Ein lautes Klacken, dann öffnen sich die Metallbügel an den Leitungen. Danach ist ein lautes Knistern, das etwas unangenehm in den Ohren ist, zu hören und trotz strahlendem Sonnenschein sind die Funken zu sehen. Als Zuseher würde es einen nicht wundern, wenn einem gleich die Haare zu Berge stehen. Diese Schaltung demonstriert eindrucksvoll, welche enorme elektrische Spannung hinter diesem Vorgang steht. Im Umspannwerk der Kelag am Klagenfurter Südring ist das ein Teil des Alltags, von dem die meisten Stromkunden gar nichts wissen. Nach drei Jahren Bauzeit sind die Umbauarbeiten abgeschlossen. Elf Millionen Euro flossen in die Modernisierung des in den 1960er Jahren errichteten Umspannwerks, das essenziell für den Süden von Klagenfurt, die Wörthersee-Region und das Rosental ist. Die Arbeiten waren eine Herausforderung oder, wie Michael Marketz, Geschäftsführer der Kelag-Tochter Kärnten Netz, sagt: „Eine Operation am offenen, elektrischen Herzen.“ Denn aufgrund der Einbindung der acht 110-KV-Leitungen und des beschränkten Platzes wurde das Umspannwerk bei laufendem Betrieb erneuert. Schrittweise wurden neue Anlagenteile errichtet, dann die alten abgeschaltet und demontiert. Die Bauarbeiten wurden von der Strabag durchgeführt. Gerold Laubreiter, Strabag-Direktionsleiter für Kärnten und Steiermark, betont: „Die Kelag und ihre Tochtergesellschaften sind wichtige Auftraggeber, durch die viele Arbeitsplätze in Kärnten gesichert werden.“
Millioneninvestitionen
So rüstet sich die Kelag gegen ein Blackout
Modernisierung des Umspannwerkes Klagenfurt gerade abgeschlossen, fünf weitere in ganz Kärnten wie Treibach und Rangersdorf befinden sich im Bau.
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