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Mateschitz greift einDie Rechercheplattform "Addendum" wird eingestellt

Schlechte Nachrichten für die österreichische Presselandschaft: Die Rechercheplattform Addendum, betrieben vom Red Bull-Konzern, wird eingestellt. 57 Mitarbeiter wurden beim AMS angemeldet.

INTERVIEW ZU ADDENDUM: KALTENBRUNNER / FLEISCHHACKER
Michael Fleischhacker (rechts) ist Herausgeber und Chefredakteur, Online-Chefredakteur Stefan Kaltenbrunner verabschiedete sich schon 2019. © APA/HANS PUNZ
 

In seiner ersten großen Geschichte widmete sich "Addendum", das Medienprojekt von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz, im September 2017 dem Thema Asyl ("Asyl. Ein Konzept von gestern?"). Die journalistische Grundausstattung des Projekts blieb bis heute gleich: tiefgehende Recherchen und Geschichten, die man in dieser Form nirgendwo sonst in Österreich lesen kann. Schnell entwickelte sich "Addendum" zu einem der spannendsten Rechercheprojekte im heimischen Journalismus.

Etwas weniger als drei Jahre später wird "Addendum" eingestellt: "Nach eingehender, von wechselseitiger Wertschätzung geprägter Diskussion sind Dietrich Mateschitz als Stifter der Quo Vadis Veritas Privatstiftung und Michael Fleischhacker als Geschäftsführer der Quo Vadis Veritas Redaktions GmbH zu dem einvernehmlichen Entschluss gekommen, die Aktivitäten der Stiftung und die Rechercheplattform Addendum einzustellen", heißt es in einer Aussendung. 

Von der Einstellung von "Addendum" sind insgesamt 57 Mitarbeiter betroffen. Alle wurden bereits beim AMS zur Kündigung angemeldet. Chefredakteur und Geschäftsführer Michael Fleischhacker soll offenbar erst am Montag von der Beendigung des Medienprojektes erfahren haben. Einige Mitarbeiter erfuhren es erst heute per offizieller Aussendung.

Red Bull-Boss Dietrich Mateschitz wollte mit "Addendum" das zu Ergänzende liefern, das in klassischen Medien fehlt, und damit eine Lücke in der Medienlandschaft schließen. Das lateinische Wort "Addendum" bedeutet "das Hinzuzufügende". Als Ziel hatte man sich gesteckt, mit den Werkzeugen investigativer, journalistischer Recherche und Datenanalyse zu einem vollständigeren Bild der Wirklichkeit beizutragen.

Mateschitz will neue Wege gehen

Es sei nicht gelungen "trotz erheblichen Mitteleinsatzes und einer Reihe erfolgreicher und relevanter Rechercheprojekte" die Ziele der Stiftung in "ausreichendem Maß zu erfüllen". Künftig wolle sich Dietrich Mateschitz in seinen journalistischen Aktivitäten stärker "auf lösungsorientierte Projekte jenseits der politischen Alltagsauseinandersetzungen zu konzentrieren". Was auf diese Ankündigung des 76-Jährigen folgen soll, vielleicht ein neues Medienprojekt, ist nicht bekannt.

"Talk im Hangar-7" wandert zu Servus TV

Der "Talk im Hangar-7" auf Servus TV, der zuletzt von der Quo Vadis Veritas Redaktions GmbH gestaltet wurde, wandert wieder in die redaktionelle Verantwortung von Servus TV. Der Salzburger Sender bestätigte gegenüber der APA einen entsprechenden Bericht der "Salzburger Nachrichten". QVV-Geschäftsführer Michael Fleischhacker bleibt Moderator der Diskussionssendung.

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Danke für Ihr Verständnis.

Buero
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Dieser

CR ist ein selbstverliebter Eigendarsteller. Mässig begabt, mässig erfolgreich.

Amadeus005
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Die Idee war gut

Die Auswahl des Chefredakteurs nichts. Seine Ideologie und sein Wessen waren gelinde gesagt etwas zu weit rechts und konfliktfördernd für einen als liberal geltenden Konzern.

