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Wirtschaft im Corona-SchockSprunghafter Anstieg bei Arbeitslosen, Börsen brechen erneut ein

+++ Wiener Börsenindex verliert 7,8 Prozent +++ Tausende neue Arbeitslose +++ Regierung schnürt Paket mit 38 Milliarden Euro +++ Post stellt Bargeld weiter zu +++ RBI erwartet Rezession +++ ÖBB mit Sonntagsfahrplan

Am Montag bildeten sich vor dem AMS in Graz schlangen
Am Montag bildeten sich vor dem AMS in Graz schlangen © Juergen Fuchs
 
  • Wiener Börse abermals deutlich im Minus, ATX bei minus 7,8 Prozent, Dax verliert 5,5 Prozent. Handel an Wall Street unterbrochen. Leerverkäufe verboten
  • Regierung schnürt 38 Milliarden Euro schweres Hilfspaket
  • ÖBB stellen ab Montag (23.3.) auf "Sonntagsfahrplan" um
  • Strabag stoppt alle knapp 1000 Baustellen in Österreich
  • Handel appelliert, Abstand zu halten, und öffnet für Risikogruppen exklusiv. Gewerkschaft sieht Belastungsgrenzen erreicht und fordert Maßnahmen
  • Post: Auch Bargeld wird weiter zugestellt
  • Flixbus stoppt Busse in Deutschland und fährt in Österreich
  • BMW unterbricht Produktion in Europa und Südafrika bis Mitte April - auch Steyr betroffen.
  • 49.000 neue Arbeitslose alleine Montag und Dienstag
  • Wie Sie Versicherungsprämien jetzt stunden können

Und vieles mehr.

Die wichtigsten aktuellen Meldungen aus der Wirtschaftswelt im Ticker:

20:45 Uhr: Nach Sorgen, die verstärkte Nutzung von Video-Streamingdiensten könnten in der Coronavirus-Krise das Internet verstopfen, hat sich die EU-Kommission an Netflix gewandt. EU-Kommissar Thierry Breton sprach mit Netflix-Chef Reed Hastings über Wege, die Belastung zu senken, wie die Brüsseler Behörde am Mittwoch mitteilte.

Dabei sei es unter anderem um die Idee gegangen, die Bildqualität bei starker Auslastung automatisch von HD- auf Standard-Auflösung runterzuschrauben.

20:10 Uhr: Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat angesichts der Coronavirus-Marktturbulenzen ein Verbot von gedeckten Aktien-Leerverkäufen an Wiener Börse erlassen. Das ab sofort gültige Verbot sei auf einen Monat befristet, könne "aber je nach Marktentwicklung vorzeitig aufgehoben oder verlängert werden", teilte die FMA am Mittwochabend mit.

19:20 Uhr: Die größten US-Autobauer General Motors (GM) und Ford haben sich mit der Branchengewerkschaft UAW auf einen vorübergehenden Produktionsstopp in Nordamerika aufgrund der Coronavirus-Krise geeinigt. Die Sicherheit der Mitarbeiter gehe vor, betonte GM-Chefin Mary Barra am Mittwoch in Detroit. Fords Nordamerika-Chef Kumar Galhotra sprach von "beispiellosen Zeiten".

18:55 Uhr: Die Schließungen von Automobilfabriken in ganz Europa im Zuge der Corona-Krise trifft auch den deutschen Zulieferer Osram, der im Mehrheitseigentum des steirischen Sensorherstellers ams AG steht. Der Lichtkonzern zog am Mittwoch seine Umsatz- und Gewinn-Prognosen für das laufende Geschäftsjahr zurück. Osram macht mit der Autoindustrie mehr als 50 Prozent seines Umsatzes. Betroffen ist neben dem Scheinwerfer-Geschäft auch die Sparte Optische Halbleiter.

18.30 Uhr: Alleine am Montag und am Dienstag ist die Zahl der Arbeitslosen in Österreich um 49.000 gestiegen.

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18:20 Uhr: Bei einem Minus von 7,8 Punkte des Dow Jones hat die Wall Street den Handel erneut für 15 Minuten unterbrochen. Danach brach der Index um 9,29 Prozent bzw. 1.972 Punkte ein auf 19.265 Punkte. Der weltbekannteste Börsenindex zerrte damit laut Finanzinformationsdienst CNBC gänzlich seine Zuwächse seit der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump im Jänner 2017 auf.

