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Wirtschaftliche Folgen der CoronakriseOMV erwägt weitere tiefe Einschnitte, eine Million Kanadier haben ihren Job verloren

IWF-Chefin sieht für die Weltwirtschaft katastrophales Jahr+++Pkw-Neuzulassungen: Einbruch um 66,7 Prozent+++Vapiano insolvent+++OMV-Chef schließt Raffinerie-Stilllegung nicht aus+++Easyjet verschiebt Abnahme von 24 Airbus-Flugzeugen+++EU-Kommission will Teilverstaatlichung erleichtern+++Laudamotion fordert Staatshilfe, sollte auch die AUA welche bekommen

© APA/Helmut Fohringer
 

19:25 Uhr: Die britische Fluggesellschaft Easyjet wird 24 bei Airbus bestellte Maschinen vorerst nicht abnehmen. Man habe sich mit dem europäischen Flugzeugbauer auf eine Verschiebung der vereinbarten Auslieferung verständigt, teilte Easyjet am Donnerstag mit. Zehn der Flugzeuge sollten im Geschäftsjahr 2020, zwölf im Jahr 2021 und zwei im Jahr 2022 ausgeliefert werden. Wann die Flugzeuge dann an Easyjet gehen, hänge von der Nachfrage auf dem Luftverkehrsmarkt ab. Wegen der Corona-Pandemie lässt Easyjet seit dem 30. März ihre gesamte Flotte am Boden. Wann die kommerziellen Flüge wieder aufgenommen werden, ist noch nicht absehbar.

19:05 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise steht der OMV-Konzern aktuell massiv auf der Kostenbremse. Milliardeninvestitionen werden eingespart. Europa sei schon in der Rezession angekommen, und man werde bei der OMV kein "Normaljahr" erleben, sagte Konzernchef Rainer Seele in einem Interview mit der "Presse" (Freitagausgabe). Es würden alle möglichen Maßnahmen verfolgt, die Kosten zu optimieren. Daher könne er Kurzarbeit und Personalabbau für heuer nicht ausschließen. Es gebe aber noch keine Entscheidung darüber. Von staatlichen Vorgaben, Bonuszahlungen in der Krise zu kappen, hält der OMV-Chef wenig. "Wir halten uns an das Aktienrecht: Der Vorstand entscheidet über den Dividendenvorschlag unabhängig. Das haben wir im Februar getan. Ich nehme zur Kenntnis, dass es bei Kurzarbeit Einschränkungen geben soll, die eine andere Dividendenentscheidung bringen sollen." Die OMV werde alles tun, um ihren Entschluss umzusetzen, aber man müsse die Entwicklung abwarten.

18:45 Uhr: Im Ringen der großen Öl-Produzenten um eine preisstützende Förderbremse mehren sich die Anzeichen für eine Einigung. Russland und Saudi-Arabien hätten bei den Beratungen der Staatengruppe OPEC+ ihre Meinungsverschiedenheiten überwunden, sagte Kirill Dmitriev, Chef des russischen Staatsfonds und einer der Verhandlungsführer am Donnerstag zur Nachrichtenagentur Reuters. Er bekräftigte, dass Förderbremsen die Unterstützung der OPEC+ benötigten. Neben Saudi-Arabien und Russland gehören auch andere Produzenten dieser informellen Gruppierung an.

18:01 Uhr: In der Corona-Wirtschaftskrise will die EU-Kommission nun auch die Teilverstaatlichung von Unternehmen erleichtern. Einen entsprechenden Vorschlag zur Lockerung der Beihilferegeln habe man den EU-Staaten unterbreitet, teilte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Donnerstag in Brüssel mit. Ziel sei, die neuen Regeln spätestens nächste Woche in Kraft zu setzen. Die Änderung solle es den Staaten ermöglichen, Firmen bei Bedarf mit frischem Kapital zu versorgen. Wegen der Auswirkungen auf den Wettbewerb sollten solche Eingriffe des Staats aber nur das letzte Mittel sein, erklärte Vestager. Sie seien nur unter klaren Bedingungen für den Einstieg, das Entgelt und den Austritt des Staats bei Unternehmen möglich.

