Im Rahmen einer Gala wurde am Donnerstagabend Kärntens Lehrling des Jahres gekürt. Bereits zum zwölften Mal lud die Talenteakademie der Wirtschaftskammer Kärnten ins Casineum Velden. 42 künftige Fachkräfte aus sechs Branchen gingen um die begehrte Auszeichnung ins Rennen. Den Titel „Lehrling des Jahres 2025” holte sich Noah-Samuel Trettenbrein. Der gelernte Maurer zählt zu den besten Nachwuchstalenten Kärntens.
„World Skills“ in Shanghai
Noah-Samuel Trettenbrein möchte zeigen, „was mit einer Lehre alles möglich ist. Man kann Großes erreichen, wenn man anpackt.“ Der 19-Jährige, der seine Lehre als Maurer bei der Firma BM-Haus GmbH in St. Paul im Lavanttal absolvierte, ist sich dessen sicher. Dass er seinen Anspruch, auf jeder Baustelle saubere Arbeit und ein sichtbares Ergebnis am Ende des Tages zu hinterlassen, erfüllt, hat er bereits mehrfach bei Lehrlingswettbewerben bewiesen.
Lehrling des Jahres im Porträt
2025 wurde der gebürtige Lavanttaler Landessieger in Kärnten und Staatsmeister bei den AustrianSkills. Im September dieses Jahres wartet die bisher größte Herausforderung auf ihn: Er vertritt Österreich bei den Berufeweltmeisterschaften in Shanghai. Auch für die Zeit danach hat er bereits große berufliche Pläne: Zunächst möchte er die Polierschule absolvieren, anschließend strebt er die Position des Bauleiters an und langfristig möchte er den Abschluss als Baumeister machen. „Türöffner“ war für ihn die Lehre, in der er sein volles Potenzial ausschöpfte.
„ Lernen unter realen Anforderungen“
WK-Präsident Jürgen Mandl unterstrich die Bedeutung der Lehre: „Die Lehre ist heute mehr denn je der Bildungsweg Nummer eins, weil sie Praxis und Zukunftschancen ideal miteinander verbindet.“
Zum elften Mal wurde der „Mentor des Jahres“ gekürt, die Siegerin stand schon 2018 bei der Gala zum „Lehrling des Jahres“ auf der Bühne. Damals wurde sie unter ihrem Mädchennamen Gruber zum „Lehrling des Jahres 2018“ gewählt. Gestern Abend wurde Stefanie Bauer, Maler- und Beschichtungstechnikerin bei der „Die Optimaler GmbH“ in Villach, zur „Mentorin des Jahres“ gewählt. Im Rahmen ihrer Tätigkeit in der Lehrlingsausbildung bereitet sie seit vielen Jahren Jugendliche intensiv auf Wettbewerbe vor. Dabei stehe für sie nicht das Gewinnen von Medaillen im Vordergrund, sondern das Lernen unter realen Anforderungen, so Bauer: „Junge Menschen sind die Zukunft des Handwerks. Sie zu begleiten, ihr Potenzial zu fördern und ihre Entwicklung – fachlich wie persönlich – mitzuerleben, ist meine größte Motivation.“