red-Bull-Konzern die Schließung überraschend zurück – nach Demutsbekundungen der Belegschaft, die gewagt hatte, über einen Betriebsrat nachzudenken. Der Phönix flog wieder aus der Asche, und Servus TV konnte seither seinen Marktanteil verdoppeln.

Kommentare (6)

Kommentieren
Lodengrün
6
9
Lesenswert?

Die Leute

ziehen halt lieber das von den Parteien mundgerecht und an die Zeitungen weitergegebene, leicht verständliche Material vor. Wie das passiert erkennt man bei der Kleinen. Die Regierung wird erwähnt und schon ist da ein Bild, von wann auch immer, des Kanzlers und seiner Meinung zu finden. Leute die kritischer sind finden heute Ihre Info an anderer an anderer Stelle und verabschieden sich vom Abo. Hier müsste Herr Maier den Hebel ansetzen und nicht beim Kollektivvertrag der Journalisten der sein Einkommen nicht berührt. Der Tag an dem die Gratiszeitung den Alltag bestimmt ist nahe. Dann ist auch der Versuch eines Shops in dem vom Wein bis zum Zirbenfläschchen alles angeboten auch gescheitert. Er kommt auch von der Bank, der Herr Maier. Einfach reingerutscht von dort.

Lodengrün
4
1
Lesenswert?

Pardon

Herr Mair

SoundofThunder
7
23
Lesenswert?

🤔

Tja,für die 32 Millionen Sonderpresseförderung verlangt der Kurze halt etwas. Sonderberichterstattung für die ÖVP. Aber da das Bundeskanzleramt 70 Leute nur für PR-Aufgaben beschäftigt kann der Message Controller ja selber eine eigene Propagandazeitschrift gründen. Ich verstehe dass Mateschitz, bei der von der Politik durch und durch eingefärbten Medienlandschaft,den Hut draufhaut.

homerjsimpson
8
7
Lesenswert?

Addendum war wenig überzeugend und vor allem zu old-school.

Fleischhacker war da ganz der Falsche. Als Online-Portal kann ich sowas umsetzen, aber das kostet viel und die "Erfolge" sind hart erkämpft. Sowas könnte man nur über eine langfristig abgesicherte Stiftung finanzieren, nicht den bekannten Launen des Herrn M oder sonst einer Einzelperson ausliefern.

homerjsimpson
8
11
Lesenswert?

Addendum war wenig überzeugend und vor allem zu old-school.

Fleischhacker war da ganz der Falsche. Als Online-Portal kann ich sowas umsetzen, aber das kostet viel und die "Erfolge" sind hart erkämpft. Sowas könnte man nur über eine langfristig abgesicherte Stiftung finanzieren, nicht den bekannten Launen des Herrn M oder sonst einer Einzelperson ausliefern.

zweigerl
1
11
Lesenswert?

Die Tageszeitung als Miniatur-Addendum?

Matteschitz braucht den schnellen und sichtbaren Erfolg, das Analysemedium "Addendum" benötigt einen halben Tag für die konzentrierte Lektüre. Da sind die Tageszeitungen durch ihre Instant-Meldungen im Vorteil, allerdings geraten diese, jedenfalls aus meiner Sicht, zunehmend unter Druck durch die News-Plattformen im Internet, die im Minutentakt das Neueste "melden". Ich blättere daher frühmorgens immer rascher durchs raschelnde Papier, weil ich bereits hinreichend vorinformiert bin. Hat demnach die Tageszeitung Potential als kontemplatives "Addendum" zu diesen Meldungen? Eher durch online-Foren, die Leser zu Meinungslieferanten macht.