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Fünftes UnwetterBundesheer schickt 40 Pioniere nach Gasen

54 Unwettereinsätze, vor allem in in Weiz: Land ruft Katastrophenzustand in Gasen aus. Landesspitze war bei Betroffenen. Auch wird Bau des Hochwasserschutzes für die Gemeinde vorgezogen.

Schäden in Gasen © Land
 

Gasen ist am Freitag von Unwettern erneut heimgesucht worden: Der  Gasenbach ist über Ufer getreten, ein Haus wurde evakuiert, zwei weitere gesperrt. Die L104 zwischen Gasen und Birkfeld auf einer Länge von einem Kilometer weggerissen. Auch in anderen Gemeinden richteten Unwetter Schäden an. 

Laut Landesfeuerwehrverband gab es am Freitag 54 Unwettereinsätze, vor allem in den Bezirken Weiz, Bruck-Mürzzuschlag, Deutschlandsberg und Hartberg-Fürstenfeld. Die Behörde hat in Teilen von Gasen den Katastrophenzustand erklärt.

Laut Bundesheersprecher Michael Bauer werden "ab nächster Woche 40 Pioniere des Bundesheer aus Graz eine Brücke und eine Krainerwand bauen und das Bachbett nach den Zerstörungen wiederherstellen".

Die Unwetterschäden: Muren, Überflutungen und Leid in Gasen

FF Gasen
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Nach schweren Unwettern im Raum Gasen trat der Gasenbach gestern Abend über die Ufer und riss rund einen Kilometer der L 104 zwischen Gasen und Birkfeld weg.

BFV Weiz

Es kam auch zu Murenabgängen, ein Haus wurde evakuiert, zwei weitere gesperrt.

BFV Weiz
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Prognose

Und wie geht es weiter? Albert Sudy von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Graz meint, dass es im Raum Weiz auch am Samstag noch Regen geben könnte. Unwettergefahr würden die Wettermodelle aber keine anzeigen.
Auch im Südosten dürfte es am Samstag vereinzelt regnen, Gewitter seien nicht zu erwarten.

Der Sonntag? Vom Westen her kommt noch feuchte Luft, vor allem in der Obersteiermark könnte es regnen. Tagsüber wird das Wetter wieder bessern. Laut Sudy wären der Montag und Mittwoch als labil einzustufen.

Katastrophenzustand

In der Lagebesprechung am Samstagvormittag mit zuständigen  Einsatzkräften, Geologen usw. rief Katastrophenschutzreferent und  Landeshauptmann-Stv. Michael Schickhofer den Katastrophenzustand in Gasen aus." Es sei wichtig, dass die Aufräumarbeiten "sofort starten können. Gefahrenstellen müssen schnellstmöglich abgesichert werden".

Laut Grobschätzungen am Samstag liegt der Schaden bei 1,5 Millionen bis zwei Millionen Euro.

Unwetter: Kristenstab tagt in Gasen

LH Hermann Schützenhöfer, Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann-Stv. Michael Schickhofer u. a. in Gasen

Land Stmk

Die Schäden sind enorm

Land Stmk
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Dank den Einsatzkräften

Land Stmk
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Nun würden alle Rückhaltebecken sofort ausgeräumt, um Schutz vor möglichen neuen Unwettern bieten zu können. Die Landesspitze dankte den Einsatzkräften für "ihre unermüdliche Arbeit, leider ist Gasen besonders häufig von solchen Unwettern betroffen". 

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer war mit Schickhofer in Gasen, um sich "mit Bürgermeister Erwin Gruber ein Bild von der Lage vor Ort machen zu können". Er habe auch mit dem Bundeskanzler telefoniert: "Wir werden alles dafür tun, den Betroffenen rasche und unbürokratische Hilfe zukommen zu lassen."

Unter anderem werde der Bau des Hochwasserschutzes für die Gemeinde vorgezogen, sodass bereits im Frühjahr die Bagger auffahren können.
Ein Einsatz des Bundesheeres wird überlegt.

Der Gasenbach war noch nie so groß, obwohl wir leider schon sehr viele Unwetter gehabt haben.

Bürgermeister Erwin Gruber

Der Unwettertag im Rückblick

23.25 Uhr: Die Lage in Gasen Freitagnacht: Einige Rutschungen, Hofzufahrten und Häuser sind betroffen, einige Häuser wurden bereits evakuiert, die L104 auf einem Abschnitt von rund einem Kilometer weggespült.