17:40 Uhr: Die Wiener Börse hat am Donnerstag mit deutlichen Zuwächsen geschlossen. Der heimische Leitindex ATX steigerte sich um 3,30 Prozent oder 69,72 Punkte auf 2.184,06 Einheiten. Der ATX-Prime gewann 3,09 Prozent auf 1.118,50 Punkte.

17:26 Uhr: In der Corona-Krise verdoppelt Frankreich sein Hilfspaket für die Wirtschaft auf 100 Mrd. Euro. Das sagte Finanzminister Bruno Le Maire der Wirtschaftszeitung "Les Echos". Bisher waren 45 Mrd. Euro vorgesehen. Die Finanzspritze für das Gesundheitssystem wird Le Maire zufolge auf sieben Mrd. Euro aufgestockt und damit mehr als verdreifacht.

17:05 Uhr: Eine unmissverständliche Bedingung gibt es vom kleineren AUA-Rivalen Laudamotion: Wenn der Staat der AUA hilft, will auch Laudamotion Staatshilfe. Sonst sei dies Wettbewerbsverzerrung. Generell sei Laudamotion (als Tochter der irischen Ryanair) aber dagegen, dass die AUA als Tochter der deutschen Lufthansa in Österreich Steuergeld bekommt.

16:48 Uhr: Die Arbeitslosigkeit in Kanada steigt wegen der Corona-Pandemie sprunghaft an. Im März verloren der Statistikbehörde des Landes zufolge etwas mehr als eine Million Menschen ihren Job - der größte Rückgang der Beschäftigung seit der vollständigen Erfassung der Zahlen 1976. Damit stieg die Arbeitslosenquote um 2,2 Prozentpunkte auf 7,8 Prozent. Auch die Zahl der Menschen, die deutlich weniger arbeiteten als normalerweise, stieg deutlich an. Jobverlust oder Senkung der Arbeitszeit betrifft demnach insgesamt 3,1 Millionen der etwa 38 Millionen Kanadier.

16:33 Uhr: Italiens Regierung hat am Donnerstag eine Vertrauensabstimmung über ein 25 Mrd. schweres Hilfspaket mit Stützungsmaßnahmen für Familien und Unternehmen gewonnen, das sie im März verabschiedet hatte. Unter anderem soll besonders betroffenen Unternehmen und Familien bei der Rückzahlung von Krediten und Hypotheken geholfen werden. Die Regierung von Premier Giuseppe Conte gewann die Vertrauensabstimmung mit 142 Ja-Stimmen und 99 Gegenstimmen. Vier Senatoren enthielten sich der Stimmen. Das Hilfspaket muss jetzt noch von der Abgeordnetenkammer abgesegnet werden.

16:25 Uhr: Die heimischen Händler warten seit Tagen auf die Verordnung des Gesundheitsministeriums, welche in der Corona-Krise die teilweise Öffnung der Geschäfte ab 14. April regelt. Geschäfte bis zu einer Größe von 400 Quadratmetern sowie Bau- und Gartenmärkte - unabhängig von ihrer Größe - sollen nach vier Wochen "Shutdown" dann wieder aufsperren dürfen. In den nächsten Stunden oder morgen soll die Verordnung veröffentlicht werden, hieß es aus informierten Kreisen zur APA. Fraglich war bis zuletzt unter anderem, ob die Fläche von Geschäften durch Absperrungen so verkleinert werden darf, dass sie unter 400 m2 beträgt. Auch war unklar, was mit kleinen Geschäften unter 400 m2 in Shoppingcentern passiert. Noch offen ist außerdem, ob die Regelung, dass nur 1 Person pro 20 m2 im Geschäft sein darf, nur für die kleinen Händler sowie Baumärkte und Gartencenter gilt, oder auch für alle Supermärkte.

16:07 Uhr: Der Möbelhändler XXXLutz informiert derzeit seine Kunden per SMS, dass bereits bestehende Reservierungen für seine Leihtransporter storniert werden. "Wir würde das Service gerne weiter anbieten, haben aber aufgrund der Vorgaben, dass es keine persönlichen Kundenkontakte geben soll, diesen Service vorübergehend eingestellt", bestätigte XXXLutz-Sprecher Thomas Saliger am Donnerstag auf APA-Anfrage.

