Die aktuelle Debatte rund um Versicherungsträger und Kosteneffizienz macht auch in der SVS nicht Halt. Ja, man habe zwar 180 Mitarbeiter für die 100.000 Versicherten in Kärnten, aber deren Arbeit betrifft immer mehr auch österreichweite Anliegen aus allen Bundesländern.
Zur Öffnung stand ein symbolischer Meilenstein vor dem Eingang der zusammengelegten Landesstelle. Im Zubau dominiert Holz als Baustoff. Der einstige Standort der Sozialversicherungsanstalt der Bauern in der Feldkirchner Straße wurde kernsaniert und modernisiert. SVS-Obmann Peter Lehner betonte die schnelle, digitalisierte Abwicklung im Alltag, etwa nach Arztbesuchen, die neben der wichtigen persönlichen Beratung zu den täglichen Leistungen gehören.
Die 12 Millionen Euro schwere Investition sei natürlich nur durch effizientes Arbeiten und die Beiträge der Selbstständigen, die genauso wie Landwirte und Unternehmer, an einem Ort die Anlaufstelle für alle ihre Anliegen vorfänden.
Klagenfurt fühlt bei Zahngesundheit nach
In den 13 Monaten haben regionale Baufirmen gewerkt. Das Heizsystem wurde ausgetauscht: Statt Gas hängt man jetzt am Fernwärmenetz der Stadt. Teil des Effizienzgedankens: „Mit der Anmeldung wird der Fall schon beschrieben und aufgenommen, damit in der persönlichen Beratung keine Zeit verloren wird“, so Lehner.
180 Mitarbeiter in dem Gebäude unterzubringen, ginge nicht: Die SVS hat die Büros so geplant, dass je Einheit auf fünf Personen vier Tische kommen. Durch flexible Lösungen mit Homeoffice finde man trotzdem einen Sitzplatz vor. Kurzzeitig sei man am alten Standort in der Bahnhofstraße komprimiert gewesen. Eine der SVS-Leistungen wird übrigens ausschließlich für ganz Österreich in Klagenfurt bearbeitet: die Zahngesundheit.
Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber (ÖVP) hat bei der Eröffnung auch einen persönlichen Bezug: „In meiner Vergangenheit habe auch ich Beiträge an die Sozialversicherungsanstalt der Bauern gezahlt.“ Es sei eine nachhaltig umgesetzte Großinvestition in den Standort Kärnten, an dem auch Arbeitsplätze und Wertschöpfung damit gesichert werden, so Gruber.
Es stehen sieben E-Ladestationen zur Verfügung, auf dem Dach wurde eine PV-Anlage mit einer 38 kWp-Leistung installiert.