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Toyota, AppleCoronavirus bedroht Produktion in China

Noch bis 2. Februar sind offiziell Ferien in China. Springt die Produktion danach nicht wieder an, kann es bei einigen Produkten zu Lieferproblemen kommen.

Von Elektronik über Autos bis zu Kleidung: China ist die Werkbank der Welt
Von Elektronik über Autos bis zu Kleidung: China ist die Werkbank der Welt © AP
 

Der Ausbruch des Coronavirus und die Gegenmaßnahmen der Regierung in Peking schlagen sich langsam auf die Weltwirtschaft durch. China gilt weiterhin als die Werkbank der Welt. Zahlreiche Konzerne fertigen in chinesischen Fabriken Produkte für den Weltmarkt. Kommt es nach den verlängerten Neujahrsferien zu weiteren Ausfällen, könnte der Warenstrom ins Stocken geraten.

So stellt Apple sich auf Turbulenzen in seiner chinesischen Zuliefererkette ein. Einige Betriebe befänden sich in der besonders betroffenen Region rund um die Stadt Wuhan, sagte Konzernchef Tim Cook. Es gebe aber alternative Quellen für ihre Produkte.

Unklar sei die weitere Entwicklung bei anderen Zulieferern, für die die übliche Auszeit zum chinesischen Neujahrsfest zum Teil um eine Woche verlängert worden sei. Der Konzern habe einen Apple Store in China geschlossen und Reisen von Mitarbeitern in das Land reduziert, sagte Cook. Auch einige chinesische Einzelhandels-Partner hätten Geschäfte geschlossen oder die Öffnungszeiten verkürzt und in die Geschäfte kämen weniger Käufer.

Produktion eingestellt

Auch der japanische Autobauer Toyota hat angesichts der Ausbreitung des Coronavirus in China den Betrieb seiner Werke in dem Nachbarland für die nächsten Tage eingestellt. Aufgrund von Faktoren wie den Richtlinien der chinesischen Behörden sowie der derzeitigen Lage bei der Teilezulieferung habe man entschieden, den Betrieb der Fabriken bis 9. Februar auszusetzen.

Das teilte eine Sprecherin des Konzerns in Tokio mit. Man werde die Situation beobachten und entscheiden, wie ab dem 10. Februar weiter vorgegangen werde.

Home-Office

Volkswagen lässt seine 3.500 Mitarbeiter in Peking für zwei Wochen von daheim aus arbeiten. Wie der Autohersteller am Mittwoch mitteilte, werden bis auf weiteres auch alle Geschäftsreisen in China und international ausgesetzt.

Nach dem bisher geplanten Ende der - schon um drei Tage verlängerten - offiziellen Neujahrsferien am kommenden Montag sollen die Mitarbeiter in der Hauptstadt bis 17. Februar zuhause bleiben und von dort arbeiten. "Wir streben an, ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld für unsere Kollegen sicherzustellen."

Ikea schließt Möbelhäuser

Der schwedische Möbelkonzern Ikea schließt wegen des neuartigen Coronavirus vorübergehend rund die Hälfte seiner Warenhäuser in China. Diesen Entschluss habe das Unternehmen nach reichlichen Überlegungen zu der Situation gefasst, teilte der Ikea-Mutterkonzern Ingka am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die Gesundheit und Sicherheit von Kunden und Mitarbeiter habe für Ikea immer oberste Priorität. Die betroffenen Angestellten seien gebeten worden, bis auf Weiteres zu Hause zu bleiben.

Flüge gestrichen

Die britische Fluggesellschaft British Airways setzt wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in China alle ihre Flüge in die Volksrepublik und von dort nach Großbritannien aus. Das gelte ab sofort, teilte die Airline am Mittwoch mit. Sie verwies auf die Reisehinweise des britischen Außenministeriums für China.

Bei der AUA und der Konzern-Mutter Lufthansa finden bisher alle Flüge von und nach China wie geplant statt. Immerhin: Die Flugbegleiter dürfen Schutzmasken tragen.

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