15:17 Uhr: Eine weitere düstere Woche auf dem US-Arbeitsmarkt: Wegen der Zuspitzung der Corona-Pandemie haben in den Vereinigten Staaten in der dritten Woche in Folge Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt. In der Woche bis zum 4. April wurden 6,6 Millionen solcher Anträge registriert, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. In den beiden Vorwochen hatte die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe jeweils neue Höchststände erreicht: zuerst 3,3 und dann 6,65 Millionen Anträge. Innerhalb von drei Wochen haben damit USA-weit mehr als 16 Millionen Menschen ihre Jobs verloren.

14:54 Uhr: Auch die EuroSkills 2020, die Berufs-EM, sind ein Opfer der Krise. Die für Herbst in Graz geplante Großveranstaltung ist auf Jänner 2021 verschoben.

14:52 Uhr: Die Restaurantkette Vapiano schlittert in die Insolvenz. In Wien wurde ein Sanierungsverfahren beantragt. Dies geschehe als direkte Konsequenz aus dem Insolvenzverfahren von Vapiano Deutschland und sei nicht durch die österreichische Organisation verursacht, teilte das Unternehmen mt. Betroffen seien alle Standorte in Österreich mit Ausnahme der Restaurants in Linz und Innsbruck, diese werden von selbständigen Franchisenehmern geführt. Von der Insolvenz sind 700 Beschäftigte betroffen.

14:48 Uhr: Die US-Zentralbank legt im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie ein gigantisches Notfallprogramm in Höhe von 2,3 Billionen Dollar (2,1 Billionen Euro) auf. Damit solle die Wirtschaft unterstützt werden, vor allem die Unternehmen und die Kommunen. Dies teilte die Federal Reserve (Fed) am Donnerstag in Washington mit. Zentralbank-Chef Jerome Powell erklärte, die wirtschaftliche Erholung müsse "so kräftig wie möglich" sein.

14:18 Uhr: Bevor die EU-Finanzminister am Donnerstag um 17.00 Uhr ihre Beratungen über ein Rettungspaket zur Bewältigung der Corona-Wirtschaftskrise fortsetzen, hat sich Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) in einer Videoschaltung vorsichtig optimistisch bezüglich einer Einigung gezeigt. Verhohlene Kritik äußerte er an Ländern, die ihre Haushalte nicht in Ordnung hielten, jetzt aber europäische Solidarität forderten.

14:17 Uhr: Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet wegen der Coronavirus-Pandemie mit einem katastrophalen Jahr für die Weltwirtschaft. "Wir sind mit einer noch nie da gewesenen Krise konfrontiert", sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa am Donnerstag kurz vor Beginn der Frühjahrestagung, die dieses Jahr nur virtuell stattfinden kann. "Ich habe aber keinen Zweifel, dass wir die Herausforderungen meistern werden", meinte sie. Ermutigend sei zum Beispiel, dass Regierungen rund um den Globus bereits rund acht Billionen Dollar (7,4 Billionen Euro) an Finanzhilfen bereitgestellt hätten. Nächsten Dienstag will der IWF seine konkreten Prognosen im Weltwirtschaftsausblick veröffentlichen. Georgiewa sagte, es werde wohl den stärksten Einbruch seit der Großen Depression vor fast 100 Jahren geben. Die Weltwirtschaft werde 2020 deutlich im negativen Bereich landen. Vor drei Monaten hatte der IWF für dieses Jahr noch ein Wachstum beim Pro-Kopf-Einkommen in über 160 Ländern prognostiziert - jetzt wird mit einem Rückgang in mehr als 170 Staaten gerechnet. Sollte das weitgehend zum Stillstand gekommene öffentliche Leben im zweiten Halbjahr zusammen mit der Wirtschaft wieder anspringen, könnte es 2021 eine Teilerholung geben. Dieser Ausblick sei aber mit "immenser Unsicherheit" behaftet, so Georgiewa. "Es kann auch schlechter kommen." Das hänge vor allem von der Dauer der Pandemie ab.

14:08 Uhr: Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet den stärksten Einbruch der Wirtschaft seit der Großen Depression ab 1929. Weiteres in Kürze.

