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80 Cent pro KilogrammEU-Plastikabgabe kostet Österreich 142 Millionen Euro jährlich

Die neue erste "EU-Steuer" soll 80 Cent pro Kilogramm nicht wieder verwertbarem Plastikabfall betragen. Wie die Mitgliedsstaaten dieses Geld eintreiben, bleibt ihnen überlassen. Einige überlegen, die Abgabe auf Plastikhersteller überzuwälzen.

© APA (AFP)
 

Die geplante EU-Plastikabgabe wird Österreich jährlich 142 Millionen Euro kosten. Dies berichtete das ORF-Radio in der Nacht auf Freitag unter Berufung auf Berechnungen aus dem Finanzministerium. Dieses will den ins EU-Budget zu überweisenden Betrag aus dem staatlichen Budget nehmen, damit die neue Umweltabgabe "weder für Plastikhersteller noch für Kunden spürbar" sei, wie es im ORF-Bericht hieß.

Die Abgabe war unter anderem von Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) nach der entsprechenden Einigung der Staats- und Regierungschefs ausdrücklich begrüßt worden. Die neue erste "EU-Steuer" soll 80 Cent pro Kilogramm nicht wieder verwertbarem Plastikabfall betragen. Wie die Mitgliedsstaaten dieses Geld eintreiben, bleibt ihnen überlassen. Einige überlegen, die Abgabe auf Plastikhersteller überzuwälzen.

Österreich hinkt hinterher

Von einem Lenkungseffekt dieser Art will man in der türkis-grünen österreichischen Bundesregierung offenbar nichts wissen. Dabei ist Österreich laut dem ORF-Bericht schon jetzt "im hinteren Feld", was das Plastik-Recycling betrifft. Die diesbezüglichen Zahlen sind aber nur bedingt aussagekräftig, da wirtschaftsstärkere Länder wie Österreich von Haus aus einen höheren Bedarf an Plastik haben und die Wiederverwertung eine größere Herausforderung für sie darstellt. Jedenfalls scheint Österreich mit der Plastikabgabe besser auszusteigen als nach der üblichen Berechnungsmethode für EU-Beiträge, dem jeweiligen Bruttonationaleinkommen.

Kommentare (4)

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Mezgolits
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... "weder für Plastikhersteller noch für Kunden spürbar" sei, ...

Vielen Dank - ich meine: Für mich, ist das eine weitere Massen-Korruption:
Was ist eine Korruption?: Der Machtmißbrauch für die unrechtmäßige Vor-
teilgewährung für Begünstigte zum Nachteil anderer Personen = die finan-
zielle Vorteilgewährung für die Plastikhersteller und umweltschutz-
ignorierenden Kunden - AUCH - auf Kosten von Plastikflaschen
verzichtenden Personen. Erfinder Stefan Mezgolits Draßburg

Hieronymus01
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Und was ist mit Aludosen?????

Im Vergleich zur Aluminiumherstellung sind Plastikverpackungen,wenn man den Energieaufwand betrachtet, beinahe schon ökologisch.

Sabine19666
2
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Aus dem Budget nehmen?

Diese Steuersoll den Recycling Anteil beim
Kunststoff erhöhen und das Virgin Material vermeiden!
Wie soll das funktionieren, wenn diese Steuer irgendwo vom Budget abgezogen wird?
Warum nicht über die ARA, Interseroh, Reclay und die anderen PROs über die Fees einsammeln und abführen? Die müssen ja sowieso die Feegestaltung adaptieren und die Recyclingfähigkeit und sekundär Kunststoffanteil, Reinigungskosten etc einrechnen.
Das gibt dann auch gleich die Basis für die Steuer!
Und 142 Mio erscheint mir zu wenig, Österreich hat 300kt Kunststoff im
Einsatz abzüglich der PET und PE recyclate - kommt mir wenig vor nur für 177.5kt Kunststoff zu zahlen....

walterkaernten
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plastiksteuer

WIR alle können plastik vermeiden und dann gibt's keine steuer.
Ganz einfach.