VW hat eine Zeit des Umbruchs hinter sich. Unternehmen und Gewerkschaft hatten sich kurz vor Weihnachten nach langem Ringen auf ein Sanierungsprogramm geeinigt, das den Abbau von 35.000 Arbeitsplätzen in Deutschland bis 2030 vorsieht.

Der Abbau soll ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen. Die Führungsetage wird bis 2030 rund 300 Millionen Euro an Gagen einsparen, Sparprogramme bei den Mitarbeitern und der jüngste Tarifabschluss sollen die Kosten jährlich um mehr als vier Milliarden Euro senken. Die technische Kapazität an den deutschen Standorten wird um über 700.000 Fahrzeuge reduziert. Die Schockwellen hallten nach.

Das betont der VW-Chef

VW-Chef Markus Schäfer betonte im Vorfeld aber: Jetzt könne man wieder nach vorne schauen und sich auf die neuen Produkte konzentrieren.

Wie auf den ID. Every1, also um die Marketingstrategen zu übersetzen: E-Mobilität für jeden, Startpreis 20.000 Euro. Ab 2027. Volkswagen hätte wohl eine schnellere Lösung haben können, aber die Verhandlungen mit Renault (lässt den Twingo neu aufleben) platzten. Also muss der Volkswagenkonzern alleine ins 20.000-Euro-Elektro-Revier. Auf dem Weg hat sich übrigens schon ein Markenkollege verabschiedet: Skoda wird beim Konzernprojekt nicht mitmachen. Soviel zur Einordnung.

Die wichtigsten Fakten zum Elektro-VW

Was kann jetzt das neue 20.000-Euro-Elektro-Auto von Volkswagen? Das sind die ersten Informationen, die VW verrät: „Die Studie erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h und wird von einer neu entwickelten E-Maschine mit 70 kW (95 PS) angetrieben. Die Reichweite liegt bei mindestens 250 Kilometern. Mit einer Länge von 3880 mm ist der ID. Every1 zwischen dem ehemaligen up! (3.600 mm), dem ID. 2all (4.050 mm) und dem aktuellen Polo (4.074 mm) positioniert. Innen bietet er Platz für vier Personen und ein Kofferraumvolumen von 305 Litern.“

Recycelte Materialien im kleinen VW

Weitere Abmessungen: 1860 mm (Breite), 1490 mm (Höhe). Interessant ist, dass man sich aufgrund des Elektro-Konzepts auf der Größe den Platzverhältnissen eines Polos annähern kann, was durchaus erstaunlich ist. Bei den Materialien für das Interieur schwimmt man mit dem Zeitgeist mit: Recycelte Materialien (wie Materialien aus wiederverwerteten PET-Flaschen) geben den Ton an. Beim Design hat man ebenso einen guten Ton getroffen, der Kleine wirkt knuffelig, vertrauenswürdig.

Vor dem ID. Every1 kommt der ID. 2all in die 25.000-Euro-Basispreisliga, die aber schon heute umkämpft ist.