Reden wir nicht lange um den heißen Brei herum: Als Ernst Scholdan, Consulter-Ikone aus Wien, in unsere Stadt kam, um die Grazer Crème de la Crème beim Galadinner im längst verblichenen Hauben-Avantgarde-Lokal Iohan mit Hopfen-Risotto einzukochen, hat er viele beeindruckt. Erstmals seit Jahren sprach in der 2006 noch nicht so rasant wachsenden Provinzmetropole jemand von Stadtteilentwicklung. Die Wiener Grandezza machte dem kleinen Graz Appetit. Den Autor dieser Zeilen aber skeptisch: Man roch die Absicht hinter dem duftenden Menü, das zum Buch „Die Konzeption des Wünschenswerten“ gereicht wurde.