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U-Bahn für Graz?Nun auch die Neos: Opposition setzt geschlossen auf die S-Bahn

Die Neos setzen auf die S-Bahn und schlagen einen „City-Tunnel“ vor. Rathaus legt Fahrplan für Metro- oder S-Bahn-Entscheidung fest und gibt 300.000 Euro für Experten-Beirat frei.

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Neos-Gemeinderätin will die S-Bahn im City Tunnel durch Graz führen.
Neos-Gemeinderätin will die S-Bahn im City Tunnel durch Graz führen. © Montage: Neos/KLZ/Pajman
 

Es ist das Jahr der Grazer Verkehrskonzepte. Türkis-Blau hat mit der umfassenden Mini-Metro-Studie, die zwei Untergrund-Linien auf 25 Kilometern mit 27 Stationen um 3,3 Milliarden Euro vorschlägt, die Steilvorlage gegeben. Doch alle anderen Parteien setzen auf die S- statt die U-Bahn: Die Grünen fordern stattdessen einen – im Osten unterirdischen geführten – S-Bahn-Ring, der Pendler ohne Umsteigen ins Grazer Zentrum und zu den Tram-Stationen bringen soll. Die SPÖ will die S-Bahn quer durch Graz entlang der Schleppbahngleise an der Oberfläche forcieren und mit dem ausgebauten Tram-Netz verknüpfen. Die KPÖ setzt auch auf S-Bahn und Tram-Ausbau und will dazu im Juni ein Expertenpapier der Schweizer Koryphäe Willi Hüsler vorlegen.
Nun legt auch die Neos-Gemeinderätin Sabine Reininghaus ein Konzept aus der Feder des Verkehrsplaners Stephan Steinbach vor, das wiederum auf die S-Bahn setzte – und mit dem Projekttitel „Citytunnel“ auch in den Untergrund geht.

Kommentare (32)
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eltis
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Warum nicht das Naheliegende tun?

Wenn wir schaffen würden ein hochwertiges Radverkehrsnetz zu realisieren, dann hätten wir schon große Fortschritte bei der Lösung unseres Verkehrsproblems gelöst. Das ist verhältnismäßig günstig und schnell umzusetzen. Viele innerstädtische Diskussionen würden sich dann erübrigen. Wir könnten so die Bus und Bahn Bemühungen auf die starke Verbesserung der ÖV-Verbindung mit dem Grazer Umland konzentrieren. Aber leider schaffen wir wie es scheint keinen großen Wurf beim Radverkehr und darum werden lieber neue Diskussionsfelder eröffnet.

Knut2009
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Endlich mal eine ganz gute

Alternative vs. den U-Bahnplänen. Der von der z.B. von der SPÖ vorgelegte Plan war eher mau - in diesem Plan jedoch werden auch Umlandgemeinden wie Gössendorf, Fernitz etc. eingebunden. Macht durchaus Sinn den Einpendlerverkehr vor den Stadtgrenzen zu limitieren. Aber auch eines muss bewusst sein, geschenkt gibt es auch diese Variante nicht. Vl. wäre ein Mix aus vielen Ideen das sinnvollste

LaoQui
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Eine Studie fehlt noch!

Die S-Bahn-Studie von Hüsler wird dann die Ideen-Runde abschließen. Und dann wird hoffentlich durch exakte Gegenüberstellung der gedachten Verkehrsströme auf wissenschaftlicher Basis ermittelt werden können, wie der öffentliche Verkehr IM RAUM GRAZ am besten gestaltet werden kann. Und die Verfügbarkeit der Mittel wird wohl mitentscheidend sein. Wenn - wie von den Metro-Befürwortern behauptet - die Finanzierung so leicht und lukrativ gelingen kann, dann stellt sich vielleicht die Frage, warum das allein die öffentliche Hand stemmen soll. Die ersten Straßenbahnen (mit Pferd ab 1878) waren von privaten Invstoren eingerichtet worden. Das ist keine Empfehlung, sondern nur ein Gedankenanstoss.

calcit
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Ja natürlich kann man technisch über alles diskutieren...

...vor allem wenn es sachlich ist. Ich gebe nur zu Bedenken so einfach ist das mit der Deckelbauweise auch nicht. Ich weiß auch nicht wie die Neos zum Schluss kommen das wäre ein geringerer Aufwand, also die offenen Flächen sind da schon bei weiten größer - brauch ich beim bergmännischen Vortrieb mit einer TBM eingentlich nur einen Startschacht und einen Zielschacht und die Stationen mit Zugängen kann ich auch verhältnismäßig kleinräumig errichten - besten Beispiel dafür CrossRail in London etc...

calcit
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...der weitere Vorteil im bergmännischen Vortrieb ist auch, dass ich fast die gesamte...

