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10-Millionen-Euro-ProjektBaubeginn für Hochwasserschutz in Gasen bereits im Frühjahr 2019?

Um bis zu zehn Millionen Euro werden innerhalb von fünf Jahren Hochwasserschutzbauten in Gasen entstehen.

Die bereits bestehende, vor rund 20 Jahren errichtete Geschiebesperre im Maurergraben © Gemeinde Gasen
 

Update: Mitte August berichteten wir über das geplante, bis zu 10 Millionen Euro teure Hochwasserschutzprojekt in Gasen. Der Bau sollte spätestens im Herbst 2019 beginnen. Die Unwetterkatastrophe am Freitag, 14. September, könnte dieses Vorhaben nun beschleunigen, sodass bereits im Frühjahr die Bagger auffahren könnten. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer versprach beim Lokalaugenschein jedenfalls rasche und unbürokratische Hilfe.

Die Grundsatzbeschlüsse liegen bereits drei Jahre zurück, im Herbst 2019 soll spätestens mit den Bauarbeiten begonnen werden: Gasen steckt mitten in den Vorbereitungsarbeiten für ein großes Hochwasservorbeugungsprojekt. Volumen: acht bis zehn Millionen Euro, 40 Prozent davon soll der Bund, 40 Prozent das Land zahlen. Von den verbleibenden 20 Prozent wird ein „kleiner Teil von der Landesstraßenverwaltung übernommen, weil auch die Landesstraße durch dieses Projekt geschützt wird und ein Neubau von zwei Brücken Teil des Projektes ist“, erklärt Bürgermeister Erwin Gruber. Derzeit verhandelt man mit der Straßenverwaltung, rund 15 Prozent, also bis zu 1,5 Millionen Euro, dürften an der Gemeinde hängen bleiben.

Die Sperre am Gasenbach zwischen Sonnleitberg und Sonnbergsiedlung und die Bachverbreiterungen (pink) Foto © DI Perz

Das Projekt wird aus mehreren Geschiebesperren (Rückhaltesystem für Geröll, Steine, Baumstämme) bestehen. „Wasserrückhaltebecken gehen sich nicht aus – aus Platzgründen“, sagt Gruber. Die größte Sperre mit circa 30 Metern Breite und fast zehn Metern Höhe wird am Gasenbach, einige hundert Meter oberhalb der Ortstafel Richtung Strassegg (Bachkilometer 14,5) entstehen. Ergänzt wird die Sperre durch „lineare Maßnahmen“ – Bachverbreiterungen, -vertiefungen und -überdachungen, sowie Erneuerungen von Brücken, damit mehr Wasser durchfließen kann.  „Wir müssen den Durchfluss-Querschnitt um das Zweieinhalbfache vergrößern“, so Gruber. Damit sollen die Schutzbauten bereit für ein 100-jähriges Hochwasser sein. Weitere Sperren kommen im Grubbauergraben, Hagenhofergraben, Schoberergraben, Leitenbauergraben und Steinbachgraben.

Bis Ende September will man das Projekt zur wasser- und naturschutzrechtlichen Genehmigung einreichen, bis November hofft man auf den erfolgreichen Abschluss der Verfahren. Im Frühjahr 2019 folgen die Fördersitzungen. Der Bau dürfte fünf Jahre dauern.

Bei unserer Südstaulage und Steilheit könnten wir 20 Millionen verbauen und hätten immer noch nicht den hundertprozentigen Schutz.

Erwin Gruber

"Dann haben wir normal alles gemacht, was irgendwie im menschlichen Ermessen ist, damit wir vorbeugend gut unterwegs sind", sagt Gruber, "damit zumindest das Dorf, der Ort sicher ist. Wir holen uns die Hotspots heraus, mehr wäre auch volkswirtschaftlich nicht sinnvoll. Bei unserer Südstaulage und Steilheit könnten wir 20 Millionen verbauen und hätten immer noch nicht den hundertprozentigen Schutz."

Großes Hochwasserschutzprojekt Ende der 90er

Bereits Ende der 90er- bzw. Anfang der 2000er-Jahre wurde in Gasen ein großes Hochwasservorbeugungsprojekt umgesetzt. Damals wurden rund 4 Millionen Euro investiert. Es entstanden Sperren im Bereich Mitterbach, Schönmüllergraben, Rauschergraben und Maurergraben.

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