Am Montag begannen im Sozial- und Arbeitsministerium die Verhandlungen der Regierung mit den Sozialpartnern zur neuen Bildungskarenz, die die gleichermaßen großzügige wie teure bisher geltende Regelung ab 2026 ersetzen soll. Es brauche klare Vorgaben für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, dass es sich dabei um „für die weitere berufliche Entwicklung sinnvolle Ausbildungen handelt“, erklärt Petra Draxl, die Vorständin des AMS Österreich, im Gespräch mit der Kleinen Zeitung. Mit „Zielrichtung und Nutzen“, also einer inhaltlichen Prüfung. Das AMS will künftig Bildungskarenz-Vereinbarungen nicht nur formal prüfen, sondern auch ablehnen dürfen. „Wir möchten als AMS die Möglichkeit haben, Nein zu sagen“, so Draxl. Nur rund ein Drittel der bisherigen Bildungskarenzen sei auch „sinnvoll“ für die berufliche Entwicklung gewesen.