Die Wirtschaftsdelegierte der Wirtschaftskammer Österreich in Washington, Irene Lack-Hageneder, betonte am Montagabend in der ZiB2, dass österreichische Unternehmen von den US-Zöllen „definitiv stark betroffen sind“. Die USA sind für Österreichs Wirtschaft der zweitwichtigste Exportmarkt, neben den Stahl- und Aluminiumzöllen sowie den Autozöllen gelten die Pauschalzölle ja für fast alle Produkte, die in die USA eingeführt werden. Die Lage für jene fast 300 rot-weiß-roten Unternehmen, die auch direkt in den USA produzieren, würde sich unterschiedlich präsentieren, es sei keine homogene Gruppe, so Lack-Hageneder. Es werde durchaus überlegt, mehr Produktion in die USA zu verlagern, doch das gehe nicht von heute auf morgen. US-Gesellschaften aufzugeben, sei aber keine Lösung. Von österreichischen US-Exporteuren sei zu hören, dass viele große Vorräte angelegt haben, „die Lager sind bummvoll“, konkrete Auswirkungen der Zölle werde man erst in einigen Monaten sehen.