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Sozialpartner und AnschoberWie geht es mit Baustellen weiter? Beratungen am Montag

Bausozialpartner und Gesundheitsminister Anschober beraten am Montag, was die Restriktionen für die Baubranche bedeuten. Muchitsch fordert einheitliche Linie und klare Regeln für Baustellen.

© APA/Herbert P. Oczeret
 

Auf den Baustellen herrscht noch immer viel Unsicherheit, wie mit dem Coronavirus umzugehen ist. Am Montagnachmittag (15.30 Uhr) beraten die Bausozialpartner mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne), was die Restriktionen für die Baubranche bedeuten. Das Treffen findet im Gesundheitsministerium statt, wie eine Anschober-Sprecherin der APA bestätigte.

Am Montag würden zwar bereits 50.000 Bauarbeiter nicht mehr arbeiten müssen, 45.000 weitere hingegen schon, sagte Josef Muchitsch, Chef der Gewerkschaft Bau-Holz am Samstag auf APA-Anfrage. Muchitsch fordert eine einheitliche Linie und klare Regeln für alle. Derzeit sei es so, dass Bauherren Firmen dazu zwingen, weiter zu arbeiten. Leider sei eine ganze Woche nur mit Gesprächen "verplempert" worden.

Auf Kleinbaustellen kann Abstand eingehalten werden

Thema des Gipfeltreffens seien "Maßnahmen betreffend Schutz für Arbeiter auf Baustellen", so Muchitsch. Es gehe dabei nicht nur um die Mitarbeiter von Baufirmen, sondern auch um Elektriker, Installateure und andere Handwerker. Hauptproblem der Branche seien die Großbaustellen, dort könne die Ansteckungsgefahr nicht gebannt werden. Auf Kleinbaustellen, wo Handwerker alleine arbeiten, sei dies aber mit den Gesetzen vereinbar, meinte Muchitsch.

Kommentare (14)

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kritiker47
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Es war ja

abzusehen, dass der überarbeitete Muchitsch schnell wieder was findet, um zu kritisieren. Da wird von der Regierung ein umfassendes Hilfspaket binnen weniger Tage aufgestellt, wie es dies nicht einmal vom "Sozivater" Kreisky zu denken war und der Muchitsch lässt sich telefonierenderweise vor einer Baustelle filmen und gibt der Politik die Schuld, dass es den Coronavirus gibt. Wieso hat der werte Herr das Ganze nicht schon vor 4 Wochen verlangt. Ah so, damals hat er das Alles noch nicht gewusst, aber die Anderen müssen das schon ? Helfen Sie einfach mit und geben Sie Ihr Geld nicht für ganzseitige Werbung in lokalen Zeitungen aus, mit dem Niemand außer Ihrer Partei gedient ist.

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Patrickkoller
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Fragwürdig

Mir stellt sich die Frage, da einerseits gepredigt wird sodass wir voneinander Abstand halten sollten und nur "Systemrelevante" Dinge erledigt werden sollten um ein Anstecken und Ausbreitung des Viruses einzudämmen, womit wir ja unsere Lieben und Nachbarn schützen, also "Leben Retten". Andererseits wird verlangt dass auf Baustellen gleich weitergearbeitet wie vorher(mit Ausnahmen grösserer Baufirmen und Bauträger) da ja sonst Pönalen usw. anstehen, die jedoch keine Tätigkeiten beinhalten die Systemrelevant sind und somit verlangt wird dass der Bauarbeiter und damit meine ich nicht nur LKW-Bagger-Kranfahrer, sondern auch Maler-Installateure-Elektriker-Trockenbauer-Dachdecker-Bodenleger-Inneneinrichter usw. nicht das Recht haben sich und seine Familie wie Umgebung zu schützen!? Steht Gewinn über Leben?

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wirklichnicht
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Es gibt sowohl "systemrelevant" als auch "gefährdet"

1. Systemrelevant UND gefährdet: Ärzte, Krankenschwestern, Supermarkt-Kassier
2. Systemrelevant UND NICHT gefährdet: Krisenkoordinator, der zu Hause vom Home-Office Tätigkeiten organisiert z.B. Nachschub Schutzausrüstung
3. NICHT systemrelevant UND gefährdet: Bauarbeiter, der auf Baustellen keine ausreichenden Abstände zu anderen Personen hat (viele Baustellen)
4. NICHT systemrelevant UND NICHT gefährdet: Büro-Angestellter im Home-Office, aber auch Bauarbeiter, bei dem es gar nicht erforderlich ist, mit anderen in engem Kontakt zu arbeiten (auch diesbezüglich gibt es viele Baustellen, wo Ansteckungen gar nicht vorkommen können)

Punkt 3 ist klar, aber warum soll man auch die Arbeitsplätze vernichten, bei denen gar keine Gefahr besteht (Punkt 4)? Da können gleich alle im Home-Office aufhören zu arbeiten.