13:49 Uhr: Arbeitslose sollen wegen der Corona-Krise länger Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. "Es gibt noch keine Verordnung dazu", hieß es aus dem Arbeitsministerium zur APA. Man schaue sich dies derzeit an. Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) machte bei einer Pressekonferenz am Donnerstag klar, "dass es kein Abgleiten von der Arbeitslosen- in die Notstandshilfe geben wird". Demnach werden laut Anschober die Monate der Corona-Krise also nicht auf jene Zeit angerechnet, nach der Arbeitslose nur noch die niedrigere Notstandshilfe erhalten. Das AMS wartet nun auf die neue Verordnung zum Arbeitslosengeld.

13:34 Uhr: Die zur irischen Billigfluggesellschaft Ryanair gehörende österreichische Laudamotion ist dagegen, dass der österreichische Staat der Lufthansa-Tochter AUA (Austrian Airlines) mit Staatshilfen beispringt. Laudamotion forderte die österreichische Regierung auf, dem Konkurrenten Steuergeld zu verweigern. Die AUA-Mutter Lufthansa sei kapitalstark, und die österreichischen Steuerzahler dürften die große deutsche Fluggesellschaft deshalb auch nicht subventionieren, findet Laudamotion. Sollte die AUA von Österreich allerdings staatliche Unterstützung erhalten, dann würde Laudamotion eine ähnliche Staatshilfe für sich verlangen. Der kleinere AUA-Konkurrent sähe sonst eine Wettbewerbsverzerrung.

12:51 Uhr: In Zeiten von verstärkten Grenzkontrollen wegen der Corona-Krise haben die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) den Transport auf der Schiene verstärkt und zusätzliche Transportkapazitäten bereitgestellt, um die Versorgung sicherzustellen. Dabei werden vermehrt Lebensmittel, Salz, aber auch Toilettenpapier und Bio-Ethanol zur Herstellung von Desinfektionsmitteln auf der Schiene transportiert. Auch grenzüberschreitende Transporte wurden erhöht. So wurden beispielsweise die Transporte für die Salinen Austria AG massiv aufgestockt. In Ungarn wurde aufgrund der derzeitigen Grenzbestimmungen für Lkw ein zusätzliches Transportvolumen von 50.000 Tonnen auf der Schiene organisiert. Dies entspreche etwa 50 bis 60 Lkw-Ladungen pro Woche. Auch in Italien wurden die Transporte massiv aufgestockt. Zudem konnte zwei bis drei Mal die Woche eine neue Verbindung nach Zagreb bzw. Kroatien für Wagen und Wagengruppen organisiert werden.

12:41 Uhr: Die SPÖ warnt bei der Rettung der AUA vor Fehlern. Die Republik müsse sich bei großen Unternehmen - konkret bei Staatshilfen über 100 Millionen Euro - am Eigenkapital der Unternehmen beteiligen. "Wenn die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler jetzt die Unternehmen retten, müssen sie auch am Aufschwung und entsprechenden Gewinnen der Unternehmen nach der Krise beteiligt werden", forderte der SPÖ-Industriesprecher Rainer Wimmer am Donnerstag. Die SPÖ erklärte, die Rettung der AUA zu unterstützen, aber eine Standortgarantie, "die leider zumeist ein recht rasches Ablaufdatum hat", reiche nicht aus.

12:40 Uhr: Zur Lösung des Streits über europäische Hilfen in der Corona-Krise hat EZB-Chefin Christine Lagarde auf Alternativen zu gemeinsamen Anleihen verwiesen. "Ich denke nicht, dass wir uns auf Corona-Bonds fixieren sollten", sagte sie der französischen Zeitung "Le Parisien" vom Donnerstag. Es könne andere Formen der Solidarität in Europa geben. Dazu gehörten Gelder aus einem gemeinsamen Haushalt oder ein Wiederaufbaufonds zur Finanzierung von mehr "grünem Wachstum" bei Digital-Investitionen nach der Krise. Sie äußerte sich zuversichtlich, dass bald eine Einigung gefunden werde.

12:09 Uhr: Bei Airbnb könnten die Erlöse in diesem Jahr nach eigenen Berechnungen um 54 Prozent auf rund 2,2 Milliarden Dollar (2,02 Milliarden Euro) fallen, berichtet das Portal The Information.

