Die Flüchtlingskrise 2015 brachte auch enorme Herausforderungen für den österreichischen Arbeitsmarkt mit sich. Rund 57 Prozent der Menschen, die vor zehn Jahren nach Österreich gekommen sind, haben heute einen Job. Johannes Kopf, Vorstand des Arbeitsmarktservice (AMS), sagte jüngst zur Kleinen Zeitung: „Die Integration in den Arbeitsmarkt funktioniert. Sie ist teuer, aber aus meiner Sicht alternativlos, weil die Nicht-Integration noch teurer ist als die Integration. Ein Deutschkurs ist billiger als ein Monat Mindestsicherung“, so Kopf zur Kleinen Zeitung. Aktuell haben in Österreich über 63.000 Personen, aus Syrien, Afghanistan, Iran oder Iraq – den damaligen Fluchtländern eine Beschäftigung. „Dass 57 Prozent der im Jahr 2016 Geflüchteten heute einen Job haben, sehe ich als Erfolg. 100 Prozent werden wir nie erreichen. Außerdem waren schon 77 Prozent von ihnen in einer Beschäftigung, die jedenfalls länger als sechs Monate gedauert hat“, so Kopf. Die Aufgabe der Integration in den Arbeitsmarkt dauert aber weiter an. Allein 2024 wurden rund 67.900 anerkannte Flüchtlinge durch das AMS unterstützt.
Johannes Kopf in der ZiB2
AMS-Chef: „Es ist nicht gelungen, Geflüchtete gut im Land zu verteilen“
Johannes Kopf, Vorstand des Arbeitsmarktservice (AMS), betont in der ZiB2, dass es in Österreich seit der Flüchtlingskrise 2015 nicht gelungen sei, die Geflüchteten gut über Österreich zu verteilen. „Das fällt uns jetzt auf den Kopf“, so der AMS-Chef. In Wien seien 32.000 Geflüchtete beim AMS arbeitslos gemeldet, während es in anderen Bundesländern zum Teil nur einige Hundert sind.
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