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Überdurchschnittlich viel MüllPlastiksteuer würde Österreich teuer zu stehen kommen

Greenpeace: Rund 160 Millionen Euro an zusätzlichen Abgaben.

Österreich produziert im EU-Vergleich laut der NGO eine überdurchschnittlich hohe Menge Kunststoffmüll pro Kopf
Österreich produziert im EU-Vergleich laut der NGO eine überdurchschnittlich hohe Menge Kunststoffmüll pro Kopf © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Eine geplante EU-weite Plastiksteuer würde Österreich laut der Umwelt-NGO Greenpeace teuer zu stehen kommen. Bei einer Abgabe von 80 Cent pro Kilogramm nicht recyceltem Plastik-Verpackungsmüll entstünden ab 2021 rund 160 Millionen Euro an jährlichen Ausgaben, warnte Greenpeace in einer Aussendung.

Österreich produziert im EU-Vergleich laut der NGO eine überdurchschnittlich hohe Menge Kunststoffmüll pro Kopf. Jedes Jahr fallen hierzulande demnach pro Kopf 42 Kilogramm Plastikmüll an. Das seien 24 Prozent mehr als der europäische Schnitt. Nur drei EU-Mitgliedsstaaten produzieren Greenpeace zufolge noch mehr Plastikmüll pro Kopf als Österreich. Gleichzeitig recycelt das Land nur rund ein Drittel seines Plastikmülls.

Mehrweg müsse ausgebaut werden

"Österreich verursacht überdurchschnittlich viel Plastikmüll, recycelt aber nur einen Bruchteil davon. Das geht auf Kosten der Umwelt und kommt uns alle jetzt teuer zu stehen. Denn die Plastiksteuer für Konzerne zahlen am Ende die Konsumentinnen und Konsumenten. Politik und Unternehmen müssen jetzt endlich Verantwortung übernehmen und Mehrweg in Bereichen wie Take-Away, Transport und bei Getränken stark ausbauen. So schützen wir die Natur, und die Konsumentinnen und Konsumenten profitieren", forderte Lisa Panhuber, Konsumexpertin bei Greenpeace Österreich.

Kommentare (14)

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Plantago
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Wir trennen seit Jahrzehnten wie blöd den Müll,

klauben alles auseinander, um es in die richtigen Abfallbehälter zu werfen und versuchen bewusst einzukaufen, während die Produzenten alles auf die Endkunden abgewälzt haben. In dieser ganzen Zeit ist nicht weniger Plastik produziert worden, sondern noch viel mehr, - der Depp von Kunde sortiert eh alles und entsorgt es dann. Sehr zur Freude der diversen Abfall-Entsorgungs-Firmen, die einen endlosen Boom erleben. Und dann wird "nur ein Drittel des Plastikmülls recycelt"?? Sollen die Konsumenten das Recyclen auch noch übernehmen??

lacrima
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Die Müllfirmen verdienen ganz gut!!!

Man sollte die Wirtschaft auch dafür einspannen nicht soviel Plastik Müll für ihre Verpackungen zu verwenden. Plastikkörbe für Obst, könnten aus Papier hergestellt werden. Plastikflaschen weg vom Handel, Glasflaschen mit Einsatz können immer wieder verwendet werden. Die ganze Verpackungsindustrie mit ihren Plastik Verpackungen umstellen auf Papier und Kartonagen. Es wird nicht für Alles gehen aber viel wäre machbar!!! Der Endverbraucher ist der Böse, dafür das wir die Verpackung bezahlen und bei der Entsorgung noch einmal zur Kassa gebeten werden. Und jetzt dürfen wir dann ein drittes mal dafür bezahlen?!?!?!?!?

Zuckerpuppe1978
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Es kommt von der EU

und kann damit nicht gut sein für den Bürger.
Darf die EU so einfach Steuern in den Mitgliedsländern eintreiben? Muss dazu nicht eine Verfassungsänderung (=2/3 Mehrheit oder Volksabstimmung) gemacht werden?
Wie kann man ein Ganzes Volk ansonsten versteuern? Ach, was mach ich mir Gedanken, wenn es zum Schaden der Bürger ist bzw. damit dieser Apparat Frischgeld bekommt, ist diesem Verein einfach überhaupt nichts zu krumm.
CO2 und/oder Plastiksteuer: Eine Frechheit.
Aber es werden sich die Linken sicher freuen, haben sie dem Arbeitnehmer wieder eine reinwürgen können.
Ich freu mich schon auf den Tag, wo das dann korrigiert werden wird.

