Erstmals seit Anfang März ist der Bitcoin kurzzeitig auf über 95.000 US-Dollar gestiegen. Am Freitag legte er auf der Handelsplattform Bitstamp bis auf 95.011 US-Dollar zu. Zuletzt fiel er allerdings wieder zurück und kostete rund 94.500 Dollar (umgerechnet 83.092 Euro). Damit lag er ein wenig höher als am Freitagmorgen.

Auf Wochensicht verzeichnete er aber kräftige Gewinne. Zu Beginn der Woche hatte er noch deutlich zugelegt. Die harsche Kritik von US-Präsident Donald Trump an Notenbankchef Jerome Powell hatte die Märkte verunsichert. Der Bitcoin profitierte, nachdem er am Wochenende noch weniger als 95.000 Dollar gekostet hatte. Im März rutschte der zuvor gefallene Kurs noch auf unter 90.000 Dollar ab.

Trump zeigt Wirkung

„Der Risikoappetit auf Bitcoin scheint wieder an Fahrt aufzunehmen“, kommentierte Analyst Timo Emden. „Neben großen Adressen, welche sukzessive ihre Positionen aufstocken, werden auch zusehends Privatanleger wieder hellhörig und befeuern die Rallye zusätzlich.“ Diese könnte sich laut Emden im Falle einer weiter anziehenden Risikofreude noch einmal beschleunigen. „Neben der Aussicht auf Leitzinssenkungen dies- und jenseits des Atlantiks sind es konjunkturelle Unwägbarkeiten, welche Anleger in Bitcoin bewegt.“