18:10 Uhr: Erneuter Absturz an den Börsen. Die Wiener Börse ist am Mittwoch weiter abgerutscht und hat mit schweren Kursverlusten geschlossen. Der österreichische Leitindex ATX brach um 7,79 Prozent auf 1.630,84 Punkte ein. Der deutsche Leitindex DAX und das Eurozonen-Barometer Euro-Stoxx-50 gaben um über fünf Prozent.

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17:15 Uhr: Der US-Ölpreis ist am Mittwoch im Späthandel massiv unter Druck gestanden. Gegen 17.00 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) 23,18 Dollar und damit um knapp 15 Prozent weniger als am Freitag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 25,98 Dollar gehandelt, er lag fast zehn Prozent im Minus.
17:00 Uhr: Auch Kanada legt ein milliardenschweres Hilfspaket im Kampf gegen die Corona-Krise auf. Die Regierung stelle bis zu 27 Mrd. Kanadische Dollar (18 Mrd. Euro) zur direkten Unterstützung der Bürger und Unternehmen bereit, sagt Ministerpräsident Justin Trudeau.

16:55 Uhr: Im Zuge der Corona-Krise schließt der dänische Spielzeughersteller Lego sämtliche Läden in Europa, Kanada und den USA. Allein die Geschäfte in China sollen geöffnet bleiben, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

16:45 Uhr: Durch die beispiellosen Folgen der Coronavirus-Pandemie könnte die Zahl der Arbeitslosen weltweit in diesem Jahr um fast 25 Millionen steigen. Das ging am Mittwoch aus einer Analyse der Weltarbeitsorganisation (ILO) hervor. Nur wenn die Länder weltweit gemeinsam Lösungen finden, um die Weltwirtschaft zu stützen, könne es glimpflicher ausgehen, teilte die UN-Organisation in Genf mit.

16:25 Uhr: Angesichts der immer größeren Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Europa signalisiert die EZB Einsatzbereitschaft als Krisenfeuerwehr. Falls nötig, werde man weitere Impulse setzen, erklärte die Europäische Zentralbank am Mittwoch. 

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16:10 Uhr: Die Wirtschaftskammern setzen die Vorschreibung der Grundumlagen für dieses Jahr bis auf weiteres aus. "Bereits erfolgte Vorschreibungen für das Jahr 2020 können die Unternehmen als gegenstandslos betrachten", so WKÖ-Präsident Harald Mahrer und Generalsekretär Karlheinz Kopf.

16:00 Uhr: Die irische Fluggesellschaft Ryanair streicht so gut wie alle ihre Flüge von Dienstag, den 24. März, an. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Bereits in der Nacht zum Donnerstag sollen 80 Prozent der Flüge gestrichen werden.

15:40 Uhr: Der Chef des Instituts für Höhere Studien (IHS), der Wirtschaftsforscher Martin Kocher, begrüßte am Mittwoch das große Hilfspaket der österreichischen Bundesregierung. Die 38 Milliarden Euro sind für Kocher eine "substanzielle Summe, die in den nächsten Wochen und Monaten einen wirtschaftlichen Schutzschirm" bilden. Er belaufe sich auf rund 10 Prozent des BIP in Österreich.

15:30 Uhr: Die österreichische Post wird auch weiterhin Geldbeträge zustellen, allerdings wird die Geldübergabe künftig kontaktlos erfolgen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.

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15:20 Uhr: Durch die Coronavirus-Krise ist der Stromverbrauch merklich, um rund 10 Prozent, zurückgegangen. Damit liege Österreich im europäischen Gleichklang. Frankreich habe auch rund ein Zehntel Rückgang eingemeldet, Italien minus 20 Prozent, sagte APG-Vorstandsdirektor Gerhard Christiner am Mittwoch zur APA. Der Übertragungsnetzbetreiber sieht sich in der Krise technisch und personell gut gerüstet.

15:00 Uhr: Immer Supermärkte arbeiten am Schutz älterer Kunden. Die Zeit von 8.00 bis 9.00 soll diesen Vorbehalten sein.

