Jetzt ist es soweit. Der von der Dachgesellschaft Pierer Mobility AG bereits am Dienstag angekündigte Weg vor das Insolvenzgericht wurde beschritten: Für die drei Gesellschaften des Motorradherstellers KTM, die KTM AG und ihre Töchter KTM Components GmbH sowie KTM F&E GmbH wurden beim Landesgericht Ried im Innkreis jeweils Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beantragt. Die drei Gesellschaften beschäftigen insgesamt 3623 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wobei 2380 auf die KTM AG entfallen. Bei den Passiva gibt es unterschiedliche Angaben, je nach Einberechnung etwaiger Verwertungserlöse oder den Fall einer Liquidation. Laut den Gläubigerschützern des AKV sind von den drei Insolvenzen insgesamt 3623 Dienstnehmer betroffen, die Gesamtverbindlichkeiten werden auf rund 2,9 Milliarden Euro bei rund 2500 Gläubigern geschätzt. Creditreform führt Passiva von gut zwei Milliarden Euro an.