„Gott sei Dank haben wir noch keine Getränke gekauft, sonst wären wir mit einem Minus ausgestiegen“, sagt Matthias Hubmann, Obmann der Landjugend Lobmingtal. Ihm fehlen hörbar die Worte angesichts dessen, was ihm und seiner Landjugend-Ortsgruppe passiert ist.

Matthias Hubmann leitet die LJ-Ortsgruppe Lobmingtal
Matthias Hubmann leitet die LJ-Ortsgruppe Lobmingtal © KK

Drei Wochen Arbeit vernichtet

Über drei Wochen hat die Landjugend Lobmingtal das Osterfeuer beim Wieser-Hof in Mitterlobming vorbereitet: „In jeder freien Minute, wir gehen ja alle einer Arbeit nach“, so Hubmann.

Am Gründonnerstag dann die große Enttäuschung: Bei der Bezirkshauptmannschaft Murtal ging eine anonyme Anzeige ein. Darin heißt es, es seien die Mindestabstände zu den Strommasten nicht eingehalten worden: 70 Meter sind es, 100 sollten es sein. „Die BH hat die Polizei Knittelfeld informiert. Von dort hat man uns telefonisch informiert, dass wir das Osterfeuer nicht durchführen dürfen“, seufzt der Landjugend-Chef.

„Keine Ahnung, wer das gewesen sein könnte“

Wer die Ortsgruppe angezeigt hat, darüber kann Hubmann nur rätseln: „Ich habe keine Ahnung, wer das gewesen sein könnte.“ 84 Mitglieder hat die Landjugend Lobmingtal, 46 Personen halfen aktiv am Zusammentragen des Osterfeuers mit. Auch auf Instagram wurde eigens mit einem lustigen Video für die Veranstaltung geworben. Als Alternativprogramm werde man nun ein anderes Landjugend-Osterfeuer im Murtal besuchen.

Erstes Mal öffentlich

Besonders bitter: Das Osterfeuer in Mitterlobming wäre heuer das erste Mal öffentlich zugänglich gewesen. „Es war als Einnahmequelle für uns geplant, um das Landjugendjahr zu finanzieren, nicht nur aus Jux und Gaude. Wir wollten ein Veranstaltung für das ganze Dorf machen und wünschen dennoch allen in der Gemeinde ein schönes Osterfest“, so Hubmann. Leid tue es ihm auch wegen des Brauchtums – ein Osterfeuer hat schließlich Symbolkraft.