11:44 Uhr: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind für den gerade erst aus dem Insolvenzverfahren entlassenen deutschen Modehersteller Gerry Weber nach Einschätzung der Unternehmensführung existenzbedrohend. Eine der größten Gefahren sei, dass die begonnenen Verhandlungen über ein zusätzliches Finanzierungsvolumen in zweistelliger Millionenhöhe für das angeschlagene Unternehmen nicht zu einem positiven Abschluss gelangen könnten, sagte Gerry-Weber-Vorstand Florian Frank am Donnerstag. Für den Großteil der Mitarbeiter wurde Kurzarbeit beantragt und in Kraft gesetzt.

11:38 Uhr: Preiswerte Waren des Alltags sind seit Februar teilweise teurer geworden oder gar nicht erhältlich, erklärt die Arbeiterkammer in einer Aussendung. Damit müssen Konsumenten zu teureren Produkten greifen. Das zeige ein AK-Preismonitor bei insgesamt fünf Online-Shops zwischen Februar und April bei bis zu 40 preiswertesten Drogeriewaren und Lebensmitteln.

11:28 Uhr: Volkswagen sieht in der Corona-Krise deutliche Zeichen für eine Erholung des wichtigen Geschäfts in China. Alle 2.000 Händler der Marke Volkswagen in dem Land haben wieder geöffnet, wie der Autobauer am Donnerstag mitteilte. In 32 der 33 Produktionsstätten von VW werde wieder gearbeitet.

11:08 Uhr: Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat eindringlich vor einem Auseinanderfallen der Europäischen Union in der Folge der Corona-Krise gewarnt. "Die EU ist in Gefahr, wenn es keine Solidarität gibt", sagte der sozialistische Politiker am Donnerstag im Parlament in Madrid. Spanien und weitere Länder der Union fordern gemeinsame Anleihen - sogenannte Corona-Bonds - zur Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie. Deutschland und andere Staaten sind dagegen. Die EU-Staaten wollten am Donnerstagabend erneut versuchen, ein milliardenschweres Rettungspaket gegen die Krise zu schnüren.

10:47 Uhr: Die Konjunkturforscher des Münchener ifo-Instituts und der ETH Zürich sehen die Eurozone in den kommenden Monaten in die Rezession rutschen und warnen vor einer Schuldenkrise. Schon im ersten Quartal dürfte die Wirtschaftsleistung um 2,3 Prozent geschrumpft sein - im laufenden zweiten Quartal sei ein weiterer Einbruch um 10,5 Prozent zu erwarten, teilten sie am Donnerstag mit. Für das dritte Vierteljahr rechnen die Forscher dann mit 8,7 Prozent Zuwachs gegenüber dem Vorquartal.

10:29 Uhr: Die italienische Regierung drückt mit ihren Plänen zur Verstaatlichung der Fluggesellschaft Alitalia auf das Gaspedal. Das Kabinett plant kurzfristig die Gründung einer neuen staatlichen Gesellschaft, die Alitalia übernehmen soll. Die Airline soll künftig kleiner sein, geht aus einem Treffen der Gewerkschaften mit der Regierung hervor. Die neue Alitalia soll maximal 50 Maschinen zählen. Industrieminister Stefano Patuanelli berichtete, dass nicht alle Jobs erhalten bleiben können. Die Arbeitnehmerorganisationen stemmen sich gegen Pläne zur Stellenkürzung. Die Alitalia bekommt die Auswirkungen der Coronavirus-Krise hart zu spüren. 6.800 Mitarbeiter sollen bis Oktober auf Kurzarbeit gesetzt werden.