langsamdenker
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Hat Greenpeace auch durchgerechnet

was Transport und Reinigung bei "Mehrweg" kostet - vor allem ökologisch. So einfach ist das nicht. Der Plastikmüll muss 100 % recycelt werden - das wär vielleicht effizienter. Der Transport der Mehrwegverpackungen zur Reinigung und auch das Gewicht der Mehrwegverpackungen sollte man mal mitrechnen.
Und so als Frage: Müssen Dauerwurst oder Karotten auch noch extra in Plastik eingesschweißt sein? Laufen die sonst davon oder strahlen die sonst zu stark, oder hats was mit Hygienevorschriften zu tun?
Greenpeace muss mal von der Populismusschiene runter - die Erfolge sind nämlich überschaubar solange die Show wichtiger ist als der Inhalt.
(bin selber zahlendes Mitglied von Greenpeace)

unterhundert
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Und mit den Milchflaschen,

fahren die LKWs nach Italien zum reinigen, dafür verbrennen wir deren Plastikmüll, ohne dem die Zementwerke nicht mehr auskommt.

hansi01
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Warum kommt das Österreich teuer zu stehen?

Die Industrie welche ihre Produkte in diesem schädlichen Plastik verpackt soll das bezahlen. Und wenn diese es dann auf die Ware umschlägt, bezahlt der Konsument, welcher die Verpackung kauft dafür mit.

ichbindermeinung
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EU-Plastikverbot vs. EU-Plastiksteuer

leider hat die EU Zentrale nur die mengentechn. komplett unbedeutenden Wattestäbchen, Luftballonhalter !, Einwegessgeschirr u. die Plastiktrinkhalme verboten, nicht jedoch die ganzen Plastikmengenbringer wie Windeln, alle Plastikflaschen (einweg/mehrweg oder Bioplastik); Einwegtrinkbecher, Käse/Wurst/Süssigkeitenverp./Tablettenblister, Blister, Microplastik, Kanister, Tuben, Joghurtb. etc. verboten - so kann das natürlich nichts werden mit dem EUmweltschutz. Nur zur Rettung braucht es keine Plastiksteuer in Ö

eadepföbehm
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Die ganze Nichtlebensmittelindustrie nicht vergessen.

Man kann kaum eine Schraube oder einen Stecker kaufen, der nicht in Plastik eingeschweißt ist. Das ist wirklich unnötig. Bei Lebensmitteln ist das oft ein Hygiene, oder auch ein Transportproblem. Gerade die verbotenen Plastiksackerl für den Salat sind notwendig, damit dann nicht die Semmeln, die im Einkaufskorb unter dem Salat zu liegen kommen komplett durchfeuchtet sind.

ronin1234
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Reaktion

Dann zahlt es eben der Konsument.Ist das nicht Sinn der Sache?

lacrima
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Natürlich....

......im Endeffekt bezahlt es immer der Konsument!!!!!

Zwiepack
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Umso notwendiger ist diese Steuer

Warum "warnt" gerade Greenpeace davor, dass Umweltsünder künftig zur Kasse gebeten werden, die müssten doch eigentlich froh sein, wenn das passiert, oder?

melahide
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da

darf man den hochgelobten Lebensmittelhandel immer nur wieder gratulieren. Gemüse wird in Plastik eingepackt. Sogar Plastikflaschen werden Plastik eingepackt. Der Mensch kauft problemlos Bier in der Flasche (bis auf die Hartnäckigen die es in Dosen kaufen...).. Mineralwasser ist aber schon wieder zu schwer.... ?

Fleisch wird in Plastik verpackt.
Schokolade in Plastik
Joghurt in Plastik

Alles Plastik.

eadepföbehm
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Das ist kein Exklusivproblem des Lebensmittelhandels.

Gerade bei Bau- oder Elektromärkten könnte man die Plastikverpackungen ohne Probleme einsparen, aber man kann kaum eine Schraube oder einen Stecker kaufen, der nicht in Plastik eingeschweißt ist.
Bei Lebensmitteln ist das bei vielen Produkten auch ein Hygieneproblem, bzw. ein Problem der Haltbarkeit.

hansi01
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Und das alles mit Einweggummihanschuhe angerichtet

...