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MrRuckhofer
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Baustellenbetrieb

Nach wie vor gibt es keine eindeutige Aussage, wie es in der Baubranche weitergeht und wie diese geregelt wird. Viele große Unternehmen haben bereits von sich aus den Betrieb eingestellt, so etwa die STRABAG, ASFINAG, PORR und weitere. Dennoch gibt es zahlreiche Baustellen, auf denen der Betrieb ungehindert weiter geht. Unsicherheit, ungewiss und unaufgeklärt geht es auf den Baustellen weiter. Nicht nur dass es unmöglich ist, auf den Baustellen den empfohlenen Mindestabstand von einem Meter einzuhalten, so kommt auch noch die mangelnde Hygiene hinzu. Dazu zählen vor allem der Sanitär-Container sowie die Mannschafts- und Büro-Container. Nicht zuletzt wird, wenn überhaupt ein Sanitär-Container zu Verfügung steht, in keiner Weise an Desinfektionsmittel gedacht. Wie können wir Bauarbeiter zu diesen minderwertigen Zuständen die Vorschriften und Empfehlungen der Regierung Folge leisten? Wie kommen wir Bauarbeiter auf die Baustelle? Natürlich mit dem Auto, wo nicht selten bis zu fünf Menschen befördert werden, selbstverständlich mit einem Meter Mindestabstand! Wie geht das? Zudem kommen Baustellen, die absolut nicht auf die Fertigstellung in dieser schweren und kritischen Zeit angewiesen sind um die Infrastruktur aufrecht zu erhalten. Es ist unvorstellbar, dass in dieser Situation keine Maßnahmen gesetzt werden um die Mitarbeiter und Menschen deren Umfeld zu schützen und das Risiko der Ansteckung zu minimieren. Welchen Zweck hat das Ganze?

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wirklichnicht
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Am Bau braucht man wirklich nicht alle über einen Kamm scheren

Ein Kranführer auf 30 Meter Höhe hat sicher keine große Ansteckungsgefahr, genauso wie Fahrer von Baggern, LKW usw. wenn sie alleine fahren, und das tun sie ja sonst auch immer. Im Freien auf Autobahnbaustellen stehen die Arbeiter auch nie zusammen. Anders sieht es aus, wenn zum Beispiel ein Handwerker im Kundendienst von Haus zu Haus geht.
Die Wirtschaft wird ohnehin schon abgewürgt, da braucht man nicht auch sinnlos alle nach Hause schicken, wo es keine Gefahr gibt.

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MG1977
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Sie haben wirklich keine Ahnung.

Es gibt nicht nur Maschinisten auf unseren Baustellen. Gerade im Baubereich kommen Menschen aus allen Gebieten österreichs und den angrenzenden Staaten zusammen. Das beginnt bei der Anreise zur Baustelle, wenn bis zu neun Personen in einem Fahrzeug sitzen und geht bis zu den Baustellen containern in denen sich die Arbeiter umziehen, bzw. ihr Essen einnehmen,. Auch auf den Baustellen selbst kann niemals ein Abstand von einem Meter zwischen den Arbeitern gewährleistet werden. Dann kommt noch hinzu, daß viele Bauarbeiter Wochenpendler sind und in Gasthäusern übernachten, wo sie derzeit nicht einmal ein Essen einnehmen dürfen.

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wirklichnicht
14
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Ja sicher

Das sind dann immer die Leute, die Gründe finden, warum es nicht geht und keinerlei Gedanken verschwenden, wie es denn doch gehen könnte. Man kann sicher auf vielen Baustellen an der frischen Luft durch einfache Maßnahmen alles sicher gestalten. Aber es natürlich verlockend, nicht zu arbeiten und sich vom Staat durchfüttern zu lassen. Und ja, beim Pfusch beim Nachbarn geht es dann auch, da ist man kreativ!
Auch wenn eine Baustelle nur halb produktiv wäre, ist es noch besser als gar nicht zu arbeiten und die Leute fürs Nichtstun vom Staat zu bezahlen.

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MG1977
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Ganz bestimmt!

Bauarbeiter sind laut Ihren Aussagen nur faul und Menschen zweiter Klasse. Und übrigens Nicht jeder Bauarbeiter pfuscht beim Nachbarn.

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wirklichnicht
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Eben nicht

Kenne einen Fliesenleger, der derzeit gerne arbeiten würde, aber befürchtet, dass er den Job verliert. Er könnte in 10 fast fertigen und leeren Wohnungen alleine die Fliesen legen, kann sich auch aussuchen, mit welcher er anfängt. Er nimmt seine Jause selbst mit und fährt mit dem eigenen PKW.

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tannenbaum
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Ehrlich

gesagt verstehe ich nicht, warum z.b. ein Elektriker nicht in einem Rohbau eine Installation vornehmen kann. Die können ja sämtliche Vorsichtsmaßnahmen lückenlos einhalten! Natürlich sollten sich nicht Arbeiter verschiedener Firmen wegen Termindruck gegenseitig umrennen! Die Strafzahlungen für Baufirmen wegen verspäteter Fertigstellung gehören jetzt gesetzlich verboten! Wenn am Bau wegen dem verfluchten Virus alles eingestellt werden muß, dann dürfte auch kein Supermarkt und nichts mehr öffnen dürfen!

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sami411
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Hier

spricht Eindeutig ein Unterehmer der auf Profit aus ist.

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gruherb
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Kein Unternehmer,

sondern ein Mensch der das Hirn gebraucht.

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sev57
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Auf ihren Baustellen

sitzt also einer am Kran,einer fährt die Baumaschine und der dritte kommt mit dem LKW. Mehr Leute braucht es also gar nicht? Spielen sie weiter mit ihrem Play-Mobil Baukasten.

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gruherb
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Es sind aber nicht

alle Baustellen genau vor den Haustüren der Mitarbeiter, die Leute müssen zu den Baustellen in Bussen, Pritschen, usw., also bis zu 8 Personen in einem Fahrzeug... Die Baumaschinen müssen gewartet und repariert werden, das bedeutet die eigenen Werkstätten müssen geöffnet bleiben, auch hier sind Menschen beschäftigt, die teilweise auf engsten Raum miteinander arbeiten müssen, Die Menschen in den Büros, zuständig für die Beschaffung, Lohnverrechnung, Fakturierung, usw.,usw.

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