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HalbjahresstatistikSFL und Alufix sind die größte Insolvenzen seit Jahresbeginn

Die Zahl der Insolvenzen ist sich im Jahresvergleich im ersten Halbjahr gleich geblieben. Die Durchschnittsverschuldung ging jedoch zurück.

Symbolbild
Symbolbild © Markus Traussnig
 

Im ersten Halbjahr 2019 dürften ähnliche viele Firmen pleitegegangen sein wie in der Vorjahresperiode. Die durchschnittliche Verschuldung ist aber zurückgegangen, zeigt die Hochrechnung des Kreditorenverbandes AKV. Zugleich fällt der deutliche Anstieg von Abweisungen mangels Masse auf. Bei Privatkonkursen war der Rückgang nicht so stark wie erwartet. Die Durchschnittsverschuldung ging auch zurück.

Bei Privatkonkursen gibt es seit dem Vorjahr einen deutlich erleichterten Zugang. Dadurch kam es 2018 zu einem Ansturm, der heuer im ersten Halbjahr nur leicht abgeebbt ist. Immer noch haben über 5.000 Menschen sich innerhalb von sechs Monaten für persönlich zahlungsunfähig gemeldet. Sollte die Entwicklung so weitergehen, könnten heuer wie im Vorjahr mehr als 10.000 Menschen Privatkonkurs anmelden, warnt der AKV.

Einkommesschwache Schuldner

Die sinkende Arbeitslosigkeit ermögliche erst Menschen mit neuer Jobperspektive den Weg über den Privatkonkurs zu wählen. Eine Abnahme der Durchschnittsverschuldung zeige, dass "vermehrt einkommensschwache Schuldner den Schritt zu einem Privatkonkurs gewagt haben", so der AKV.

Bei Firmeninsolvenzen wiederum ist die Zahl der Eröffnungen mit gut 1.500 auf Vorjahresniveau geblieben. "Weiterhin besorgniserregend sind die - meist Einzelunternehmen betreffenden - Insolvenzabweisungen mangels Masse", so der AKV. Diese stiegen um gut 12 Prozent, sodass in Summe 45 Prozent aller Firmeninsolvenzen im ersten Halbjahr abgewiesen wurden, lautet die AKV-Schätzung noch vor Ende der Periode. Obwohl es einen minimalen Anstieg bei der Zahl der Insolvenzen (+0,52 Prozent) gab, gingen die Passive von 1,1 Mrd. auf 903 Mio. Euro zurück. Die Zahl der betroffenen Jobs sank von 8.606 auf 7.053.

Nach Passiva waren die SFL Technologies GmbH inklusive ihrer Muttergesellschaft SFL Holding mit zusammen angenommenen Verbindlichkeiten von 122 Mio. Euro und die Alufix-Folienverarbeitungsges.m.b.H. mit 30 Mio. Euro die größten Pleiten. Nach betroffenen Jobs führten zwei Handelsketten, die Charles Vögele (Austria) GmbH mit 394 Dienstnehmern und die Hans Andersen GmbH mit 190 Dienstnehmern.

 

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