mehr als 30 Jahren ist die Raiffeisen Bank International (RBI) in Russland tätig, neben der italienischen UniCredit ist sie die größte westliche Bank vor Ort. Die russische „AO Raiffeisenbank“ ist die Cashcow der RBI, zum 2,1-Milliarden-Euro-Gewinn in den ersten neun Quartalen 2024 trug das Russland-Geschäft mehr als die Hälfte bei. In der Bank sollen knapp sechs Milliarden Euro Eigenkapital schlummern – Mittel, auf die RBI aufgrund von Sanktionen jedoch nicht zugreifen kann, die Gewinne sind in Russland gebunden und dürfen nicht an die RBI in Wien weiterfließen.
Prozess gegen Strabag-Eigner
Russische Milliardenklage: „RBI ist noch tiefer in der Zwickmühle“
Analyse.
Der milliardenschwere Rechtsstreit zwischen Strabag und RBI auf der einen und Russland auf der Gegenseite geht in die nächste Runde. Durch die Hintertüre will sich ein russischer Oligarch sein sanktioniertes Vermögen holen, die Österreicher geben sich nicht geschlagen. So könnte es jetzt weitergehen.
© APA / Roland Schlager