Plantago
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Alles, was rechts von Marx und Lenin ist,

ist von übel! Da muss noch mehr linke Propaganda gemacht werden, am besten Tag und Nacht.

checker43
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Naja

Mateschitz würde ich nicht als Liberalen einstufen. Eher autoritär-rechts. Umsonst sind dieser Komiker auf Servus-TV und Fleischhacker nicht eingestellt worden.

Bettina Haslinger
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Schlagzeile "St.Corona am Wolfgangsee" Rechercheplattform Addendum

Panik und Hysterie waren noch nie gute Ratgeber. Auf der ganzen Welt gibt es CORON Covid19...auch am WOLFGANGSEE. Der große Unterschied jedoch ist das wir hier in der Wolfgangseeregion freiwillig bereits seit Wochen PRÄVENTIV Testungen in großem Umfang durchführen. Dort wo Getestet wird da wird es auch Ergebnisse geben . Manche anderen ORTE trauen sich gar nicht zu testen weil Sie Angst haben vor der Wahrheit und dann die Konsequenzen fürchten .
Ehrlichkeit wird in der heutigen Zeit scheinbar eher bestraft als belohnt, nur so kann man sich die bösen ,teils völlig falschen, stigmatisierenden Sensationsgeilen Schlagzeilen erklären.
ich glaube es ist auch sehr viel Neid und Eifersucht welches hier im Spiel ist und klar mitschwingt. Wir waren eine der bestgebuchten Destinationen in Österreich nach dem Gesamten LOCKDOWN im MÄRZ . Wir hier im Salzkammergut Wolfgangseeregion " St.Wolfgang"
sind so ehrlich und Schweigen nicht darüber sondern legen alles transparent dar...Aktuell ist es hier am Wolfgangsee gerade wo jetzt alle getestet wurde und wird....noch Sicherer als jemals zuvor...Es waren junge Teenager Praktikanten die diesen kleinen Fall ausgelöst haben und diese Praktikanten sind vor Tagen abgereist und Zuhause in Heimquarantäne . Es gibt hier am Wolfgangsee keinen Behördlichen LOCKDOWN oder Quarantäne ,keine Lokale ,Geschäfte oder HOTELS wurden Behördlich geschlossen. +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Es gibt weder ein REISEVERBOT oder eine REISEWARNUNG nach Österreich

styrianprawda
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@Bettina

Mimimimimi

smithers
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Ischgl

ist mittlerweile auch sehr sicher.

Bettina Haslinger
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Schlagzeile "St.Corona am Wolfgangsee"

SCHLAGZEILE "St.CORONA am Wolfgangsee ......
Der ursprüngliche Gedanke von "Addendum" und der scheinbar gute Wille dürfte Anfangs wohl dagewesen sein...jedoch auf der SEITE "ADDENDUM" derartige Schlagzeilen zu verbreiten wie erst neulich zu lesen war ....ich zitiere
"St.CORONA am Wolfgangsee ......
ist für uns alles andere als faire Berichterstattung und hat nicht nur mir
einen Stich im "Wolfgangerherz " versetzt...
somit Ziel einer guten Berichterstattung klar verfehlt.
Viele ,auch ich haben mit erschrecken die Rufschädigenden Hetzerische Schlagzeile gelesen, hier dürften diverse Redakteure wohl stark über das Ziel hinausgeschossen sein. Schade ,sehr schade ich dachte immer wie schön das Herr Mateschitz am Wolfgangsee diverse Alte stark Restaurierungsbedürftige Immobilien erwirbt.
Wie zb. den "AUHOF" oder das "APPESBACH" obwohl er absolut nicht sicher sein konnte das er mit diesen Käufen jemals Gewinne einfahren würde ,bemühte er sich hier wirklich redlich Altes zu erhalten .
Mit Gefühl und Fingerspitzengefühl lies er von echten Handwerkern möglichst Zeitgemäß Restaurieren und Umbauen und alles erstrahlt nun wirklich in sehr schönem Glanz.

Lodengrün
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Da hatte

man etwas mit Substanz und dann wird das eingestellt. Schade, wirklich schade. Dabei hat Herr Kurz vor wenigen Wochen Herrn Fleischhacker bescheinigt intelligent zu sein.