.... städtische Infrakstruktur (Wasserleitungen, Kanäle, Kabel, etc...) in 30 bis 40m Teufe unterfahren kann, bei der Deckelbauweise muss ich im Vorfeld die gesamte Infrastruktur aus der Trasse "rausräumen" und nachdem diese oft in den Straßen verlaufen bedeutet das im Vorfeld schon einen enormen Aufwand und Behinderungen...

calcit
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Vor allem muss man auch bedenken, dass die Quarschnitte bei einer...

...S-Bahn, die Bahnsteiglängen, etc... viel größer und länger sind, muss ja doch die Infrastruktur und technische Ausstattung einer "regulären Eisenbahn" ihren Platz finden. Das kann man bei einer Mini-Metro günstiger gestalten... Aber wie gesagt das sind technische Details die sehr wohl einen großen Einfluss auf die Kosten haben.

ma12
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HaHa

Jetzt kann sich der NAGL allein eingraben!

surfalex74
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Pro S-Bahn

Es macht absolut Sinn die S-Bahn unterirdisch in das Zentrum (Jakominiplatz) zu leiten und damit auch den Bereich UNI/LKH / Wirtschaftskammer mit der S-Bahn zu erschliessen.

Vorbild: Barcelona bzw Karlsruhe.
Beide Lösungen wurden von Delegationen der Stadt Graz bereits vor vielen Jahren dahingehend besichtigt (nur gelernt haben unsere Delegationen bisher nichts)

Alle Vorortezüge fahren in BCN unterirdisch in die Stadt ein zum Hauptknoten (Placa Catalunya -bei uns wäre das der Jako). Für die meisten Pendler ist der Zug dann die viel bessere (weil schnellere) Variante.
Man muss die Leute aus dem Umland mit dem Zug in die Stadt bringen. Eine Lösung, wo sie mit dem Auto bis zum Stadtrand fahren und dann 2 mal umsteigen müssen um zur Arbeit zu kommen, bringt uns nicht weiter.

Also S-Bahn gezielt ausbauen begleitend mit neuen Strassenbahnlinen und Fahrradtrassen die schnelles radeln erlauben (kein gefährliches ziki, zaki wie aktuell auf vielen Routen). Oberirdische Parkplätze in der Innenstadt zurückbauen. Einfahrten beschränken und dafür mehr grüner öffentlicher Raum welcher auch Handel und Gastro belebt.
Gleichzeitig Parkabgabe für Shoppingcenter einführen und weiteren Shoppingcenterausbau stoppen. Der Boden rund um Graz ist eh schon zu sehr versiegelt (Hitzeinseln).
Nur so lässt sich die Innenstadt retten und das Händlersterben stoppen und die Lebensqualität verbessern.

U-Bahn: sauteuer und bringt den Pendlerströmen aus dem Umland wenig.

Peterbolika
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@surfalex74

100 Punkte! Genau darum geht es!

Die Probleme enden nicht an der Grazer Ortstafel, auch wenn die Stadtpolitik das gerne so hätte!!!
In Graz funktionieren die Öffis so einigermaßen - aber in Graz Umgebung fehlt es an allen Ecken und Enden.
Es ziehen immer mehr Menschen in die Umlandgemeinden und die Infrastruktur fehlt weitgehend bzw. ist sehr ausbaufähig! - Zu wenige Öffis, keine Radwege, Straßen so schmal wie schon vor 50 Jahren, Schwerlastverkehr und Lärm ohne Ende und stellenweise´se nicht einmal Gehsteige entlang der Straßen!

styrianprawda
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@surfalex

Auch in München fahren alle S-Bahnen ins Zentrum.

Und in Athen fährt eine U-Bahnlinie bis zum Flughafen. Mit unterschiedlichen Stromsystemen, abhängig davon, ob ober- oder unterirdisch.

surfalex74
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@styrianprawda

Ja, das S-Bahn System von München ist sehr gut und gut mit den U-Bahnen verbunden. Umgelegt auf Graz wäre es wie folgt:
S-Bahn muss unterirdisch ins Zentrum und in den Osten (Bereich UNI/LKH) und gute Kombination mit Straßenbahn.

München spielt aber finanziell in einer ganz anderen Liga (nicht nur im Fussball) und München ist auch sehr autofreundlich... (man denke an die vielen Autotunnels des mittleren Ringes. Auch bezüglich Radwege sah ich in München viel positives.

Bravo55555
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Viel bewegen wird die S-bahn nicht.