9:34 Uhr: Im 1. Quartal 2020 nahm die Zahl der Neuzulassungen von Personenkraftwagen (Pkw; 54.680 Fahrzeuge) gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019 um 32,4 Prozent ab. Wenngleich laut Statistik Austria bereits im Jänner (-9,1 Prozent) und Februar (-10,9 Prozent) Neuzulassungsrückgänge gemeldet wurden, ist die starke Abnahme im Quartal auf den März 2020 mit 66,7 Prozent weniger Pkw auf die Auswirkungen der Corona-Krise zurückzuführen - das meldet die Statistik Austria. Von Jänner bis März 2020 nahmen Neuzulassungen benzinbetriebener Pkw (Anteil: 46,1 Prozent) um 42,7 Prozent und jene dieselbetriebener Pkw (Anteil: 39,0 Prozent) um 32,3 Prozent ab. Unter den Neuzulassungen alternativ betriebener Pkw gab es Zuwächse für Pkw mit Benzin-Hybridantrieb (+110,7 Prozent) und für Pkw mit Diesel-Hybridantrieb (+82,5 Prozent). Mit reinem Erdgas betriebene Pkw nahmen um fast das Vierfache zu (+273,1 Prozent). Die Zahl der Pkw mit Elektroantrieb sank um 4,5 Prozent auf 2.428 Neuzulassungen.

Jänner bis April 2020: Top 20 Neuwagen

Platz 20: VW Passat

Auf Platz 20 landet der VW Passat mit einem Minus von 14,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr: 787 Stück wurden verkauft, damit hält er einen Marktanteil von 1,2 Prozent.

VOLKSWAGEN

Platz 19: BMW X1

Platz 19 geht an den BMW X1: Er holt sich 792 Verkäufe, einen Marktanteil von 1,2 Prozent und ein Minus im Vergleich zum Vorjahr von 28 Prozent.

BMW

Platz 18: Ford Focus

Auf Platz 18 fährt der Ford Focus. Mit 823 Stück wurden 58,5 Prozent weniger verkauft als im Vergleichszeitraums des Vorjahres. Sein Marktanteil liegt bei 1,2 Prozent.

FORD

Platz 17: Tesla Model 3

Mit einem Minus von 12,8 Prozent holt sich Teslas Model 3 den 17. Platz. 855 Stück wurden verkauft, der Marktanteil liegt bei 1,3 Prozent.

TESLA

Platz 16: Seat Ateca

886 verkaufte Stück bedeuten für den Seat Ateca ein Minus von 40,7 Prozent, einen Marktanteil von 1,3 Prozent und den 16. Platz in der Zulassungsstatistik.

SEAT

Platz 15: VW Caddy

Der VW Caddy landet mit einem Minus von 29,4 Prozent auf den 15. Platz. Das entspricht 896 verkauften Stück und einem Marktanteil von 1,4 Prozent.

VOLKSWAGEN

Platz 14: VW T-Cross

Der VW T-Cross hat mit 898 Stück den 14. Platz und 1,4 Prozent Marktanteil erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Verbesserung um 132,6 Prozent.

VOLKSWAGEN

Platz 13: Opel Corsa

Opels neuer Kleinwagen Corsa fährt den 13. Rang ein. 964 verkaufte Stück machen 1,5 Prozent Marktanteil und ein Minus von 30,8 Prozent aus.

OPEL

Platz 12: Seat Ibiza

Der Seat Ibiza ergattert den 12. Platz. Vom Spanier wurden heuer bisher 995 Stück abgesetzt. Marktanteil: 1,5 Prozent bei einem Minus von 41,8 Prozent.

SEAT

Platz 11: Seat Arona

Auf den 11. Rang schafft es der Seat Arona mit 998 Stück und 1,5 Prozent Marktanteil. Das ist ein Minus von 35,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

SEAT

Platz 10: Renault Clio

Mit 1056 verkauften Stück und einem Marktanteil von 1,6 Prozent kämpft sich der Renault Clio auf den 10. Platz. Er fährt ein Minus von 30,5 Prozent ein.

RENAULT

Platz 9: VW Tiguan

Der VW Tiguan hat trotz eines Minus von 52,2 Prozent den 9. Platz verteidigt. Die Bilanz: 1099 Stück und ein Marktanteil von 1,7 Prozent.

VOLKSWAGEN

Platz 8: Skoda Karoq

Platz 8 gehört dem Skoda Karoq, der heuer bislang 1109 Kunden fand und damit einem Marktanteil von 1,7 Prozent kassiert. Das ist ein Minus von 20 Prozent.

SKODA

Platz 7: VW Bus

Auf den 7. Rang kommt der VW Bus: Mit 1116 Stück fährt er einen Marktanteil von 1,7 und ein Minus von 46 Prozent ein.

