Zum fünften Mal schweres UnwetterHäuser in Gasen evakuiert, ein Kilometer der L104 weggespült

Unwetter über dem Bezirk Weiz +++ Gasen massiv betroffen ++ Gasenbach über die Ufer getreten +++ Überflutete Keller in Birkfeld +++ L104 zwischen Gasen und Birkfeld auf Länge von einem Kilometer weggerissen +++Mure in Oberaich in Wasserschutzgebiet abgegangen +++ ein Haus evakuiert, zwei weitere gesperrt

Aufräumarbeiten in Gasen © BFV Weiz
 

23.25 Uhr: Die Lage in Gasen Freitagnacht: Einige Rutschungen, Hofzufahrten und Häuser sind betroffen, einige Häuser wurden bereits evakuiert, die L104 auf einem Abschnitt von rund einem Kilometer weggespült.

23.20 Uhr: "Es hat denke ich wieder 100 Liter am Quadratmeter geregnet - oder mehr", sagt der sichtlich niedergeschlagene Gasener Bürgermeister Erwin Gruber. "Der Gasenbach war noch nie so groß, obwohl wir leider schon sehr viele Unwetter gehabt haben. Es wird langsam genug - das fünfte Mal heuer schon. Wie wir das arbeitstechnisch und finanziell bewältigen, weiß ich nicht. Aber wir werden's irgendwie wieder hinkriegen."

Gasens Bürgermeister Gruber schildert die Lage

19.55 Uhr: "Die Rückhaltebecken sind randvoll bzw. übergegangen, da fährt jetzt schweres Gerät, vermutlich Kettenbagger, auf, um die auszuräumen", informiert Schickhofer-Sprecher Christoph Miksch über die aktuelle Lage in Gasen.

19.50 Uhr: "Ein Haus, das ganz schwer vermurt ist, wurde evakuiert, zwei weitere wegen unmittelbar drohender Gefahr gesperrt", so Miksch.

19.40 Uhr: Hochwasser auch im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag: Ein schwerer Wolkenbruch über Pernegg überschwemmte den Zlattengraben am Fuße des Eisenpasses. Auch auf der anderen Seite des Passes, im Utschgraben in Oberaich, kam es zu Hochwasser und Vermurungen. >>Den Bericht finden Sie hier<<

Fotos aus Gasen:

Die Unwetterschäden: Muren, Überflutungen und Leid in Gasen

FF Gasen
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Nach schweren Unwettern im Raum Gasen trat der Gasenbach gestern Abend über die Ufer und riss rund einen Kilometer der L 104 zwischen Gasen und Birkfeld weg.

BFV Weiz

Es kam auch zu Murenabgängen, ein Haus wurde evakuiert, zwei weitere gesperrt.

BFV Weiz
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19.25 Uhr: Derzeit gibt es keine neuen Informationen über die Lage vor Ort in Gasen und Oberaich. Man müsse die Geologen und Katastrophenschutzleute nun ihre Arbeit machen lassen, erklärt Schickhofer-Pressesprecher Christoph Miksch und deutet an, dass der Landeshauptmann-Stellvertreter und Katastrophenschutzreferent möglicherweise morgen Früh Gasen besuchen wird.

Video aus Gasen: Dieser reißende Fluss war einmal die L104:

Überschwemmte L104

19.10 Uhr: Die reißenden Wassermassen des Gasenbachs, die heute auch einen Kilometer der Landesstraße L 104 weggerissen haben, wecken Erinnerungen an die Jahrhundert-Unwetterkatastrophe am 21. August 2005. >>Hier unser Dossier "Unwetterkatastrophe in Gasen - 10 Jahre danach" zum Nachlesen<<

19 Uhr: In Gasen ist man übrigens mitten in der Vorbereitungsphase für ein 10-Millionen-Euro-Hochwasserschutzprojekt, das genau vor solchen Situationen - also vor Überschwemmungen des Gasenbachs - schützen soll. Im Herbst 2019 soll mit den Bauarbeiten spätestens begonnen werden.

Videos aus Gasen:

18.50 Uhr: In Oberaich (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag), ist, wie der ORF berichtet, eine Mure in ein Wasserschutzgebiet abgegangen.

18:40 Uhr: Auch der Weizer Bezirkshauptmann Rüdiger Taus ist in Gasen vor Ort und macht sich ein Bild von der Lage.

