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Auch AVL streicht Stellen"Industriebetriebe zählen zu Hauptbetroffenen dieser Krise"

Im Vorjahr hat der Antriebsspezialist in Graz noch 300 neue Stellen geschaffen, jetzt fallen 220 weg. In Summe sind derzeit knapp 90.000 Steirer ohne Job oder in Kurzarbeit.

© industrieblick - stock.adobe.com
 

Die Liste wird immer länger – 550 Mitarbeiter bei der Voestalpine in Kindberg und Kapfenberg, 360 bei der ATB in Spielberg, 180 bei der Andritz AG, 100 bei Magna Powertrain, 2300 bei MAN in Steyr, 650 bei FACC in Ried, 1000 bei Swarovski in Wattens . . . und in Graz muss nun ein weiteres Paradeunternehmen im Sog dieser Krise einen Mitarbeiterabbau vermelden.

Kommentare (2)

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duerni
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Dass AVL - Innovation pur - Stellen abbaut, hat nichts mit Auftragslage zu tun, sondern ...

... mit Rationalisierung - wie bei Voest, Swarovski, ...
Wir erleben soeben Industrialisierung 4.0 - nun auch in Österreich. Leider für die Angestellten - aber der einzige Weg, dass sich Österreich nicht technisch/digital, vom Weltmarkt abkoppelt. Covid19 wird in die Geschichte eingehen als Beginn einer Zeitenwende. Die Weltwirtschaft war bisher etwa gleich verteilt auf USA, Japan, China und Europa. Jetzt merkt Europa, die EU, dass sie abgehängt ist, nur mit sich selbst beschäftigt - ein Übernahmekandidat.
Afrika? Dieser reiche Kontinent wurde zum Selbstbedienungsladen für China, USA... nicht aber Europa. Wir haben zwar kräftig mitgeholfen, den Lebensstandard der Afrikaner zu demolieren (Waffen-, Munitions- und Billigwarenlieferungen) aber wundern uns, dass die Afrikaner nach Europa drängen.
Für Europa "ist der Zug in die Zukunft" abgefahren - ohne uns.
... das ist nicht Pessimismus sondern Realismus..........

Parsec
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Ein anderer Blickwinkel...

Artikel der Kleinen am 17..09.2020: „IV-Chefökonom "Mit Hälfte der Belegschaft 84 Prozent der Leistung erzielbar". Zitat von Christian Helmenstein, Chefökonom der Industriellenvereinigung: "Die überraschendste Erkenntnis aus der Pandemie ist, dass man offenbar auch mit der Hälfte der Belegschaft der Unternehmen imstande ist, 84 Prozent der Wirtschaftsleistung zu generieren." Die durch den Lockdown erzwungenen Maßnahmen hätten in Österreich ungewollt "gigantische Rationalisierungseffekte aufgezeigt".
Stecken nicht vielleicht solche Überlegungen hinter den Kündigungen? Sehen die Arbeitgeber, was möglich ist? Und wird jetzt die Chance genutzt? Gewinnmaximierung um jeden Preis?