FerdinandBerger
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Geld macht unabhängig, das hat Addendum

vorexerziert mit einigen Ansagen, wo andere kuschen mussten. Allerdings ist der Didi ein cooler Rechner. Und irgendwie sieht er, dass sich das Ding (kritische unabhängig Berichterstattung) nicht rentiert und ihn bei anderen Unternehmungen bremst.... Sagt auch einiges aus über die restliche Medienlandschaft und ihre Angepasstheit..

Plantago
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war leider zu objektiv, zu intellektuell und zu sehr um ehrliche Wahrheit bemüht

und ist deshalb inmitten des Gebrülls der anderen Medien untergegangen.

marinosale
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wie jenseits der Grenze

Unliebsame Medien werden mit Blabla-Begründungen eingestellt. Wo bleibt die Wahrheit, Herr Mateschitz???

hbratschi
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ja was wollenn wir denn noch alles???...

...als ausgleich hat unsere bundesregierung eh die presseförderung für "österreich", "heute" und "krone" erhöht. also steht dem "echten" qualitätsjournalismus eh nix mehr im weg...🙈🤪

MoritzderKater
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Lese ich richtig?

"auf lösungsorientierte Projekte jenseits der politischen Alltagsauseinandersetzungen zu konzentrieren" ..... und ? hat das stattgefunden?
Ich meine NEIN - Addendum ist Mitten in der Politik gelandet, von lösungsorientierten Projekten JENSEITS der poitischen Alltagsauseinandersetzungen , habe ich kaum etwas gelesen.

Herr Mateschitz gibt GsD nicht auf und ist weiter auf der Suche.

smithers
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sehr sehr schade drum

Ich erinnere mich noch sehr gut daran, als ich damals das Video mit der Wiener Lehrerin Frau Wiesinger erstmalig bei Addendum gesehen hatte. Für sehr viele andere Medien wäre das Thema und der total trockene Zugang dieser Frau, die Alltagsprobleme im Unterricht in einer Wiener Volksschule auf zu zeigen, viel zu problematisch gewesen. Die Dame wurde später noch in sämtlichen Medien durchgereicht, das Thema wurde aber leider nicht ausreichende behandelt. Im Grunde wird es in einigen Wiener Gegenden bereits zu spät sein, dort noch ernsthaft eine Veränderung zu bewirken.

Sehr schade drum, ich bin überzeugt es würde noch genügend sehr interessante und heikle Themen in Österreich geben.

checker43
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Ich frage

mich, was das Ziel von Mateschitz war, das er als nicht erreicht sieht. Das Verfehlen des offiziell verlautbarten Ziels: "mit den Werkzeugen investigativer, journalistischer Recherche und Datenanalyse zu einem vollständigeren Bild der Wirklichkeit beizutragen", kann es ja nicht gewesen sein.

styrianprawda
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@checker

Ziele?
Inserate politischer Parteien zu bekommen, wird es eher nicht gewesen sein.

smithers
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Es kann wohl nur die Reichweite gewesen sein.

checker43
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Eine

große Reichweite nach 3 Jahren für so ein Medium kann kein realistisches Ziel gewesen sein.

FerdinandBerger
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Der Karmeliterplatz- Fleischhacker hat eh Jobs ohne Ende.

Schade ists um den einen oder anderen jungen Hupfer, hoffentlich kommen die wo unter und können das auch ausleben, ohne sich konzerntechnisch anpassen zu müssen...

migelum
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Karmeliterplatz?

Danke für die Erklärung.

Bootsfahrer
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Schade schade schade

Ich bewundere Herren Mateschitz für sein Engagement und das was er für unser Land geleistet hat und leistet .
Schade , unsere - karge - Presselandschaft wird noch karger .......

sonniboy
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Schade drum!

Hat einiges zur Sumpftrockenlegung beigetragen.

schadstoffarm
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oje

dann ist der Fleischhacker öfter im Fernsehen.

migelum
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Das Problem ist ...

leicht zu lösen: einfach nicht aufdrehen.

schadstoffarm
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ah Danke

Keiner von euch dreht mehr die Sendung "Talk im Hangar-7" auf. Der Moderator hört sich am liebsten selbst sprechen und die Gäste sind so konfrontativ gecastet dass Außenseitermeinungen überproportional verbreitet erscheinen. Der Minderheitseigentümer von Krating Daeng will überdies seine Agenda unter die Leut bringen die eh bekannt ist.

 
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