Unwetter im Raum Gasen und Birkfeld: Fotos der Feuerwehr Birkfeld

FF Birkfeld
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18.35 Uhr: Insgesamt haben die Feuerwehren im Bezirk Weiz heute Abend bisher sieben Unwettereinsätze absolviert, informiert Bereichsfeuerwehr-Sprecher Patrick Friedl. Vier Einsätze wurden von der Feuerwehr Gasen abgearbeitet, auch die Freiwillige Feuerwehr Breitenau aus dem Nachbarbezirk Bruck-Mürzzuschlag hilft in Gasen aus. Einen Einsatz gab es für die Feuerwehr Birkfeld, einen weiteren für die Feuerwehr Koglhof (Gemeinde Birkfeld).

18.20 Uhr: In der Haslau steht in einem Keller zwei Meter hoch das Wasser, auch eine private Brücke neben dem Haus wurde vom Gasenbach weggerissen. "Der Gasenbach ist eine braune Flut, die sich durch das Objekt durchwindet, es ist gerade in diesem Bereich ein Wahnsinn", informiert der Birkfelder Bürgermeister Franz Derler.

18.16 Uhr: Derzeit ist in dem Gebiet noch für rund zwei Stunden Regen prognostiziert.

18.10 Uhr: Aktuelle Info von Schickhofer-Sprecher Christoph Miksch: Die L104 wurde auf einer Länge von einem Kilometer zwischen Birkfeld und Gasen weggerissen.

Überschwemmung Gasenbach

18.08 Uhr: Michael Schickhofer zur aktuellen Situation: "Wir haben die Lage ganz genau im Auge, wir werden alle Maßnahmen ergreifen, die erforderlich sind."

18.05 Uhr: Christoph Miksch, Pressesprecher von Landeshauptmann-Stellvertreter und Katastrophenschutzreferent Michael Schickhofer berichtet von "massiven Unwettern in Gasen und in Oberaich" (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag). "Der Gasenbach ist über die Ufer getreten, es sind Muren abgegangen." Schickhofer lasse sich über die Situation vor Ort unterrichten und habe Katastrophenschutzpersonal und Geologen nach Gasen und Obereich beordert.

18 Uhr: "Ich bin gerade dabei, mir ein Bild von der Situation zu machen", erklärt der Birkfelder Bürgermeister Franz Derler, der in der Haslau vor Ort ist. Neben der Landesstraße L104 sind zwei Häuser im Kellerbereich vom Gasenbach überflutet worden, es sind weiters Wiesenflächen überschwemmt worden. Die Feuerwehr Birkfeld ist im Großeinsatz.

Fotos und ein Video aus Gasen:

 

17.54 Uhr: Die L104 ist von Birkfeld (Haslauer Kreuzung) in Richtung Gasen gesperrt.

17.40 Uhr: Lange war es wettertechnisch ruhig im Bezirk Weiz, aber heute, Freitag, ist wieder eine Unwetterfront über den Bezirk Weiz gezogen. Besonders erwischt hat es die Gemeinde Gasen, wo der Gasenbach massiv über die Ufer getreten ist. Bürgermeister Erwin Gruber, den wir gerade in der Einsatzbesprechung mit der Feuerwehr erwischt haben, spricht von "massiven" Problemen.

Foto © FF Gasen/Ebner

Auch die Nachbargemeinde Birkfeld ist von den Unwettern betroffen, im Einsatz sind derzeit neben der Gasener Wehr die Freiwilligen Feuerwehren Birkfeld und Koglhof.

Noch unbestätigten Informationen zufolge soll in der Gegend auch irgendwo eine Mure abgegangen sein.

Auch auf der Teichalm waren Auswirkungen des Unwetters zu sehen. Starker Hagel hüllte die Alm in eine weiße Decke - fast wie im Winter.

Gasen war heuer bereits am 13. und 14. Juni von massiven Unwettern heimgesucht worden und anschließend zum Katastrophengebiet erklärt worden. Erst nach acht Wochen wurde der Status des Katastrophengebiets aufgehoben und die L104, die im Zuge der Aufräumarbeiten zwischen Gasen und Birkfeld gesperrt war, wieder für den Verkehr freigegeben.

 

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