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14:45 Uhr: Auch das BMW-Werk in Steyr ist von der Produktionsunterbrechung bis 19. April umfasst. Am Mittwoch wurde begonnen, die Produktion herunterzufahren. 

14:40 Uhr: Wegen des aktuell sehr geringen Passagieraufkommens aufgrund zahlreicher Flugstreichungen führt der Flughafen Wien die Abfertigungstätigkeiten aller noch stattfindenden Linienverbindungen temporär im Terminal 3 zusammen. Die Maßnahme betreffe Check-in, Gepäckaufgabe, Sicherheitskontrolle und Boarding. 

14:30 Uhr: In Wien haben sich am Mittwoch die Sozialpartner getroffen, um über aktuelle Maßnahmen in der Coronavirus-Krise zu beraten. Vereinbart wurde dabei unter anderem, dass Schneiderbetriebe in Wien Schutzmasken für die Spitäler fertigen werden.

14:15 Uhr: Eine Ausnahme gilt nun auch im Telekom-Sektor. Droht eine Netzüberlastung, dürfen Betreiber fortan bestimmte Datenpakete, etwa Streamingdienste, drosseln. Was prinzipiell der Netzneutralität widerspricht. Mehr dazu lesen Sie hier

13:30 Uhr: Die Wiener Börse baut ihre Verluste deutlich aus. Am frühen Nachmittag notiert der ATX um 8 Prozent tiefer.  

12:50 Uhr: Die Bundesregierung wird wegen der durch das Coronavirus ausgelösten Krise ein bis zu 38 Milliarden großes Hilfspaket schnüren. "Wir wollen alles Menschenmögliche tun, um massenhafte Arbeitslosigkeit zu verhindern", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz nach dem Ministerrat. "Koste es was es wolle" lautet das Motto. Mehr dazu lesen Sie hier

12:00 Uhr: Mit kommendem Montag dünnen die ÖBB ihre Nahverkehrsverbindungen in ganz Österreich zunehmend aus. Geplant ist die Umstellung auf den Sonntagsfahrplan mit Verstärkung in den Hauptverkehrszeiten in der Früh und am Nachmittag.

11:50 Uhr: Die Strabag stoppt ab sofort alle Baustellen in Österreich. Dies gelte bis auf Weiteres, "mindestens jedoch bis zum 22.3.2020", wie der Konzern erklärt. Von der Maßnahme werden rund 1000 Baustellen betroffen sein. Die Mitarbeiter werden "höchst vorsorglich", wie die Strabag betont, beim Frühwarnsystem des AMS zur Kündigung angemeldet.

11:30 Uh: Spar appelliert: "Haltet einen Meter Abstand im Gang und an der Kassa". Indes setzen immer mehr Handelsketten auf exklusive Einkaufszeiten für Risikogruppen. Mehr dazu lesen Sie hier

Indes sieht die Gewerkschaft im Handel die Belastungsgrenzen erreicht und fordert "Securitypersonal, Abstandshalter und Glasflächen als Barriere". Mehr dazu lesen Sie hier

11:10 Uhr: Nach Angaben von Verbund-Generaldirektor Wolfgang Anzengruber führt die Coronavirus-Krise schon zu einem geringeren Strombedarf der Industrie, die ihre Produktion gedrosselt hat. Der Konzern selbst schaltet in den Krisenmodus, die Versorgung sei aber jedenfalls gesichert. Mehr dazu lesen Sie hier

10.55 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie zwingt auch den US-Elektroautopionier Tesla zum vorübergehenden Einstellen der Produktion. Die Behörden in Kalifornien verhängten für die ganze Region ab Dienstag eine dreiwöchige Ausgangssperre, nach der nur die notwendigsten Aktivitäten erlaubt sind. 

10.50 Uhr: Die Fernbusunternehmen Flixbus und Blablabus haben für Mittwoch die Einstellung des Busbetriebs in und aus Deutschland angekündigt. Verbindungen innerhalb Österreichs bleiben vorerst aufrecht. Mehr dazu lesen Sie hier

10.30 Uhr: BMW unterbricht wegen der Coronavirus-Pandemie bis Mitte April seine Autoproduktion in Europa und Südafrika. "Ab heute fahren wir unsere europäischen Automobilwerke und das Werk Rosslyn in Südafrika herunter", sagte Vorstandschef Oliver Zipse am Mittwoch auf der Online-Bilanzpressekonferenz laut Redetext.

