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Ein Jahr nach der EröffnungWas das Murkraftwerk versprochen und was es gehalten hat

Vor einem Jahr ging das Grazer Murkraftwerk ans Netz. Wie es um die einst versprochenen Maßnahmen steht und warum immer noch gebaut wird. Acht Fragen und Antworten.

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Murkraftwerk Graz
Das vor seinem Bau so umstrittene Murkraftwerk ist nun seit einem Jahr in Betrieb © APA/ERWIN SCHERIAU
 

Am 9. Oktober 2019 ging das Kraftwerk nach vierjähriger Genehmigungs- und mehr als zweieinhalbjähriger Bauzeit ans Netz. Kein zweites Projekt hat die steirische Landeshauptstadt derart in zwei unversöhnliche Lager gespalten. Hier die Befürworter, die kritische  Biologen und Wissenschafter gerne als "Chaoten" abgestempelt haben; dort die Gegner, die allerhand finstere Machenschaften im Hintergrund auszumachen glaubten - von politischer Korruption bis zum gekauften Journalismus.

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LaoQui
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Keine Augen im Kopf?

Wer das Murkraftwerk als etwas Positives für Graz oder Puntigam sieht, muss ja wohl mit Scheuklappen durchs Leben gehen - oder überhaupt über das Bürgermeister-Büro noch nie hinausgekommen sein. Mit der zur Party-Wiese gewordenen Augartenbucht und ihrem hirnrissigen Radweg mitten durch den Park zu kommen, die ja auch nur ein winziger Teil der ansonsten verheerten Natur am Fluss ist, zeigt vom Tunnelblick, um es nicht beleidigender auszudrücken. In Wahrheit hat man die Bürger betrogen, denn entlang des Staus wird es im südlichen Teil keinen Baum mehr geben können. Und das Desaster mit dem Pflanzen von kleinen Wäldchen weit weg zu kalmieren, ist ja eigentlich überhaupt eine Frechheit. Wer noch immer an die behübschten Plakate glaubt, dem ist leider nicht zu helfen. Aber hier Lob zu hudeln, ist eine Beleidigung der ohnehin schwer getroffenen denkenden Grazer. Bekommt Ihr dafür etwa bezahlt? Dann könnte ich das ja noch verstehen.

duesenwerni
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Bei einem meiner letzten Läufe murabwärts konnte ich ...

... hinter dem Bauzaun, welcher den großen Schotterhaufen am linken Murufer südlich des Kraftwerkes vom Radweg abtrennt, die achtlos weggelegten Schilder mit der künstlerischen Darstellung des links und rechts des Kraftwerkes üppig wachsenden Auwaldes liegen sehen.
Auch wenn ich verstehe, dass aus Festigkeitsgründen keine tiefwurzelnden Bäume auf dem Kraftwerksdamm wachsen dürfen, sollte man diese netten Bildchen wieder aufstellen als plakative Erinnerung daran , wie schamlos wir von Politik und Wirtschaft manipuliert werden.

Mein Graz
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@duesenwerni

Naja, m.W. dürfen auf dem Damm schon tief wurzelnde Bäume gepflanzt werden, nur wird das keiner tun, denn diese müssen wieder gefällt werden, sobald sie ihre Wurzeln ausbreiten, d.h. alle 3 bis 5 Jahre...
Da werden bestenfalls Büsche gepflanzt - wenn überhaupt.

winequeen
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Kompliment

Man darf es auch ruhig mal sagen, wenn etwas positiv geworden ist: Ja, das Murkraftwerk hat das Gebiet in Puntigam zum Positiven verändert! Es ist zu einem echt attraktiven Naherholungsgebiet geworden. Und an alle Kritiker, die auch jetzt noch das Haar in der Suppe finden: Bisserl noch warten, bis alle Bäume gepflanzt sind, dann weiterreden ;-)

Mein Graz
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@winequeen

"Ja, das Murkraftwerk hat das Gebiet in Puntigam zum Positiven verändert!"
Bis sich die Anrainer belästigt fühlen und beschweren, dass die Besucher dort ihre Parkplätze voll stellen, Dreck hinterlassen und Lärm erzeugen.

Dann wird es heißen: "Eine Frechheit! Uns wird unser beschauliches Dasein genommen! Da muss die Politik was machen!"

stprei
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Im Plan

Aus dem Artikel liest man eigentlich nur, dass es das tut was es soll und der Bau mit allen Nebengeräuschen im Plan liegt. Für einen Bau in der Größenordnung eine super Leistung.

Die Attraktivierung des Murufers scheint sehr gut angenommen zu werden (zumindest mein Eindruck) und auch für den Radweg hat man eine Lösung gefunden.

TomKLZ
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Als Anrainer...

... nehme ich vor allem den nächtlichen Lärm Und Müll verursacht durch Feiernde in der Bucht wahr.

Auch die „Lösung“ Fahrräder mitten durch den Park zu führen ist Für Fußgänger und Kinder eine Katastrophe!

hfg
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Wenn im wahrsten Sinne des Wortes

Genug Gras über die Sache gewachsen ist - wird die Bilanz doch eher positiv ausfallen.

BigC
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Ich hatte am Anfang Sorge beim Mutkraftwerk,

Muss jetzt aber zugeben, dass es eine Aufwertung für Graz ist. Augartenbucht ist echt spitze geworden.