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Fortsetzung am 20.11."Eisige Stimmung": Keine Einigung für neuen Handels-KV

Keine Annäherung und schlechte Stimmung hat die zweite Runde der Kollektivvertragsverhandlungen im Handel am Donnerstag gebracht.

Neue Kollektivverträge für Österreichs Handelsangestellte werden verhandelt
Neue Kollektivverträge für Österreichs Handelsangestellte werden verhandelt © Fotolia
 

Die Gespräche hätten sich "den ganzen Tag im Kreis gedreht", sagte nach der Verhandlung Anita Palkovich, Chefverhandlerin der Arbeitnehmer. Und Peter Buchmüller, Chefverhandler der Arbeitgeber, stellte eine "eisige Stimmung" fest.

Die Gewerkschaft wird in den nächsten beiden Wochen in allen Bundesländern Betriebsrätekonferenzen abhalten, kündigte Palkovich an. Aber am 20. November wird weiterverhandelt und auch ein vierter Termin ist bereits vereinbart. Diese Termine "sollten wir als Sozialpartner im Handel auch noch gut nutzen", so Palkovich.

Klar ist: die Arbeitnehmer haben noch keine Forderung gestellt, um wie viel die Gehälter steigen sollen. Palkovich begründete das im Gespräch mit der APA damit, dass die Arbeitgeber zu den anderen, nicht auf das Geld bezogenen Wünschen der Gewerkschaft "keine substanzielle Angebote" gemacht hätten.

Handelsvertreter "schwer irritiert"

Vorhandenen Vorschlägen fehle es an Verbindlichkeit und an einer "ernsthaften Auseinandersetzung mit unseren Forderungen", etwa zu altersgerechten Arbeitszeitmodellen oder dem schnellere Erreichen einer sechsten Urlaubswoche. Solange nicht klar sei, wie die rahmenrechtlichen Verbesserungen aussehen, "sehen wir uns nicht in der Lage, monetäre Forderungen zu formulieren", so Palkovich.

Buchmüller ist "schwer irritiert", dass es von den Arbeitnehmern noch keine prozentuellen Forderungen im Gehaltsbereich gibt. Dabei habe die Arbeitgeberseite bei einigen nicht-tarifären Punkten Gesprächsbereitschaft gezeigt, insbesondere bei der Anrechnung von Karenzzeiten, der Bildungskarenz oder der Vier-Tage-Woche. Auch über eine "hohe Forderung" bei der Lehrlingsentschädigung seien die Arbeitgeber bereit zu reden, sagte Buchmüller zur APA. Es scheine, als würden die Arbeitnehmer diese Angebote nicht wahrnehmen.

Arbeitszeit "poppt immer wieder auf"

Dennoch werden die Arbeitgeber ihre Vorschläge bis zum nächsten Verhandlungstermin präzisieren und ausformulieren, denn dazu könne man nicht "innerhalb einer halben Stunde" etwas formulieren, da müssten Arbeitsrechtler drangehen. Und die Arbeitnehmer würden zwar kritisieren, dass auf ihre Forderungen nicht eingegangen wird, aber "wir haben auch Forderungen, aber darüber wollen sie partout nicht reden", so Buchmüller. Dazu gehört eine längere Durchrechnungszeit. Verhandlungen seien aber keine Einbahnstraße. Und außerdem gehörten rahmenrechtliche Forderungen im Kern nicht zu den Gehaltsverhandlungen sondern in eine KV-Reform.

Im Hintergrund steht auch die Erhöhung der maximalen täglichen Arbeitszeit auf 12 und der wöchentlichen Arbeitszeit auf 60 Stunden, auch wenn das nicht im Zentrum steht: "Das poppt immer wieder auf", formuliert es Buchmüller. Dabei wäre er bereit, selber in Betriebe zu fahren, falls dort die Freiwilligkeit der Arbeitnehmer nicht respektiert werde. "Im Grunde wollen wir gar nicht, dass Mitarbeiter 12 Stunden arbeiten, weil dann die Konzentration nachlässt", sagt Buchmüller.

Kommentare (7)

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SoundofThunder
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😏

Der Spar wirbt schon mit Flexiblen Arbeitszeiten 😏

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Balrog206
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Sound

Werde dein eigener Chef es ist nie zu spät ! Dann brauchest du dich mit den ausbeuterischen Firmen Inhabern nichts mehr diktieren lassen ! Also was hält dich auf !

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SoundofThunder
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Balrog

Sie sind ja einer von denen die behauptet haben dass sich durch das neue AZG nichts ändern wird. Gekommen ist es anders! Und es geht darum dass die Wirtschaft keine ÜBERSTUNDENZUSCHLÄGE bezahlen will. Und das quer Beet durch alle Branchen. Mit diesem Posting sollten Sie aufgeklärt sein. Flexibel sind wir alle! Überstunden leisten wir alle! 12h und mehr (je nach Branche) sind auch schon viele VOR der Arbeitszeitflexibilisierung gegangen. Und das waren (jetzt nicht mehr) mit Zuschlägen bezahlte Überstunden! Was ist daran so schwer zu verstehen? Sagte dein KurzIV nicht dass sich Leistung wieder lohnen muss? Mehr Netto vom Brutto? Und sich einen guten Abschluss der Verhandlungen wünscht?

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Balrog206
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Sound

Komisch warum zahlen wir noch Zuschläge für Überstunden , wenn das so ist wie du behauptest 🤔

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SoundofThunder
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🤔

Wenn Sie merken dass die Konkurrenz sich dadurch einen Vorteil verschaffen kann werden sie gezwungen sein nachzuziehen. Weil ihnen nichts anderes übrig bleibt wenn sie überleben wollen.Wenn ich weniger Lohnnebenkosten habe und meine Mitarbeiter mir billiger kommen kann ich am Ende meine Produkte im Vergleich zur Konkurrenz billiger verkaufen. Dann bekomme ich den Auftrag und nicht derjenige der die Überstundenzuschläge bezahlt. Und die Wirtschaft brummt,die Regierung erleichtert euch eh. Körperschaftssteuer! Unfallversicherung und Krankenversicherung für die Arbeitnehmer zahlt ihr doch auch in Bälde weniger? Wer muss dann mehr bezahlen wenn ihr weniger zahlt? Wieso bekommen 155000 Arbeitgeber mehr Rechte bei den Kassen als 3500000 Arbeitnehmer? Die Arbeitnehmer in Summe zahlen mehr ein als die Arbeitgeber.

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Mr.T
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Hahaha...


... ein guter Vorschlag?!?!?

Werde vom Ausgbeuteten zum Ausbeuter!!! Wenn wir dann nur mehr Selbstständige haben gibt es ja auch kein Problem mit den Arbeitnehmern mehr ;-)

Der ist genauso gut wie der Vorschlag vom Kurz... das Anschaffen von Eigentum beschützt vor Altersarmut... und wenn du dann arbeitslos wirst enteignen wir dich!!!

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Balrog206
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Mr t

Setzt du anscheinend schon vor raus das ein Ag immer ein Ausbeuter ist mit deiner Aussage ?

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