Smartphones und Tablets, die ab dem heutigen Freitag in der EU neu auf den Markt gebracht werden, bekommen ein neues Energielabel. Damit sollen Konsumentinnen und Konsumenten laut Europäischer Kommission künftig einschätzen können, wie haltbar und reparierbar ein Gerät ist. Das Label gibt an, ähnlich wie bereits Waschmaschinen, Fernseher oder Geschirrspüler, wie energieeffizient ein Produkt ist und wie lange der Akku hält.

Auch Angaben zum Schutz vor Staub und Feuchtigkeit sowie dazu, wie robust das Gerät bei Stürzen ist, gehören dazu. „Dieses Energielabel wird den EU-Verbrauchern helfen, fundiertere und nachhaltigere Kaufentscheidungen zu treffen und einen nachhaltigeren Konsum fördern“, hieß es von der Brüsseler Behörde. Smartphones und Tablets ließen sich auf diese Weise vor dem Kauf besser vergleichen.  

Das neue EU-Energielabel für Smartphones und Tablets liefert u. a. auch Informationen zur Reparaturfreundlichkeit und zur Lebensdauer der Geräte  | Das neue EU-Energielabel für Smartphones und Tablets liefert u. a. auch Informationen zur Reparaturfreundlichkeit und zur Lebensdauer der Geräte
Das neue EU-Energielabel für Smartphones und Tablets liefert u. a. auch Informationen zur Reparaturfreundlichkeit und zur Lebensdauer der Geräte
| Das neue EU-Energielabel für Smartphones und Tablets liefert u. a. auch Informationen zur Reparaturfreundlichkeit und zur Lebensdauer der Geräte © EU

Wichtige Ersatzteile müssen schnell verfügbar sein

Parallel zum Energielabel gelten für Hersteller neue Anforderungen für ein sogenanntes Ökodesign. So sollen Smartphones und Tablets der Kommission zufolge widerstandsfähiger, die Akkus langlebiger und Softwareupdates länger verfügbar sein. Auch wichtige Ersatzteile sollen schnell bereitgestellt werden. Konkret müssen Hersteller für sieben Jahre nach dem Kauf wichtige Ersatzteile wie Displays, Akkus und Kameramodule innerhalb von fünf bis zehn Werktagen bereitstellen. Softwareupdates müssen mindestens fünf Jahre lang angeboten werden.

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Hersteller für sieben Jahre nach dem Kauf wichtige Ersatzteile wie Displays, Akkus und Kameramodule innerhalb von fünf bis zehn Werktagen bereitstellen © Adobe Stock

Auf dem Label steht auch, wie viele Stunden und Minuten der Akku nach vollständiger Ladung hält und wie viele Ladezyklen der Akku übersteht, bis er nur noch 80 Prozent der ursprünglichen Kapazität hat. Wie robust das Gerät bei Stürzen ist und wie leicht man es reparieren lassen kann, wird jeweils auf Skalen von A bis E angegeben. Je höher die Klasse, desto robuster und leichter zu reparieren.

Hilfe für „fundiertere und nachhaltigere Kaufentscheidungen“

Das Energielabel soll laut EU-Kommission den Konsumentinnen und Konsumenten „dabei helfen, fundiertere und nachhaltigere Kaufentscheidungen zu treffen. Smartphones und Tablets ließen sich vor dem Kauf besser vergleichen“. Mit den neuen Vorgaben sollen zudem große Mengen CO2 und Strom eingespart werden.

„Je einfacher es ist, ein Produkt zu zerlegen und Ersatzteile zu finden, desto höher ist die Reparaturklasse“, wurde seitens der europäischen Verbraucherschutzorganisation Beuc betont. „Die Verbraucher sollten jedoch wissen, dass der Preis für Ersatzteile und Reparaturdienste nicht in die Endnote einfließt.“ Ein Smartphone der Reparaturklasse A bedeute nicht unbedingt, dass es billiger zu reparieren ist.