BMW-Chef Oliver Zipse
BMW-Chef Oliver Zipse Foto © bmw group/eric kruegl

10.10 Uhr: Der erwartete Konjunktureinbruch in Deutschland könnte nach Ansicht von Ifo-Chef Clemens Fuest heuer noch heftiger werden als zur Finanzkrise 2009.

"Wenn die Wirtschaftsaktivität nur für zwei Monate auf 65 Prozent des Normalniveaus zurückgeht und danach wieder wächst wie erwartet, würde die Wirtschaftsleistung für das Gesamtjahr um fünf Prozent schrumpfen", schrieb der Präsident des Münchner Forschungsinstituts in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt (Mittwochausgabe). "Das wäre ein Einbruch wie im Finanzkrisenjahr 2009. Es kann aber auch deutlich schlimmer kommen."

10.00 Uhr: Viele Industriebetriebe in Kärnten und der Steiermark prüfen Kurzarbeit oder stellen die Produktion überhaupt ein. Gleichzeitig rufen Regierung und Sozialpartner dazu auf, "keinen Mitarbeiter zu kündigen".

>>> Kärnten: Mahle und Infineon prüfen Kurzarbeit
>>> Steiermark: Magna stellt Produktion in Graz ein

09.50 Uhr: Die börsenotierte Raiffeisen Bank International (RBI) hat am Mittwoch ihre ursprünglichen Prognosen für das Kreditwachstum 2020 zurückgenommen. Für notleidende Kredite muss mehr Geld zurückgelegt werden. "Wir sind fundamental auch für widrige Zeiten gut aufgestellt", versichert RBI-Chef Johann Strobl im heute vorgelegten Geschäftsbericht.

Die Bank geht infolge der Einschränkungen des alltäglichen und wirtschaftlichen Lebens von einer schweren Rezession in der Eurozone aus (Annahme eines BIP-Rückgangs für 2020: 4 Prozent) mit negativen Folgewirkungen auf die Märkte der RBI. In ihren Märkten fürchtet die RBI einen BIP-Einbruch um bis zu 6 Prozent.

09.40 Uhr: Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) fragt bei den Banken in Österreich in der Corona-Krise jetzt öfter als sonst die aktuellen Geldbestände ab. Der österreichische Notenbankgouverneur und EZB-Rat Robert Holzmann hat am Mittwoch zudem festgehalten, dass der "Instrumentenkasten der Geldpolitik" nach wie vor sehr gut gefüllt sei.

09.15 Uhr: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat angesichts der sich verschärfenden Corona-Krise ihre Bereitschaft zum Handeln betont. Falls nötig, werde man weitere Impulse setzen, erklärte die EZB am Mittwoch. "Die EZB ist bereit, alle ihre Maßnahmen gegebenenfalls anzupassen, sollte dies erforderlich sein, um die Liquidität im Bankensystem zu sichern und die reibungslose Übertragung ihrer Geldpolitik in allen Ländern zu gewährleisten", erklärte sie.

09.00 Uhr: Sollte jemand durch die Corona-Krise in Zahlungsprobleme bei einer Versicherung geraten, ist es möglich, Prämienzahlungen bei weiter aufrechtem Vertrag vorübergehend auszusetzen, einen Vertrag ruhend zu stellen oder die Prämien zu reduzieren. Mehr dazu lesen Sie hier 

Bereits gestern, Dienstag, im Liveticker:

  • Der US-Leitindex Dow Jones mit 5,2 Prozent im Plus
  • Für Risikogruppen gilt bei Billa ab sofort eine "exklusive" Einkaufsstunde von 8 bis 9 Uhr in der Früh.
  • Kostenübernahme durch AMS bei Kurzarbeit ab dem ersten anstatt ab dem vierten Monat, wie es normal vorgesehen ist.
  • 400 Kika/Leiner-Beschäftigte wechseln in Supermärkte. Das hat der Handelsverband bekannt gegeben.
  • VW setzt ab Samstag Produktion aus: Es gibt vereinzelte Infektionen von Mitarbeiten in den Werken. Der Stopp der Produktion gilt für zwei bis drei Wochen

Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

 

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