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Laut MasseverwalterKein Jobabbau: Großes Interesse an insolventer Firma Alufix

Im Sanierungsverfahren der niederösterreichischen Alufix-Folienverarbeitungsgesellschaft haben sich bisher mehrere Interessenten gemeldet.

© APA/Robert Jaeger
 

"Wir wünschen uns bis Ende der Woche nach Ostern indikative Angebote", sagte Masseverwalter Michael Lentsch am Donnerstag zur APA. Bis Ende Mai soll die Transaktion abgeschlossen sein. Der Fortbetrieb wurde gesichert, ein Stellenabbau sei nicht geplant.

Der Folienproduzent mit Sitz in Wiener Neudorf (Bezirk Mödling) hat im März beim Landesgericht Wiener Neustadt ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung angemeldet. Mit 52,4 Mio. Euro ist es die bisher größte Insolvenz des Jahres in Niederösterreich. Bei den Interessenten handelt es sich laut Lentsch sowohl um strategische als auch um Finanzinvestoren aus Österreich und Europa. Möglich sei einerseits ein Erwerb von Anteilen als auch eine übertragende Sanierung. "Wir sind da offen", sagte der Masseverwalter.

Produktion läuft dank Fortführungskredit weiter

Ein Jobabbau sei nicht geplant, dafür sehe er auch keine großen Potenziale, meinte der Rechtsanwalt. Die Produktion konnte mithilfe eines Fortführungskredit aufrechterhalten werden, außerdem wurde ein Factoring-Vertrag zum Verkauf offener Forderungen abgeschlossen, bestätigte Lentsch entsprechende Medienberichte.

Das 1964 gegründete Unternehmen produziert unter anderem Folien, Backpapier und Müllsäcke. Von der Insolvenz betroffen sind laut Kreditschützern 167 Arbeitnehmer und mehr als 300 Gläubiger. Als Ursachen für die Pleite wurden etwa Produktionsschwierigkeiten und Preisdruck genannt. Aktiva von rund 8 Mio. Euro stehen Passiva von 52,4 Mio. gegenüber, im Sanierungsverfahren zu berücksichtigen wären den Angaben zufolge allerdings nur 37,8 Mio. Euro. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung ist für 6. Juni geplant, die Sanierungsplantagsatzung soll am 13. Juni stattfinden. Der Vorschlag sieht die gesetzliche Mindestquote von 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren vor.

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