VOLKSWAGEN

Platz 6: VW T-Roc

1269 VW T-Roc wechselten heuer den Besitzer. Das macht 1,9 Prozent Marktanteil, ein Minus von 59,5 Prozent und den 6. Platz in der Zulassungsstatistik.

VOLKSWAGEN

Platz 5: Fiat 500

Platz 5 geht an die Fiat-500-Familie: Vom Kleinwagen 500, dem SUV 500X und dem Van 500L wurden heuer bisher 1270 Stück abgesetzt. Das entspricht einem Minus von 43,6 und einem Marktanteil von 1,9 Prozent.

FIAT

Platz 4: VW Polo

Mit einem Zwischensprint sichert sich der VW Polo Platz 4: 1377 Kunden haben sich heuer bisher für den Wolfsburger entschieden. Das macht einen Marktanteil von 2,1 Prozent und ein Minus von 44,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

VOLKSWAGEN

Platz 3: Skoda Fabia

Ein Minus von 32,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr kassiert der Skoda Fabia. Mit 1596 verkauften Stück landet er auf Platz 3 mit einem Marktanteil von 2,4 Prozent.

SKODA

Platz 2: Skoda Octavia

2019 war er das meistverkaufte Auto Österreichs: Ins neue Jahr startet der Skoda Octavia auf Platz 2 mit einem Minus von 50,7 Prozent. 1741 neue Besitzer hat der Bestseller heuer schon gefunden, das macht 2,6 Prozent Marktanteil.

SKODA

Platz 1: VW Golf

Der VW Golf hat seinen angestammten Spitzenplatz zurückerobert: Mit 1814 verkauften Stück hält er einen Marktanteil von 2,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr fährt er ein Minus von 52,4 Prozent ein.

VOLKSWAGEN
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9:23 Uhr: Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus fährt die Produktion der Passagierflugzeuge wegen der Coronapandemie um rund ein Drittel zurück. Damit reagiere der Konzern auf die heftigen Auswirkungen der Coronakrise auf die Kunden, teilte Airbus Mittwochabend mit. Die Auswirkungen der Pandemie seien beispiellos, so Airbus-Chef Guillaume Faury. Die Airlines seien von der Krise schwer getroffen.

9:15 Uhr: Die Fluggesellschaft Air France-KLM rechnet wegen der Coronavirus-Pandemie noch bis Ende Mai mit einem weitgehenden Ausfall ihres Geschäfts. Mehr als 90 Prozent des Flugangebots blieben bis dahin voraussichtlich ausgesetzt, teilte das französisch-niederländische Unternehmen am Donnerstag in Paris mit. Bis dahin flögen die Flugzeuge des Konzerns in einem Grundangebot nur wenige Städte an.

9:10 Uhr: Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und ihre Partner wollen bei ihrem Krisengipfel am Donnerstag nach Angaben aus Kuwait eine massive Drosselung der Ölförderung vereinbaren. Anvisiert werde eine Senkung um die gewaltige Menge von 10 bis 15 Millionen Barrel pro Tag (ein Barrel sind 159 Liter), sagte Kuwaits Ölminister Chaled al-Fadhel der Zeitung "Al-Rai". Ziel sei es, den jüngsten Verfall des Ölpreises zu stoppen und das Gleichgewicht auf dem Markt wieder herzustellen, sagte al-Fadhel. Zudem liefen Gespräche mit weiteren großen Ölproduzenten wie den USA, wie stark die Staaten jeweils ihre Fördermengen senken sollten. Die OPEC und ihre Partner planten für Donnerstag eine Videokonferenz über eine Stabilisierung des Ölpreises angesetzt. Dieser ist in den vergangenen Wochen stark gefallen, zeitweise auf den tiefsten Stand seit 18 Jahren. Gründe sind die geringe Nachfrage nach dem Rohstoff weltweit wegen der Coronavirus-Krise und ein Preiskrieg zwischen Russland und Saudi-Arabien.

9:06 Uhr: Die Pkw-Neuzulassungen brachen im März infolge der Coronakrise um zwei Drittel (66,7 Prozent) ein. Weiteres in Kürze.

