Die diesjährigen Kollektivvertragsverhandlungen bergen viel Zündstoff. Während bei den Metallern gestreikt wird, demonstrierten am Dienstag gut 1500 Handelsbeschäftigte in Wien und Salzburg für mehr Gehalt. Nach nur vier Stunden haben am heutigen Donnerstag die Sozialpartner ihre Verhandlungen über einen neuen Gehaltsabschluss für über 430.000 Handelsangestellte abgebrochen und auf den 28. November vertagt. Arbeitgeber-Vertreter und Handelsobmann Rainer Trefelik beklagte, „dass die Gewerkschaft heute absolut nicht bereit war, ernsthaft über unser Angebot zu diskutieren“. Stattdessen habe sie ihre Forderung „sogar noch erhöht“, so Trefelik im Anschluss der Gesprächsrunde laut einer Aussendung.
Gegenseitige Schuldzuweisung
Keine Einigung: KV-Verhandlungen im Handel unterbrochen
Keine Einigung in der dritten Runde: Die Gewerkschaft fordert Abdeckung der Inflation, die Arbeitgeber verwiesen auf rückläufige Umsätze und legten ein erstes Angebot vor – das wurde von der Gewerkschaft abgelehnt. Betriebsversammlungen werden in der kommenden Woche wieder aufgenommen.
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