Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Geschäftsjahr 2020/21Voestalpine muss weitere 200 Millionen Euro abschreiben

Das Voestalpine-Werk in Texas und die Tochter Voestalpine-Tubulars verursachen rund 200 Milionen Euro an Sonderabschreibungen.

Symbolbild
Symbolbild © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Der börsennotierte Stahl- und Technologiekonzern voestalpine muss im laufenden Geschäftsjahr 2020/21 (per Ende März) rund 200 Millionen Euro gesondert abschreiben, wie das Unternehmen Donnerstagnachmittag bekannt gab. Das werde sich auf das Ergebnis auswirken. Schuld daran seien hauptsächlich Wertminderungen von Vermögenswerten im Roheisenwerk in Texas sowie - in geringerem Umfang - bei voestalpine Tubulars in der Steiermark, die Nahtlosrohre für die Öl- und Gasindustrie herstellt.

Die Sonderabschreibungen seien "weder zahlungswirksam noch beeinflussen sie das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, Anm.), wirken jedoch auf das EBIT" (Ergebnis vor Zinsen, Anm.), hieß es weiters. Sie ergeben sich den Angaben zufolge "aufgrund des erwarteten Ergebnisses zum Ende des laufenden Geschäftsjahres im Wesentlichen infolge globaler Disparitäten, ausgelöst durch die COVID-19-Pandemie, sowie notwendigen Anpassungen der mittelfristigen Ergebniserwartungen bei diesen Gesellschaften".

Prognose angehoben

Die Prognose für das EBITDA für das laufende Geschäftsjahr wurde auf 800 Millionen bis eine Milliarden Euro leicht angehoben. Bei der jüngsten Bilanzpräsentation im Juni war das Management noch von 600 Millionen Euro als Untergrenze ausgegangen.

Als Grund nannte der Vorstand "Verbesserungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld" - vorausgesetzt wird dabei allerdings, dass es zu keinen neuerlichen wesentlichen Einschränkungen durch behördlich verordnete Maßnahmen in Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie, wie beispielsweise "Lockdowns", kommt.

Doch auch schon vor Corona hatte die voestalpine schwer zu kämpfen und mehrere Ergebniswarnungen für 2019/20 abgegeben. Das EBITDA war schon im abgelaufenen Jahr von 1,6 Milliarden auf 1,2 Milliarden Euro um ein Viertel geschrumpft. Die bereits vor der Pandemie deutlich nachlassende Konjunktur und "interne Effekte" hatten 2019/20 unter dem Strich einen Nettoverlust von 216 Millionen Euro beschert - nach einem Gewinn von 459 Millionen Euro im Jahr davor (2018/19).

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!
Kommentieren