7:00 Uhr: Die Corona-Krise trifft Tirol und Salzburg derzeit am stärksten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse des Wiener Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo). Die beiden Bundesländer hätten den mit Abstand höchsten Anteil an Erwerbstätigen in Branchen, die durch die derzeitige Covid-19-Krise ökonomisch stark bis sehr stark betroffen seien, sagte Wifo-Ökonomin Julia Bachtrögler zur APA. Das Wifo hat eine Skala zur ökonomischen Betroffenheit der einzelnen Wirtschaftsbereiche durch die Corona-Krise entwickelt. Die aktuell größten negativen wirtschaftlichen Auswirkungen gibt es laut den Wirtschaftsforschern bei Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben, gefolgt von Kunst und Unterhaltung sowie Erziehung und Unterricht. Ebenfalls erheblich betroffen sind die Branchen Handel, Verkehr, Finanz- und Versicherungsleistungen sowie Grundstücks- und Wohnungswesen. Laut Wifo-Studie sind zwei Drittel der österreichischen Erwerbstätigen in aktuell erheblich bis sehr stark betroffenen Branchen tätig. "Trotz beträchtlicher Unterschiede in den regionalen Wirtschaftsstrukturen zeigt sich für die meisten Bundesländer in Summe ein ähnlicher Betroffenheitsgrad", so die Ko-Studienautorin.

6:00 Uhr: Die Stimmung der Finanzchefs in den europäischen Unternehmen ist durch die Corona-Krise auf den tiefsten Stand seit dem Jahr 2015 gesunken. In Österreich erwarten die Finanzvorstände laut einer Deloitte-Umfrage langfristige Folgen wie sinkende Umsätze und einen Rückgang der Beschäftigungszahlen. In Österreich rechnen zwei Drittel zumindest mit einem kurzfristigen Rückgang der Erlöse, 57 Prozent befürchten auch längerfristig rückläufige Umsatzzahlen. Statt auf eine schnelle und starke Erholung bereiten sich die Unternehmen auf eine eher schleppende Erholung ihres Geschäfts vor, sagt Deloitte-Österreich-Partner Gerhard Marterbauer.

6.00 Uhr: Ein "grüner Wiederaufbau" nach der Corona-Krise ist das Anliegen der NGO Greenpeace und von Sigrid Stagl, Ökonomin an der WU Wien und Mitglied von Scientists For Future. Beide berufen sich auf eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Analyse. Die "Kurzstudie" des Forum ökologisch-soziale Marktwirtschaft (FÖS) prognostiziert, dass "grüne" Konjunkturpakete ein wahrer Jobmotor sein könnten. Allein durch die Erreichung der Ausbauziele der Bundesregierung bei der Photovoltaik könnten demnach 200.000 "zukunftsfähige" Jobs geschaffen werden, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag

Kommentare (9)

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eston
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Geld ist da, wo es nicht

bennötigt wird:
Auf den Konten der steuerverschonten Millionäre.

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petera
4
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Ziemlich dumme Nachrichten

Wenn man kein anmelden kann, dann wird auch keines angemeldet. Geld in Autos sind ja da. Das ist ganz was anderes als 1929. Da war praktisch nix da.

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Hildegard11
3
9
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Nicht vergleichbar...

...mit 1929 Heute ist ja Geld da zum konsumieren, aber nicht möglich. Bald boomt es wieder.

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differentialrechnung
2
4
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so leid es mir tut -

"Geld zum Konsumieren" scheint ein Denkfehler - Güter werden konsumiert, und die sind für Geld nur erhältlich,
solange Geld ein möglichst umfassend akzeptiertes Tauschmittel bleibt.

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Hildegard11
0
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Statt Denkfehler...

...vielleicht auch (umgangssprachliche) Ungenauigkeit. Danke für den Hinweis.

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Hildegard11
2
4
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Zum Konsumieren...

...sorry

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wischi_waschi
4
13
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Hallo

Die Anmeldestellen waren ja ab den 14.03 geschlossen, wie hätte man den können ein Fahrzeug anmelden. ………...

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antipasti
9
7
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Anmelden ging/geht nicht,

aber man hätte/hat ein Auto können kaufen :-)

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antipasti
3
3
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Nur 7 Legastheniker?

Habe mit mehr gerechnet :-)

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