„Ich bereue es.“ Mit diesen Worten entschuldigt sich ein junger Steirer vor dem Bezirksgericht Voitsberg für ein Fehlverhalten, bei dem er zwei Insassen seines Fahrzeugs und weitere Verkehrsteilnehmer massiv gefährdet hatte. Ende August des Vorjahres war der junge Mann mit seinem besten Freund und einer Freundin etwas essen. „Danach haben wir auch etwas getrunken“, erzählt der Angeklagte. 1,2 Promille Alkohol im Blut ergab die Messung nach dem schweren Unfall, den der Mann gegen 21.40 Uhr in einer 30er-Zone nahe dem Pibersteiner See mit überhöhter Geschwindigkeit verursacht hatte. Der Wagen hatte sich in der Folge überschlagen und blieb auf der Fahrerseite liegen. Alle drei Personen konnten sich aus dem völlig zerstörten Unfallauto befreien, das von der Feuerwehr geborgen werden musste.
„Sie haben so etwas von Glück gehabt, dass Ihren Beifahrern nichts passiert ist, sonst würden sie jetzt vor dem Landesgericht sitzen. Und müssten vielleicht damit leben, dass Ihrem besten Freund etwas zugestoßen ist“, betont die Richterin bei der Verhandlung am Bezirksgericht Voitsberg. Und sie konkretisiert noch: „So viel Glück werden Sie in Ihrem Leben wahrscheinlich kein zweites Mal haben.“
Geldstrafe
Seinen Führerschein hat der Lenker für fünf Monate abgeben müssen und gerade erst wiederbekommen. Nun muss der geläuterte Steirer auch tief ins Geldbörsel greifen. Er wird vom Gericht wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit zu einer Geldstrafe in Höhe von 2160 Euro, die sich aus 80 Tagessätzen zu je 27 Euro ergibt, verurteilt. Auch einen Anteil an den Prozesskosten in Höhe von rund 250 Euro muss er übernehmen.