Von der Weltmarke zum Sanierungsfall – die rasante Talfahrt des Motorradspezialisten KTM sorgt weit über die Grenzen von Österreich hinaus für Aufsehen. Zwar haben sich in den vergangenen Monaten in immer kürzeren Intervallen die schlechten Nachrichten gehäuft, dass KTM tatsächlich in die Insolvenz schlittern würde, wurde noch vor Kurzem dennoch für unmöglich gehalten. Wie berichtet, wird am morgigen Freitag ein sogenanntes Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beantragt (Geschäftsführung bleibt mit einem Insolvenzverwalter an Bord, Mindestquote für Gläubiger liegt bei 30 Prozent). Kernaktionär Stefan Pierer hatte angekündigt, um sein „Lebenswerk KTM“ zu kämpfen. Binnen 90 Tagen, so die Hoffnung, werde ein Sanierungsplan vorliegen, eine Redimensionierung soll KTM zurück in die Spur bringen.
Wie konnte es soweit kommen?
Insolvenz der KTM AG: Eine bittere Talfahrt im Renntempo
Analyse.
Die KTM-Insolvenz wirft Fragen auf, wie konnte es soweit kommen? Am Freitag wird der Antrag auf ein Sanierungsverfahren gestellt. Tausende Beschäftigte zittern.
© APA / Manfred Fesl