Die U-Bahn-DebatteGefährliches Spiel: Fährt die Mini-Metro im Wahlpoker an die Wand?

Die Koalition will die U-Bahn, die Opposition den S-Bahn-Ausbau. Es wird eine brutale Rüttelstrecke: Die Parteien sollen sich just im Wahlkampf einigen.

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Man muss Bürgermeister Siegfried Nagl gratulieren. So viel Bewegung hat schon lange keiner mehr in die Debatte über die Zukunft des öffentlichen Verkehrs gebracht. Seit die Mini-Metro auf dem Tisch ist, legt eine Partei nach der anderen ein Alternativkonzept vor. Alle diese Pläne kratzen zumindest an der Milliarden-Euro-Grenze. Endlich wird in Graz groß gedacht – und zumindest versucht, Land und Bund bei der Finanzierung an Bord zu bekommen.

Kommentare (3)
Campino
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Ad Umfrage:

Bitte eine Kombination aus Option 2 und 3, diese sollten sich ja hoffentlich nicht ausschließen. S-Bahn Ausbau mit direktem Anschluss des Umlands an das Zentrum ist genauso wichtig wie Tram-Ausbau, Rad-Offensive und Eindämmung des Autoverkehrs soweit nur irgendwie möglich.

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Straßenbahn

Alle wollen Milliarden im Boden versenken, was auch zur Folge hat, dass die Menschen in den Keller müssen und dabei die Zugangswege zum Verkehrsmittel entsprechend länger werden . - Das ist trotz kürzerer Fahrzeiten aber dann nur bedingt attraktiv.
Mit den kolportierten Milliarden könnte man in Graz das Straßenbahnnetz komfortabel ausbauen und auch die Gelenkbuslinien (31, 32, 33, 39, 40, 58, 63, ....), die schon am Rande ihrer Kapazität unterwegs sind, auf Tram umstellen.
Es wird Zeit den Menschen ihre Stadt zurückzugeben ohne sie in eine schwarze Röhre quetschen zu wollen.
Und wenn man schon unbedingt unter die Erde muss, dann bitte mit dem bestehenden Verkehrssystem S-Bahn und nicht mit einem neu erfundenen, welches wieder zahlreiche Umsteigezwänge nach sich zieht.

menatwork
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Das U-Bahn-Projekt ist tot, weil es nie lebte

Als Retortenidee hält es einfach dem Vergleich nicht stand.
Die U-Bahn ist nicht nur in Bau und Betrieb um ein Vielfaches teurer als S-Bahn und Straßenbahnen, sondern auch deutlich klimaschädlicher.

Kombininiert mit der von stadtplanerischem Know-How recht unbeleckten Strecken- und Stationsführung ergibt sich ein Projekt, dass in der Stadtgeschichte nur mehr von der Stadtautobahn der 70er getoppt würde.

Diese wurde bekanntlich nicht errichtet und ein Bürgermeister musste gehen.