Sechs Monate. So lange muss das Lipizzanergestüt in Piber auf seine Hufschmiede verzichten. Das Duo muss nach der Lehre (einer lernte in Piber, der andere in Wien) mit 7. Juli zum Wehrdienst einrücken. Zwei Fachkräfte also weniger – eine Herkulesaufgabe. „Wir haben 300 Pferde, es wird bei uns nie langweilig“, fasst es Gestütsleiter Erwin Movia zusammen. Aber „das ist in jeder Berufssparte so, das muss man einberechnen“. Etwa auch in der Autobranche. Ein KFZ-Meister aus dem Murtal versucht aktuell, die Einberufung seines Mitarbeiters zu verhindern: Er wurde bereits „bis ins Ministerium“ vorstellig, doch er muss einen Ersatz suchen. “Das ist bei der derzeitigen Lage am Arbeitsmarkt nahezu unmöglich“, klagt dieser.
Jungschmiede müssen zum Heer
Weltbekanntem Lipizzanergestüt Piber kamen die Hufschmiede abhanden
Fachkräfte, die nach der Lehre zum Bundesheer müssen und im Betrieb fehlen, das stellt das Bundesgestüt in Piber aktuell vor Probleme. Denn „sechs Monate ohne Hufschmied gehen nicht“, sagt Gestütsleiter Erwin Movia. Ersatz ist aber schon gefunden.
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