Die Streckenführung bietet keinen Vorteil. Der Jakominiplatz ist an 6 Straßenbahnen angebunden, die Studenten an der Uni fahren jetzt schon zum Großteil alle mit dem Fahrrad oder öffentlich und warum Lendplatz? Den Lendplatz erreicht man vom Hbf, Ostbahnhof oder Jakominiplatz mit zwei Straßenbahnlinien und mehreren Buslinien. Eine S-bahn ist hier überflüssig. Diese kleine Kurve löst keine Probleme - viel Geld wenig Nutzen

MoVeiT
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Falsch - Die S-Bahn hat einen Riesnvorteil

Sie bietet einen umsteiegfreie Direktverbindung von theoretisch der ganzen Steiermark aus ins Grazer Zentrum, zur Uni und evtl. auch zum LKH (das ist hier im Plan der NEOS leider nur angedeutet). Damit wird das Pendeln mit der Bahn um einiges attraktiver. Park and Ride funktioniert nachweislich umso besser, je länger die mit dem ÖV gefahrene Strecke im Vergleich zu der mit dem Auto gefahrenen ist. Wer also bsp. in Leibnitz in die S-Bahn einsteigen und am Jakominiplatz wieder aussteigen kann, hat einen viel größeren Anreiz zum Pendeln mit der Bahn als jemand, der zuerst bis nach Webling mit dem Auto fährt und dann nur die letzten paar Kilometer mit der Metro.

Mein Graz
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@Bravo55555

Viel Geld - wenig Nutzen.
Die von Nagl vorgestellte Mini-Metro ist um ein vielfaches teurer und hat einen Bruchteil des Nutzens, da sie an keinem einzigen Endpunkt über die Stadtgrenzen hinaus führt.

Der Jako ist "Zentraler Umsteigepunkt", an dem wohl keine wichtige Verbindungslinie vorbei führen darf, gerade weil dort 6 Straßenbahnen und etliche Buslinien fahren.

Zum Lendplatz führt m.W. nur eine Linie direkt vom Jako. Außerdem liegt der Lendplatz doch auf dem Weg zum Hauptbahnhof, soll man dann dort keine Station errichten?

Bravo55555
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.

Sicher ist der Lendplatz ein wichtiger Verkehrsknoten ( mit 2 Straßenbahnlinien bei der Keplerbrücke ) ich denke, dass die S-bahn mit den 3 Stationen, die jetzt schon sehr gut erreichbar für Grazer sind zu wenig ist um die Verkehrsprobleme zu lösen. Den großen Nutzen hätten die Nichtgrazer, weil sie dann schneller zum Lendplatz kämen. Baut man den öffentlichen Verkehr für die Grazer oder für die Pendler aus GU?

Mein Graz
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@Bravo55555

Na ich hoffe doch, dass die Öffis für ALLE, die in der Stadt unterwegs sind, gebaut bzw. erweitert werden. Das sind die Grazer selbst genau so, wie die vielen tausenden Einpendler, denen man den Umstieg auf Öffis schmackhaft machen sollte.

wiesengasse10
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Du schreibst: viel Geld, wenig Nutzen...

....hast du das in einer Studie rausgelesen, oder ist das deine Meinung ?

Bravo55555
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Brauchen Sie eine Studie dafür?

Welchen Nutzen hätte es denn für die Grazer?

wiesengasse10
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Danke Bravo, alles klar jetzt !

Natürlich zählt nur deine Meinung...

styrianprawda
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@wiesengasse

Und welchen Studien basiert Ihr "Wissen"?
Oder sollte man nicht besser "Meinung" sagen?

SagServus
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Welchen Nutzen hätte es denn für die Grazer?

Weniger Verkehr weil die Einpendler mit der S-Bahn besser in die Innenstadt kommen?

styrianprawda
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@SagServus

Gibt's dazu Untersuchungen hinsichtlich der Quelle-Ziel Beziehungen der Einpendler?

Bravo55555
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Okay weniger Verkehr

Damit die Grazer, dann besser mit dem Auto fahren können?

Mein Graz
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@Bravo55555

Ich bin Grazer und wohne am Stadtrand. Wir fahren NIE mit dem Auto in die Stadt.
Auch während meiner aktiven Zeit, in der ich mitten in der Stadt meinen Arbeitsplatz hatte bin ich nicht mit dem Auto gefahren, sondern mit dem Fahrrad, den Öffis und einige Zeit mit einer Vespa.
Mit dem Auto fuhr ich in der Zeit, in der unsere Kinder in den KiGa bzw. in die Volksschule gingen, da ich sie dort hin brachte und wieder abholte. Das ist etwa 25 Jahre her...

Bravo55555
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@ Mein Graz

Ja das Stimmt. Das Öffinetz ist super wenn man ins Zentrum will, aber alles andere kann man vergessen, vor allem wenn man wie Sie zuerst zum KiGa und dann zur Arbeit muss.

Mein Graz
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@Bravo55555

Wie wäre es mit Sinn erfassend lesen?
Das war vor etwa 25 Jahren! Zum damaligen Zeitpunkt waren die Öffis noch nicht so gut, weder in Taktung noch in Anbindung, dass man damit die Kinder in KiGa und Schule bringen konnte und dann noch rechtzeitig zur Arbeit kam.

Heute wäre es für mich kein Problem, die Kinder in KiGa bzw. Schule zu bringen, denn zum Glück hat sich in den letzten 25 Jahren sogar bei den Öffis was getan.
Leider allerdings noch immer nicht genug!!!

 
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