23.20 Uhr: "Es hat denke ich wieder 100 Liter am Quadratmeter geregnet - oder mehr", sagt der sichtlich niedergeschlagene Gasener Bürgermeister Erwin Gruber. "Der Gasenbach war noch nie so groß, obwohl wir leider schon sehr viele Unwetter gehabt haben. Es wird langsam genug - das fünfte Mal heuer schon. Wie wir das arbeitstechnisch und finanziell bewältigen, weiß ich nicht. Aber wir werden's irgendwie wieder hinkriegen."

Gasens Bürgermeister Gruber schildert die Lage

19.55 Uhr: "Die Rückhaltebecken sind randvoll bzw. übergegangen, da fährt jetzt schweres Gerät, vermutlich Kettenbagger, auf, um die auszuräumen", informiert Schickhofers Sprecher Christoph Miksch über die aktuelle Lage in Gasen.

19.50 Uhr: "Ein Haus, das ganz schwer vermurt ist, wurde evakuiert, zwei weitere wegen unmittelbar drohender Gefahr gesperrt", so Miksch.

19.40 Uhr: Hochwasser auch im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag: Ein schwerer Wolkenbruch über Pernegg überschwemmte den Zlattengraben am Fuße des Eisenpasses. Auch auf der anderen Seite des Passes, im Utschgraben in Oberaich, kam es zu Hochwasser und Vermurungen. >>Den Bericht finden Sie hier<<

Video aus Gasen: Dieser reißende Fluss war einmal die L104:

Überschwemmte L104

19.10 Uhr: Die reißenden Wassermassen des Gasenbachs, die heute auch einen Kilometer der Landesstraße L 104 weggerissen haben, wecken Erinnerungen an die Jahrhundert-Unwetterkatastrophe am 21. August 2005. >>Hier unser Dossier "Unwetterkatastrophe in Gasen - 10 Jahre danach" zum Nachlesen<<

19 Uhr: In Gasen ist man übrigens mitten in der Vorbereitungsphase für ein 10-Millionen-Euro-Hochwasserschutzprojekt, das genau vor solchen Situationen - also vor Überschwemmungen des Gasenbachs - schützen soll. Im Herbst 2019 soll mit den Bauarbeiten spätestens begonnen werden.

Videos aus Gasen:

18.50 Uhr: In Oberaich (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag), ist eine Mure in ein Wasserschutzgebiet abgegangen.

18:40 Uhr: Auch der Weizer Bezirkshauptmann Rüdiger Taus ist in Gasen vor Ort und macht sich ein Bild von der Lage.

18.20 Uhr: In der Haslau steht in einem Keller zwei Meter hoch das Wasser, auch eine private Brücke neben dem Haus wurde vom Gasenbach weggerissen.

"Der Gasenbach ist eine braune Flut, die sich durch das Objekt durchwindet, es ist gerade in diesem Bereich ein Wahnsinn", informiert der Birkfelder Bürgermeister Franz Derler.

18.10 Uhr: Die L104 wurde auf einer Länge von einem Kilometer zwischen Birkfeld und Gasen weggerissen.

18.05 Uhr: Katastrophenschutzreferent Michael Schickhofer bestätigt  "massive Unwettern in Gasen und in Oberaich" (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag). "Der Gasenbach ist über die Ufer getreten, es sind Muren abgegangen."

18 Uhr: Der Birkfelder Bürgermeister Franz Derler meldet: Neben der Landesstraße L104 sind zwei Häuser im Kellerbereich vom Gasenbach überflutet worden, es sind weiters Wiesenflächen überschwemmt worden. Die Feuerwehr Birkfeld ist im Großeinsatz.

Fotos und ein Video aus Gasen:

Auch auf der Teichalm waren Auswirkungen des Unwetters zu sehen. Starker Hagel hüllte die Alm in eine weiße Decke - fast wie im Winter.

Gasen war heuer bereits am 13. und 14. Juni von massiven Unwettern heimgesucht worden und anschließend zum Katastrophengebiet erklärt worden. Erst nach acht Wochen wurde der Status des Katastrophengebiets aufgehoben und die L104, die im Zuge der Aufräumarbeiten zwischen Gasen und Birkfeld gesperrt war, wieder für den Verkehr freigegeben.

 

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